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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 15. Oktober 2017

Ist der Tiguan zu groß? Und der Golf zu spießig? Mit dem T-Roc schließt VW nun die Lücke, die das starke Wachstum des Kompakt-SUV hinterlassen hat. Mit 4,23 Metern ist das kleine SUV ungefähr so lang wie ein Golf – kommt aber deutlich frischer daher.

Kurzcharakteristik: Wie viele andere VW basiert der T-Roc auf dem Modularen Querbaukasten des Konzerns, der auch bei Golf und Tiguan zum Einsatz kommt. Entsprechend bekannt ist die Grundsubstanz, vor allem was Motoren und Bedienung angeht. Trotzdem setzt der Crossover innen wie außen eigene Akzente, sei es mit der coupéhaft geschnittenen Karosserie, dem farblich abgesetzten Dach oder dem farbenfrohen, vollvernetzten Cockpit, das mit zahlreichen USB-Ports, induktivem Laden und neuen Online-Diensten ein junges Publikum locken will. Trotz der neuen Hippness bleibt der T-Roc aber vor allem ein VW, sorgfältig verarbeitet, ausgewogen zu fahren und optisch ohne Polarisierungs-Potenzial.

Karosserie: Wer will, kann den T-Roc als Golf-Derivat sehen, „Limousine“ und Kombi „Variant“ wären damit Karosserie-Alternativen. Letzterer für Kunden mit hohem Ladebedarf, ersterer für solche mit SUV-Allergie. Was das Platzangebot angeht, ist der T-Roc anders geschnitten als der Golf, bietet bei voller Bestuhlung mehr Kofferraum, aber weniger Platz im Fond. Beim maximalen Ladevolumen liegen beide Modelle gleichauf. Vorteil des Mini-SUV sind die hohe Sitzposition und die gute Sicht nach vorne.

Motoren: Die Motorenauswahl ist zunächst klein. Einstiegstriebwerk ist ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 85 kW/115 PS, der manuell geschaltet wird. Darüber rangiert ein 140 kW/190 PS starker 2,0-Liter-Turbobenziner, der serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb gekoppelt ist. Das Aggregat in der Mitte fehlt hier noch und wird erst noch nachgereicht, dürfte aber für viele Kunden das attraktivste Angebot sein: ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit Zylinderabschaltung und 110 kW/150 PS. Auch ein Diesel ist zu haben: Der 2,0-Liter-Motor kommt auf 110 kW/150 PS und verfügt wie der stärkste Benziner über Allrad und Automatik. Das Antriebsangebot dürfte in den kommenden Monaten sukzessive aufgefüllt werden.

Ausstattung: Angesichts der jüngeren Zielgruppe ist VW beim T-Roc von seiner üblichen Ausstattungs-Nomenklatur abgewichen. Statt Trendline, Comfortline und Co. gibt es nun das Basismodell „T-Roc“, das wahlweise zum eleganten „T Roc Style“ oder zum sportlichen „T-Roc Sport“ aufgewertet werden kann. Stärker als sonst bei VW üblich bestimmt die Motorleistung die Auswahl an Ausstattungslinien. Wer das „Sport“-Modell als Benziner will, muss beispielsweise den Top-Motor wählen. Den kleinen Benziner gibt es nur mit Basisausstattung oder als „Style“-Modell. Dann immerhin mit einer großen Auswahl an Lackierungen, darunter auch Zweifarb-Varianten mit schwarzem oder weißem Dach. Die „Sport“-Variante tritt gezwungenermaßen sachlicher auf – die Farbauswahl ist beschränkt, als alternative Dachfarbe steht ausschließlich Schwarz zur Verfügung. War man es von VW lange Zeit gewohnt, nahezu jede Kombination von Extras bestellen zu können, ist das beim T-Roc nicht mehr so.

Auch die Optionsliste ist etwa im Gegensatz zum Golf vergleichsweise übersichtlich und ist auf knapp zehn Seiten abgehandelt. Dafür ist die Basisausstattung bereits relativ komplett: Neben Radio und Klimaanlage zählen auch ein Spurhaltassistent und die City-Notbremsfunktion dazu. Gegen Aufpreis sind auch exotische Posten wie adaptive Dämpfer und digitale Instrumente zu haben. Viel Raum in der Preisliste nehmen die Online-Dienste ein, für die zwischen ein und drei Jahre lang nur die Mobilfunkkosten anfallen. Er will, bucht einen LTE-Stick für 150 Euro plus Mobilfunkvertrag hinzu und hat dann immer WLAN an Bord. Zehn Jahre aktiv ist der E-Call-Notrufservice, der 320 Euro kostet.

Unsere Empfehlungen:
Schick und günstig - für die Stadt: T-Roc Style, 1,0-Liter-Turbobenziner, 85 kW/115 PS, Frontantrieb, manuelles Sechsganggetriebe, Zweifarb-Metalliclack, City-Notbremsfunktion (zwangsgekoppelt mit Lederlenkrad), 23.330 Euro.
Mit viel Assistenz und Komfort - für die Langstrecke: T-Roc Style, 2,0-Liter-Diesel, 110 kW/150 PS, Allradantrieb, Siebengang-DSG, Zweifarb-Metalliclack, Active Info Display (zwangsgekoppelt mit Lederlenkrad und Top-Infotainment), City-Notbremsfunktion, Insassenschutzsystem, Verkehrszeichenerkennung (zwangsgekoppelt mit Navigation), Fernlichtassistent, DAB+-Radio, Sprachbedienung, LED-Scheinwerfer, Freisprechanlage, 37.315 Euro.
Später: Von allem etwas - Für den Allroundeinsatz: T-Roc Sport, 1,5-Liter-Turbobenziner, 110 kW/150 PS, k.A.

 

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Fazit

Mit dem T-Roc baut VW sein SUV-Angebot nach unten aus. Der kleine Crossover ist so lang wie ein Golf, aber sichtbar höher. Und auch bei Antriebs- und Ausstattungsangebot unterscheidet sich der Neue von der Kompakt-Limousine.

Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2017-10-15

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