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Testbericht

Patrick Broich/SP-X, 24. April 2016

Audi zündet die vorerst letzte Stufe des TT-Feuerwerks und präsentiert den Fans des kleinen Sportlers nun die RS-Version (ab 66.400 Euro). Die kommt nun mit 294 kW/400 PS daher und rangiert in dieser Ausbaustufe auf dem Level ernsthafter Sportwagen. Auch die vorwiegend auf SUV geeichten Chinesen bekommen immer mehr Appetit auf Sportwagen, daher ist die Premiere in Peking eine willkommene Abwechslung auf der geländewagengetränkten Traditionsmesse in der Hauptstadt.

Konzeptionell bleibt alles, wie es war: also kein Hubraum- oder Zylinderschwund. Unter der Haube werkelt weiterhin ein 2,5 Liter großer Fünfender, an dem die Ingenieure allerdings ordentlich gefeilt haben. Durch den Einsatz von Aluminium beispielsweise für das Kurbelgehäuse sowie die Optimierung weiterer Komponenten gelang es den Technikern, das Motorengewicht um 26 Kilogramm zu reduzieren, was nicht nur dem Kraftstoffkonsum entgegenkommt, sondern auch die dynamischen Fertigkeiten des TT verbessert.

Und die sind beim RS natürlich wichtig. Audi beziffert den Standard-Sprint auf maximal 3,9 Sekunden beim Roadster sowie gar 3,7 Sekunden beim Coupé. Als Höchstgeschwindigkeit stehen mit dem entsprechenden Häkchen in der Auspreisliste 280 km/h im Datenblatt, sonst bleibt es bei 250 Sachen. Um auch klanglich Eindruck zu machen, leitet der sowohl direkt als auch indirekt einspritzende Ottomotor seine Abgase per Klappenauspuff aus – eine Soundtaste gibt es für sämtliche Modelle frei Haus.

Ebenfalls obligatorisch ist das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe, das 480 Nm Maximalmoment verarbeiten muss und an beide Achsen leitet. Wenn man möchte, liefern die Ingolstädter variable Dämpfer und Keramikbremsscheiben, um auch höheren fahrerischen Ansprüchen zu genügen.

Ein Auto für Understatement-Liebhaber ist der bisher stärkste TT indes nicht. So erkennt man ihn rasch am feststehenden Spoiler, der – über die Optik mag man streiten – nun einmal den Abtrieb erhöht und somit die Fahrstabilität verbessert. Auch die typischen Oval-Auspuffendrohre sind nach alter RS-Manier gesetzt.
Innen ist analog zu den schwächeren Modellen das Elektronik-Zeitalter angebrochen. Good bye mechanische Anzeigetafel – es gibt eine durchgehende TFT-Fläche mit vielfältig konfigurierbaren Themenfeldern. So kann man die elektronische Straßenkarte als Fahrer direkt vor seine Augen holen, was die Aufmerksamkeit für die Straße erhöhen soll. Freilich haben sich die Techniker für die RS-Variante etwas Besonderes einfallen lassen und ermöglichen, auch Parameter wie Drehmoment, G-Kräfte oder Reifendruck anzuzeigen.

Mit Audi Connect geht der rasante TT online, um sich aus dem Internet mit Infos wie dem aktuellen Wetter oder Nachrichten zu versorgen. Ein auf Wunsch lieferbarer WLAN-Hotspot hält die Fahrgäste auf Draht – und natürlich besteht die Möglichkeit, Handy-Inhalte auf das so genannte Virtual Cockpit zu spiegeln. Für die Freisprecheinrichtung der offenen Ausgabe bedienten sich die Audi-Techniker eines gewissen Kniffs und brachten die entsprechenden Mikrofone in den Gurten unter. Ob man dann unter dem Getöse von Motor und Wind wirklich noch angenehm telefonieren kann, werden dann die ersten Fahrtests beweisen müssen.

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Fazit
Die Weltpremiere des Audi TT RS findet ausgerechnet in Peking statt, in einer der staureichsten Städte der Welt. Doch leistungsfähige Sportwagen werden auch im Reich der Mitte immer beliebter.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-04-24

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