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Testbericht

Wolfram Nickel/SP-X, 30. Januar 2011

Eigentlich sind sie zweisitzige Automobile in ihrer offensten und sportlichsten Form, aber bei Mercedes stehen Roadster von Beginn auch für Komfort und Ganzjahrestauglichkeit. Ganz besonders seit der Einführung der SLK-Baureihe vor 15 Jahren. Mit der Wiederentdeckung des elektrisch versenkbaren Hardtops gelang den Stuttgartern damals ein geradezu sensationeller Erfolg, der erste SLK avancierte nicht nur in Deutschland zum zeitweise meistverkauften Cabrio überhaupt. Ein Volltreffer, den die nächste SLK-Generation trotz zahlreicher Komfortinnovationen wie der optionalen Kopfraumheizung „Airscarf“ so nicht wiederholen konnte.

Mit mehr Sportlichkeit durch Designanklänge an den Supersportwagen SLS und zusätzlichem Komfort für ganzjährige Cabrio-Erlebnisse soll der am 26. März bei den deutschen Händlern eintreffende dritte SLK an die Bestsellerposition seines ersten Vorfahren anknüpfen. Außergewöhnlich sind vor allem zwei schwenkbare Plexiglas-Windschotts und das optionale Panoramadach „Magic-Sky-Control“, das sich wie sonst nur im Maybach per Knopfdruck hell oder dunkel schalten lässt. Die Triebwerkspalette umfasst zunächst drei Benziner mit 135 kW/184 PS bis 225 kW/306 PS, wird aber wenig später komplettiert durch einen 310 kW/422 PS starken AMG-V8 sowie einen 150 kW/204 PS leistenden Vierzylinder-Diesel, der erste Selbstzünder für Sportwagen mit Stern. Aber schon mit dem 1,8-Liter-Benziner ist der SLK der sparsamste Roadster seiner Klasse. Die Preisliste beginnt künftig bei 38.675 Euro, das sind nur 565 Euro mehr als für den Vorgänger berechnet wurden.

Mit maskuliner Frontgestaltung, muskulös wirkenden Flanken und Reminiszenzen an den legendären kompakten 190 SL aus den 1950er Jahren wie Lüftungsgittern mit verchromten Finnen in den vorderen Kotflügeln signalisiert der SLK mehr und stilvollere Sportlichkeit, die ihn an Rivalen wie BMW Z4, Audi TT und Porsche Boxster vorbeikatapultieren soll. Ein Eindruck, der sich im Interieur fortsetzt. Das SLK-Cockpit empfängt den Fahrer mit gebürstetem Aluminium und vier markanten Belüftungsdüsen, die an den SLS erinnern sollen. Andererseits bekommt die SLK-Besatzung an Raum und Platz deutlich mehr geboten als bei den Rivalen üblich. Bein- und Kopffreiheit sind üppig bemessen und der Kofferraum reicht mit 335 Liter Volumen bei geschlossenem Dach sogar fürs Urlaubsgepäck oder die Golfausstattung. Derzeit einzigartig ist die Palette der zur Wahl stehenden Dachvarianten: Basis ist ein in Wagenfarbe lackiertes Hardtop, optional gibt es das Dach mit dunkel getöntem Glas oder in sogenannter „Magic-Sky-Control“-Version, bei der eine in das Glas eingelassene Folie auf elektrische Spannung reagiert und das Dach auf Knopfdruck abtönt. Eine neue Ausstattung, die nicht nur in Sonnenstaaten wie Südkalifornien und Florida Liebhaber finden wird. Zugleich differenziert sich der SLK dadurch von puristischeren Wettbewerbern wie dem Porsche Boxster mit Stoffverdeck.

Während das teils optionale Sicherheitspaket im SLK alle wichtigen Ausstattungsinnovationen aus C- und E-Klasse aufgreift wie Müdigkeitserkennung, intelligentes Lichtsystem oder kameragestützte Tempolimiterkennung, sind die ebenfalls aus den anderen Baureihen übernommenen Motoren jetzt serienmäßig mit Start- Stopp-Systemen kombiniert und im Normzyklus um bis zu 25 Prozent sparsamer als die Vorgänger.

Wer den SLK in ultimativer Potenz oder in besonders genügsamer Form erleben möchte, sollte sich noch ein klein wenig gedulden: Die heiße AMG-Version geht im Sommer an den Start und sollte mit 310 kW/422 PS im Leistungswettkampf alle Wettbewerber klar distanzieren. Sparmeister unter den Roadstern könnte dagegen der erste SLK mit Dieselmotor werden, der im Herbst startet – kurz vor dem Debüt der nächsten SL-Generation.   


Mercedes setzt die Motoren auf Diät und die Passagiere unter Glas. Der neue SLK ist stärker und sparsamer als seine Vorgänger. Und er wartet mit einer echten Innovation auf.

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Fazit
Mercedes setzt die Motoren auf Diät und die Passagiere unter Glas. Der neue SLK ist stärker und sparsamer als seine Vorgänger. Und er wartet mit einer echten Innovation auf.

Quelle: Autoplenum, 2011-01-30

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