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Testbericht

Stefan Grundhoff, 30. Oktober 2012
Ford will seinem Portfolio mehr Kontur verleihen. Nach dem Ford Kuga kommt im ersten Quartal 2014 ein kleiner Crossover-Bruder namens Ecosport. In Brasilien ist der City-Klettermaxe seit Jahren ein Bestseller.

Mehr als 700.000 verkaufte Modelle sprechen eine deutliche Sprache. Der Erfolg des Ecosport in Südamerika und der zunehmende Trend zu kleinen Crossovern in Europa hat die Ford-Manager erst spät auf den Plan gerufen. Die zweite Generation des Ford Ecosport, die seit ein paar Wochen auf dem brasilianischen Heimatmarkt ist, kommt auch nach Deutschland - leider erst 2014. Dabei werden die kleinen Crossover gerade immer beliebter. Aktuell mischt Opel mit dem neuen Mokka die Klasse der urbanen City-Geländewagen auf. Wo sich bisher allein Nissan Juke, Skoda Yeti und Mini Countryman tummelten, wird es bald deutlich voller. Volkswagen bringt im Herbst kommenden Jahres eine Crossover-Variante des Polo und Ford startet in den ersten Monaten des Jahres 2014 mit einem kleinen Bruder des Kuga. Auch aus Japan und Korea folgen neue Konkurrenten.

Der Ecosport basiert technisch auf den Ford-Modellen B-Max und Fiesta. 4,24 Meter lang präsentiert er sich im aktuellen Ford-Markengesicht mit kernigen Formen, markanter Front und sogar einem aufgesetzten Ersatzrad an der links angeschlagenen Hecktür. Hinter ihr befindet sich ein Laderaum von 362 bis 705 Litern. Schade, dass der Ecosport so lange auf sich warten lässt, denn hier hätte sich Ford früher als die Konkurrenz ein dickes Stück vom leckeren Segment-Kuchen der City-Crossover anschneiden können. In Brasilien war der Ecosport, dessen vorherige Generation stark an den Ford Fusion erinnerte, lange Zeit ohne echte Konkurrenz. In Deutschland wäre das kaum andere gewesen.

Aus den Straßen der großen brasilianischen Städte ist der Ford Ecosport nicht hinwegzudenken. 2,52 Meter langer Radstand, knapp 20 Zentimeter Bodenfreiheit und auf Wunsch einen Allradantrieb - das würde auch dem geneigten Europäer gut schmecken. Das Platzangebot ist vorne wie hinten großzügig, wenngleich der lange Radstand den Ford Ecosport von der Seite etwas unförmig wirken lässt. Die Verarbeitungsqualität kann dabei aktuell nur südamerikanische Ansprüche befriedigen. Wenn der Ecosport nach Europa kommt, reicht die graue Plastikorgie an Armaturenbrett, Verkleidungen und Türen kaum aus, um Eindruck zu schinden. Das Cockpit entspricht mit dem 3,5 Zoll großen Infodisplay und den Schaltern weitgehend dem von Fiesta und B-Max.

Bei den Motoren wird es für den deutschen Markt moderne Diesel- und Benzinmotoren mit Turboaufladung geben. Auch der Dreizylinder mit einem Liter Hubraum kommt in verschiedenen Leistungsstufen im Ford Ecosport. In Brasilien hat der Kunde nur die Wahl zwischen einem 115 PS starken Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum und einer Zweiliter-Version mit 104 kW / 141 PS und knapp 190 Nm. Das Topmodell ist auf Wunsch auch mit einem Automatikgetriebe und standesgemäßen Allradantrieb zu bekommen. Doch selbst das zwei Liter große Topmodell ist alles andere als dynamisch unterwegs. Das Fahrwerk ist straff, die Lenkung könnte jedoch direkter sein. Bei den Bremsen fehlt der rechte Biss. Dafür ist das Geräuschniveau zumindest bis zum mittleren Drehzahlniveau angenehm gering.

Die betagte Fünfgang-Handschaltung verhindert auf der Autobahn ein geringes Geräuschniveau des Vierzylinders und die Fahrleistungen sind angesichts von Hubraum und Leistung alles andere als berauschend. So benötigt der Südamerikaner für den Spurt 0 auf 100 km/h fast elf Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeriegelt. Auch der Verbrauch sorgt kaum für hoch gezogene Augenbrauen. Unter acht Litern ist der Ecosport 2.0 kaum zu bewegen. Der Preis für das Basismodell Ford Ecosport 1.6 liegt in Brasilien bei umgerechnet 19.000 Euro. In Deutschland sollte der Ford Ecosport ähnlich sein. Für unter 20.000 Euro dürfte es jedoch mehr Ausstattung und insbesondere eine umfangreichere Sicherheitsausstattung geben. Mit ESP, Airbags, ABS und Einparkhilfe allein ist in Europa kein Staat zu machen.
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Quelle: Autoplenum, 2012-10-30

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