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Testbericht

Marcel Sommer, 6. Dezember 2011
Kia macht mit seiner neuen Mittelklasselimousine Optima mächtig Druck auf Passat, Insignia und Co. Während das Zwillingsmodell Hyundai i40 als Kombi startete, ist der Kia Optima zunächst nur als Limousine zu bekommen.

"Wenn Du gute Produkte hast, kannst Du Gewinn machen und wachsen", erklärt Benny Oeyen, Vizepräsident Marketing und Produktplanung bei Kia Motors Europa selbstbewusst. Der viertgrößte Fahrzeughersteller der Welt bringt ab April sein nächstes gutes Produkt auf die Straßen Deutschlands. Der in den USA 12.000 Mal im Monat verkaufte Optima soll bei uns zu Preisen ab 24.490 Euro angeboten werden. Die erwarteten Verkaufszahlen liegen hierzulande jedoch nur bei knapp 800 im Monat. Dabei muss er sich hinter der direkten Konkurrenz wie dem VW Passat und dem Toyota Avensis nicht verstecken - im Gegenteil. Mit seiner Länge von 4,85 Meter und seiner Höhe von 1,46 Meter ist er länger und flacher als der Wolfsburger. Mit seinem um acht Zentimeter längeren Radstand bietet er zudem spürbar mehr Beinfreiheit, und das für fünf Erwachsene.

Der zu Beginn nur mit einem 100 kW / 136 PS starken Dieselmotor erhältliche Koreaner kann entweder mit einem Schaltgetriebe oder einer Sechsstufen-Automatik geordert werden. Wer sich für die Automatik entscheidet, kann bei Bedarf über Schaltwippen am Lenkrad die Gänge wechseln. So richtig will das jedoch nicht funktionieren. Beim schnellen Runterschalten vor scharfen Kurven findet sich der Fahrer beim Herausbeschleunigen vielfach einen Gang höher wieder als erwünscht. Der 1,7 Liter große Commonrail-Diesel läuft im unteren und mittleren Drehzahlbereich ruhig. Wer die 325 Nm maximales Drehmoment ausnutzt, bekommt jedoch mehr auf die Ohren. Auch der Sprint 0 auf 100 km/h geht in zwölf Sekunden allzu träge vonstatten und auch die Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h ist nur Mittelmaß. Unter dem Strich ist der Handschalter wegen besserer Fahrleistungen und des deutlich geringeren Verbrauchs von 4,9 im Vergleich zu sechs Litern Diesel die bessere Wahl.

Doch sonst gibt es kaum Patzer. Der Kofferraum fasst 505 Liter Gepäck, die Lenkung und das Fahrwerk halten den Wagen präzise in der Spur und sorgen zudem für ausreichend Rückmeldung an den Fahrer, ohne dabei Rückenschmerzen zu verursachen. Trotz seiner Breite von 1,83 Meter und seinem Gewicht von 1.581 Kilogramm lässt er sich in engen Gassen und dank eines optionalen Einparkassistenten auch in manch zu eng geglaubte Parklücke navigieren. Der in der Topversion knapp unter 34.000 Euro kostende Kia wird in drei Ausstattungsvarianten angeboten. Schon in der Basisausstattung stehen dem Fahrer Details wie Klimaautomatik, Tempomat und Multifunktions-Lenkrad Verfügung. Als Sonderausstattung steht neben einem großen Panoramadach, Sitzheizung für die äußeren Fondsitze und einem elektrischen Beifahrersitz am Lenkrad auch eine Active-Eco-Taste zur Auswahl. Nach einmaligem Drücken werden Parameter wie die Gasannahme dahingehend verändert, dass der Gesamtverbrauch des Fahrzeugs möglichst niedrig gehalten wird. Zum Sommer folgen ein Zwei-Liter-Benziner mit 125 kW / 170 PS und eine Hybridversion, die in den USA 209 PS stark bereits auf dem Markt ist.

Das 260 PS starke Topmodell bleibt jedoch den USA vorbehalten. Dagegen ist der Kombi nur eine Frage der Zeit. "Wann der Kombi des Optima kommt, wissen wir noch nicht. Denn die Limousine ist schon jetzt ausverkauft und wir müssen erst einmal diese Kunden zufrieden stellen", gibt Benny Oeyen zu bedenken. Ein gewichtiges Argument für den Fronttriebler aus dem Hause Kia ist die übertragbare, sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer geltende Garantie. Sollte demnach ein Fahrzeug innerhalb der ersten sieben Jahre wieder verkauft werden, gilt die verbleibende Garantiezeit auch für den Nachbesitzer.
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Quelle: Autoplenum, 2011-12-06

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