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auto-reporter.net, 2011-09-06

„Formel E“ – 30 Jahre Volkswagen-Spritspartechnologie

Testbericht

Wird von Start-Stop-Systemen, erhöhter Verdichtung, längerer Übersetzung oder Aerodynamik-Optimierung gesprochen, denkt man fast unweigerlich an ein aktuelles Fahrzeug. Doch Volkswagen führte dies alles bereits vor 30 Jahren in der Großserie ein. Die Formel E, 1981 erstmals präsentiert, begründete die Vorreiterrolle von VW in der Entwicklung von Spritspartechnologien. Die heutige BlueMotion-Technologie ist der vorläufige Höhepunkt.

Das Formel-E-Konzept war damals für Polo, Derby, Golf, Jetta, Passat und Santana optional erhältlich. Verbrauchstests der Fachpresse zeigten schnell, dass der Name zu Recht das „E“ für Economy trug. So stellte das Fachmagazin „auto motor und sport“ in ausgedehnten Vergleichsfahrten mit allen Formel-E-Modellen signifikante Verbrauchseinsparungen von bis zu zwei Litern gegenüber den herkömmlich ausgerüsteten Modellen fest.

Ein umfangreiches Maßnahmenpaket aus innermotorischen, getriebeseitigen und aerodynamischen Modifikationen trug zu dem deutlich reduzierten Spritverbrauch bei. Die erhöhte Verdichtung steigerte die Effizienz bei den Benzinmotoren, außerdem wurde der höchste Gang länger übersetzt; der Schalthebel trug ein orangefarbenes „E“, wo sonst eine 4 oder 5 zu lesen war. Passat und Santana erhielten 4 E-Schaltboxen, die die Motordrehzahl im größten Gang um bis zu 25 Prozent verringerten. Sie erreichten ihre Höchstgeschwindigkeit nun im vierten Gang. Polo, Derby, Golf und Jetta erhielten 3 E-Getriebe mit einem lang übersetzten vierten Gang. Golf und Jetta in der ohnehin äußerst genügsamen 54-PS-Diesel-Ausführung waren ebenfalls als Formel E erhältlich.

Die Detailverbesserungen in der Aerodynamik umfassten beim Golf den größeren Bugspoiler des GTI und glatte Kunststoffabdeckungen an den A-Säulen. Passat und Santana bekamen den größeren Frontspoiler der Fünfzylinder-Ausführungen.

Ebenfalls verfügbar war für diese Modelle auch die herausragendste Neuerung: eine Start-Stop-Anlage. Über eine Taste am Scheibenwischerhebel ließ sich der Motor abschalten. Wurde bei getretener Kupplung das Gaspedal betätigt, startete er sofort wieder. Um den Fahrer stets über den aktuellen Verbrauch zu informieren und ihn für einen effizienten Gasfuß zu sensibilisieren, verfügten alle Formel-E-Fahrzeuge über eine kombinierte Schaltverbrauchsanzeige in der Armatureneinheit, Fahrer der Dieselmodelle bekamen die Schaltpunkte angezeigt.

Der Formel E folgten mit Golf III Ecomatic oder dem Lupo 3L TDI weitere automobile Meilensteine auf dem Weg zur heutigen, überaus erfolgreichen BlueMotion-Technologie. (Auto-Reporter.NET/br)      

Quelle: auto-reporter.net, 2011-09-06
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