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Testbericht

Peter Maahn/SP-X, 2. Oktober 2018

S-PX/Paris. Um erstmals einer geschockten Öffentlichkeit die moderne Form des Bikini zu zeigen, ließ ein schlankes Model 1935 an eben dieser Stätte (fast) alle Hüllen fallen. Am Vorabend des Pariser Autosalons schrieb Mercedes im wohl berühmtesten Schwimmbad der Seine-Metropole seine eigene Enthüllungsgeschichte. Vom Tuche befreit zeigt sich die Neuauflage des GLE (früher M-Klasse) in voller Schönheit und vor allem Länge. Das Hallenbad des Molitor gegenüber des Tennisstadions Roland Garros ist heute Teil eines Luxushotels. Und dessen Manager ließen sich überreden, das Becken von allem Wasser zu befreien und das neue Luxus-SUV fotogerecht zu platzieren. Der Neue ist gegenüber dem bisherigen Modell sichtbar gewachsen, beim Radstand um gleich acht Zentimeter. Über die genaue Länge des Ur-Vaters aller Edel-SUV schweigt sich Mercedes noch aus, die Fünf-Meter-Marke ist aber sicher näher gerückt. Kein Geheimnis sind die inneren Werte des Allraders. Zwei nebeneinander montierte, 12,3 Zoll große Bildschirme ersetzen die klassischen Armaturen. Das von der A-Klasse her bekannte MBUX-System mit Bewegungserkennung bekam neue Funktionen. Vertriebsvorstand Britta Seegers nennt ein Beispiel. „Wenn der Fahrer zum Beispiel bei Nachtfahrt die Hand suchend auf den Beifahrersitz ausstreckt, erkennt die Elektronik seine Absicht und schaltet hilfreich die rechte Innenbeleuchtung ein“. Sicher wichtiger ist eine weitere Errungenschaft, die Mercedes als Weltneuheit anpreist. Ein aktives, elektronisch geregeltes Fahrwerk, bei dem jedes Rad einzeln angesteuert werden kann. Dadurch werden die Passagiere zum Beispiel bei Ausflügen ins Gelände weniger heftig durchgeschüttelt als auf solchem Terrain üblich. Sensoren lesen die Straße und ihre Unebenheiten, bereiten Räder, Dämpfer und Luftfederung auf drohende Erschütterungen vor und sorgen so für sanftes Gleiten. Die „E-Active-Body Control“ wird vom 48-Volt-Bordnetz versorgt. Außen gibt sich der neue GLE deutlich glatter als seine Ahnen, verzichtet auf die doch recht scharfen Karosseriekanten der Vorgänger. Was auch dem Luftwiderstand zu Gute kommt. Mit seinem cw-Wert von 0,29 verweist er alle vergleichbaren Rivalen in den Windschatten. Alles am Kleid des Neulings wirkt ein bisschen geschmeidiger als zuvor, was das Konzept des SUV unterstreicht. Er muss sich auch abseits fester Straßen bewähren, will aber kein lupenreiner Geländewagen sein. Andererseits erwarten die Kunden ein komfortables Reisemobil für Langstrecken mit jeder Menge Platz für Menschen und Gepäck. Und schließlich kommt der Schuss an Sportlichkeit dazu, der sich vor allem im Gesicht des GLE ablesen lässt. Kein aggressiv aufgerissenes Kühlermaul, aber markante Signatur dank der mittig miteinander verknüpften äußeren Lufteinlässe und einer nach oben gewölbten Spange mit dem Kennzeichen. Dank des großzügigeren Radstands sitzen die Fondpassagiere jetzt mit reichlich Luft zwischen Knien und Frontsitzlehne, auf Wunsch gibt es eine dritte Sitzbank. Beide hinteren Ränge sind klappbar, so dass der Gepäckraum viel von dem halten kann, was die Größe des Autos verspricht. Knapp über 2.000 Liter sind es im Zwei-Personen-Betrieb, zu Fünft unterwegs bleiben immer noch 825 Liter Stauraum. Natürlich bietet jeder Mercedes, zumal in dieser Preisklasse, eine Menge an feinen Extras und Assistenzsystemen. Wer will, kann sich in der noch nicht erschienenen Preisliste mit allem ausstatten, was hilfreich, schön und teuer ist. Und kann unter verschiedenen Motorisierungen aus dem großen Mercedes-Regal wählen. Spitzenmodell wird wohl der GLE 450. Auch ein Plug-in-Hybrid ist in Sicht. Verkaufsstart des GLE ist Anfang des nächsten Jahres. Im zum Showroom mutierten Schwimmbad zeigte Mercedes zwei weitere Neuheiten, die zuvor schon per Foto die Runde machten. Die extravagante Smart-Studie Forease und die heißeste A-Klasse, den AMG A35 4matic. Nicht fehlen beim Auto-Quartett durfte auch der 2019 erscheinende erste reine Stromer mit Stern. Das SUV EQC hatte bereits vor einem Monat in Stockholm seine Premiere. Abgetaucht und unsichtbar im Art-Deko-Bad der eigentliche Mercedes-Star der Messe: Die neue B-Klasse darf erst auf der Messe selbst das Licht der Autowelt erblicken.Gleich vier neue Modelle präsentierte Mercedes am Vorabend des Pariser Autosalons, das wichtigste war dabei der neue GLE, das zweitgrößte SUV der Marke mit dem Stern.

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Fazit

Gleich vier neue Modelle präsentierte Mercedes am Vorabend des Pariser Autosalons, das wichtigste war dabei der neue GLE, das zweitgrößte SUV der Marke mit dem Stern.

Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2018-10-02

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