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Testbericht

Wolfram Nickel/SP-X, 3. April 2016

Zuerst die schlechte Nachricht: Der Mitsubishi Space Star wird 1.000 bis 1.500 Euro teurer, wenn er in diesem Monat mit frischer Front- und Heckgestaltung, vor allem aber technischem Feinschliff in die deutschen Händler-Schauräume rollt. Jetzt die gute Nachricht: Bis Ende August wird der 3,80 Meter kurze Fünftürer als Einführungsedition mit 2.000 Euro Preisnachlass angeboten. So gibt es den 52 kW/71 PS leistenden Space Star 1.0 bereits ab 7.990 Euro, was ihn zu einem der billigsten Neuwagen an der automobilen Basis macht, unterboten nur von Dacia und Lada.
 
Andererseits sind Rabattaktionen seit längerem fester Bestandteil des Mitsubishi-Marketings, so dass der reguläre Einstiegspreis von 9.990 Euro für den Space Star auch nach Ende der Einführungskampagne ein Papiertiger bleiben dürfte. Unabhängig davon lässt sich der billigste Mitsubishi ebenso wie alle anderen der etwa 20 konkurrierenden Kleinstwagen durch Ausstattungspakete und einen stärkeren Motor aufrüsten. Dann kostet er als 59 kW/80 PS starker Space Star 1.2 Top mit optionaler CVT-Automatik regulär rund 17.000 Euro. Immer eingeschlossen sind übrigens beachtliche fünf Jahre Garantie.
 
Vorbei die Zeiten der billigen, aber optisch beliebigen Weltautos. Weshalb Mitsubishi seinem vor fünf Jahren als „Global Small Car“ vorgestellten Space Star ein etwas radikaleres Facelift spendierte. Statt einer freundlichen, aber wenig markanten Front zeigt der in Thailand gebaute Japaner jetzt durch einen chromumrandeten großen Kühlergrill seine Zähne aus Maschendraht. Hinzu kommen ein voluminöser auftretender vorderer Stoßfänger mit Chromeinsatz und eine ausgewölbte Motorhaube mit angedeutetem Powerdome für die unverändert harmlosen Dreizylinder. Auch hinten gibt es neben neuen Leuchten einen kräftigeren Stoßfänger. Beim Boulevardbummel auffallen soll das City-Car als Sondermodell Intro Edition außerdem durch die intensiv leuchtenden Perleffekt- und Metallic-Lackierungen Bordeaux-Rot und Cayenne-Orange.
  
Klein, aber ebenso wirkungsvoll sind die Änderungen im aufgewerteten Interieur des Space Star. Vor allem, wenn es sich um eine der beiden höheren Ausstattungen Plus oder Top handelt, für die jeweils mindestens 2.000 Euro Aufpreis gegenüber der Basislinie fällig werden. Basis bedeutet übrigens Verzicht nicht nur auf Start-Stop-System, sondern sogar auf die Gepäckraumabdeckung und die Zentralverriegelung. Schon beim Einsteigen in den aufgefrischten Mitsubishi mit jetzt größeren Ambitionen gibt es positive Überraschungen: Alle Sitzstoffe sind fühlbar hochwertiger ausgeführt und das neue, griffigere Lenkrad sieht nicht mehr ganz so billig aus dank silberner Ornamente und Klavierlackeinlagen. Statt nackter Blechflächen wie bei anderen Preisbrechern bietet dieser Asiate wenigstens Plastikverkleidungen.
 
Wichtiger sind natürlich zusätzliche nützliche Features wie das Unterflurfach im Gepäckraum, zeitgemäßes Digitalradio und ein Infotainmentsystem, das sich mit Smartphones verbindet. So lassen sich Apps über den Touchscreen oder die Sprachsteuerung des Mitsubishi bedienen und mit Tom-Tom-Navigation ist der mobile Einkaufskorb gerüstet für Shoppingtouren im Großstadtgewirr.
 
Dort bleibt der Mitsubishi weiterhin am liebsten, denn hier kann er trotz eines Längenzuwachses um neun Zentimeter seine Wendigkeit (nur 9,2 Meter Wendekreis) und die gute Übersichtlichkeit der Karosserie am besten ausspielen. Das zum Facelift feingetunte Fahrwerk bügelt Schlaglöcher und Schwellen ordentlich weg und hat sogar bei voller Beladung noch Federungsreserven. Auch mit forsch gefahrenen Kurven hat der agile Kleine kein Problem, erst bei Autobahnfahrten zeigt der Mitsubishi durch vorlaute Fahrgeräusche und geringen Abrollkomfort, dass Knauserknirpse andere Kernkompetenzen haben.
 
Immerhin macht der Space Star seinem Namen insofern Ehre, als er beim Raumangebot tatsächlich wie ein Leitstern strahlt. Um zu den größten City-Cars zu zählen, genügen ihm vier extra weit öffnende Türen, fünf Sitzplätze (wobei der mittlere Fondplatz nur ein Notsitz ist) und 235 bis 912 Liter Gepäckraum für den Großeinkauf bei einer nutzbaren Gesamt-Innenraumlänge von 2,40 Metern. Da passen Regalbretter ebenso wie zerlegte Kleiderschränke aus dem Möbelhaus.
 
Überraschendes gibt es von der Motorenfront zu vermelden: Mitsubishi verzichtet auf die sonst üblichen Verbesserungen der Verbrauchswerte. Die 1,0- und 1,2-Liter-Dreizylinder zählten allerdings mit Normwerten von 4,0 bis 4,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer schon bisher zu den Knauserkönigen. Erwähnenswert ist, dass wir trotz betont flotter Testfahrten nicht mehr als 4,9 Liter benötigten. Der Space Star verteidigt also überzeugend eine Spitzenposition unter den kleinen Kostenkillern.

Mitsubishi Space Star – Technische Daten:
 
Fünftüriger, fünfsitziger Kleinstwagen, Länge: 3,80 Meter, Breite: 1,67 Meter (mit Außenspiegeln 1,95 Meter), Höhe: 1,51 Meter, Radstand: 2,45 Meter, Kofferraumvolumen: 209-912 Liter
 
Benzin-Motoren:
1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, 52 kW/71 PS, Fünfgang-Schaltgetriebe, maximales Drehmoment: 88 Nm bei 5.000 U/min, 0-100 km/h: 13,6 s, Vmax: 172 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,2 Liter (4,0 Liter), CO2-Ausstoß: 96 g/km (92 g/km), Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B
Werte in ( ) mit Start-Stopp-System
 
1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, 59 kW/80 PS, Fünfgang-Schaltgetriebe, maximales Drehmoment: 106 Nm bei 4.000 U/min, 0-100 km/h: 11,7 s, Vmax: 180 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,1 Liter, CO2-Ausstoß: 96 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B
 
1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, 59 kW/80 PS, stufenlose CVT-Automatik, maximales Drehmoment: 106 Nm bei 4.000 U/min, 0-100 km/h: 12,8 s, Vmax: 173 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,1 Liter, CO2-Ausstoß: 95 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B

Warum: Aufgefrischter City-Flitzer zu kleinsten Kosten
Warum nicht: Vielseitigere Kleinwagen kosten kaum mehr
Was sonst: Rund 20 Wettbewerber, darunter Citroen C1, Fiat Panda, Hyundai i10, Kia Picanto, Nissan Micra, Opel Karl, Renault Twingo, smart forfour, Suzuki Celerio, Volkswagen up!
Wann kommt er: April 2016

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Fazit
Gesichtslose Kleinstwagen zu Billigpreisen genügen heute nicht mehr. Minis müssen schick sein und auch als preiswerte Cityflitzer Komfort bieten. Weshalb Mitsubishi den Space Star mit großem Grill, Chrom und Klavierlackglanz aufpoliert, vor allem aber durch ein neues Infotainmentangebot und bessere Fahreigenschaften.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-04-03

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