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Testbericht

Stefan Grundhoff, 20. März 2013
Ford legt nach. Mit dem Einstiegsmodell des Kuga 1.6 Ecoboost will man gegen die günstigen Varianten von VW Tiguan, Toyota RAV4 und Hyundai ix35 punkten.

Beim Ford Kuga 1.6 Ecoboost macht erst einmal der Preis die Musik. Für 20.990 Euro bieten die umtriebigen Kölner ihren Einstieg in die begehrte SUV-Liga an. Bis der kleine Bruder Ford EcoSport, der in Südamerika längst ein Bestseller ist, zum Jahresende auch bei uns auf den Markt kommt, die günstigste Möglichkeit seinen Offroad-Gefühlen freien Lauf zu lassen. Für unwegsames Terrain ist der Basis-Kuga jedoch nicht der richtige. Der sinnvolle Allradantrieb bleibt der stärkeren Benzinervariante mit 182 PS vorbehalten oder man entscheidet sich gleich für die besonders beliebten Diesel.

Wer sich für den Ford Kuga 1.6 Ecoboost entscheidet, möchte daher in erster Linie das gute Platzangebot nutzen, höher sitzen und sich mit dem Charme eines Crossovers schmücken, um sich von der breiten Automasse abzuheben. Die Motorleistung von 110 kW / 150 PS und 240 Nm zwischen 1.600 und 4.000 U/min maximalem Drehmoment genügt den Ansprüchen an eine preiswerte Einstiegsversion. Der 1,6 Liter große Vierzylinder beschleunigt den 1,6 Tonnen schweren Fronttriebler in 9,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 197 km/h. Der kleine Hubraum des Vierzylinders macht sich zusammen mit der Turboaufladung positiv im Normverbrauch bemerkbar: 6,6 Liter Super auf 100 Kilometern.

In engen Kurven und bei nassem Untergrund machen sich an der Vorderachse schon einmal störende Antriebskräfte bemerkbar. Da machen die Allradversionen des Ford-Crossovers einen ausgewogeneren Eindruck. Etwas mehr Rückmeldung von der Fahrbahn würde sich der Fahrer auch von der Kuga-Lenkung wünschen. Das können andere Ford-Produkte deutlich besser. Gut abgestuft und passend auf den drehfreudigen Vierzylinder-Turbo abgestimmt ist das manuelle Sechsgang-Getriebe.

Der Innenraum des 4,52 Meter langen Ford Kuga zeigt Licht und Schatten. Das Platzangebot vorne und hinten überzeugt vollends. Gleiches gilt für die Praktikabilität, denn überall gibt es Ablagen und die Rückbank klappt mit einem Griff locker nach vorn um. So vergrößert sich der Laderaum von 406 auf bis zu 1.653 Liter. Die Zuladung liegt bei 520 Kilogramm. Ebenfalls praktisch ist die elektrische Heckklappenbedienung, die das Be- und Entladen nicht nur für klein gewachsene SUV-Fans deutlich erleichtert. Die Neigung der Rückenlehne im Fond lässt sich variieren. Bequemer für die Insassen könnten jedoch die ausziehbaren Kopfstützen sein, deren wichtigste Bedeutung es zu sein scheint, bei Nichtgerbrauch zu verschwinden.

Die Bedienung des Ford Kuga mit der zerstreuten Schalterflut auf der Mittelkonsole kann ebenso wenig überzeugen wie die kleinen Bildschirme zwischen den Runduhren der Instrumente und in der Mitte des Armaturenbretts. Auch der Materialmix an Konsolen und Verkleidungen könnte für ein Auto dieser Klasse wertiger sein. Für den Preis von 20.990 Euro ist der Ford Kuga 1.6 Ecoboost in der Basisversion Trend mit einer ordentlichen Serienausstattung unterwegs. So gibt es ab Werk unter anderem Bordcomputer, Klimaanlage, Sportsitze, Soundsystem, Tempomat, 17-Zoll-Alufelgen und Nebelscheinwerfer. Sinnvolle Extras bleiben Xenonlicht (960 Euro), Fahrerassistenzpaket (1.300 Euro) und die elektrische Heckklappe (370 Euro). So viel SUV für so wenig Geld gibt es selten.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2013-03-20

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