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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 24. März 2021

SP-X/Köln. Der Ford Ka war ein quirliger Kleinstwagen, dem man die enge Verwandtschaft mit dem Fiat 500 nicht auf den ersten Blick ansah. Während der Cinquecento weiter munter seine Runden dreht, nahm Ford den Ka 2016 aus dem Programm. Sein Nachfolger war seitdem bis 2020 der Ka+, der außer dem Namen nicht viel mit dem Fahrzeug ohne Pluszeichen gemein hat. Das zeigt sich auch beim TÜV.Karosserie und Innenraum: Auch wenn der 3,93 Meter lange Ka+ dem Namen nach an seinen Vorgänger erinnert: Die Ähnlichkeiten hören bereits bei Bezeichnung auf. Der Ka+ basiert auf der Plattform des Fiesta, bietet also mehr Platz als der nur 3,62 Meter lange Ka. Auch optisch geht der Ka+ andere Wege. Statt niedlich-rundlich fährt er nüchtern-sachlich vor. Dazu gibt es statt drei immer fünf Türen. Die Fondtüren erlauben ein bequemes und verrenkungsfreies Ein- und Aussteigen. Das Platzangebot auf den hinteren Plätzen ist – zumindest für zwei Personen – recht ordentlich. Hinzu kommt ein Kofferraum, der seinen Namen durchaus verdient. Zwischen 270 und 849 Liter Gepäckvolumen weisen die technischen Daten aus. Dazu gibt es eine im Verhältnis 60:40 teilbare Rücksitzlehne. Die Interieursgestaltung des Kleinwagens ist einfach und kommt ohne viel Chi-Chi aus. Wer einen volldigitalen Tacho oder ein großes Infotainment-System sucht, ist fehl am Platz. Ein einfaches, aber gut bedienbares Cockpit, viele Ablagen, ordentliche Sitze und gute Verarbeitung sind seine Stärken. Anfang 2018 erhielt der Ka+ ein Facelift, das vor allen Dingen durch eine Überarbeitung der Frontpartie auffällt. Ford nimmt zudem die Crossover-Version Ka+ Active, mit etwas mehr Bodenfreiheit und ein wenig Kunststoff-Beplankung aufwartet, ins Programm.Motoren und Antrieb: Zum Marktstart ist das Motorenangebot übersichtlich. Ein 1,2-Liter-Vierzylinder ist in den Ausbaustufen mit 52 kW/70 PS und 63 kW/85 PS erhältlich. Beide Triebwerke sind Sauger. Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 159 und 169 km/h, der Spurt auf Tempo 100 dauert zwischen 13,3 und 15,5 Sekunden. 2018 macht der Vierzylinder Platz für einen fast gleich großen Sauger-Dreizylinder. Die Leistung der zwei angebotenen Triebwerke bleibt gleich, auch beim Verbrauch und Spurtvermögen ändert sich nicht viel.

Zwischen 2018 und 2019 steht zudem ein 1,5-Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS zur Wahl. Dieser benötigt im Schnitt 3,7 Liter und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h. Allen Motoren gemeinsam ist die Art der Kraftübertragung: Sie erfolgt ausschließlich über ein manuelles Fünfganggetriebe an die Vorderräder.Ausstattung und Sicherheit: Der Ka+ verfügt in der Basis (2016 ab knapp 10.000 Euro) unter anderem über vordere elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ESP und sechs Airbags. Radio und Klimaanlage musste der Erstbesitzer dazubuchen. Mehr Komfort gibt es mit der Ausstattungsline Cool & Sound. Klima- und eine Musikanlage sowie das Ford-Konnektivitätsystem Sync sind hier an Bord. Beim NCAP-Crashtest erzielte der Ka+ eine drei-Sterne-Bewertung.Qualität: Der Wechsel zur Plattform des Fiesta hat dem Ka+ gutgetan. Anders als der Ka schlägt sich der Ka+ beim TÜV bislang fast ohne Fehl und Tadel. Im Schnitt liegt er auf dem Niveau aller untersuchten Fahrzeuge. Fahrwerk, Bremsen sowie Auspuffanlage und Ölverlust hakt der TÜV-Prüfer meist ohne Beanstandungen ab. Kritik gibt es oftmals an den Einstellungen des Abblend- und Hecklichts.

Fazit: Die Basisvariante kostete 2016 knapp 10.000 Euro. Für einen gut ausgestatteten KA+ mit dem 85 PS-Motor musste man rund 14.000 Euro anlegen. Auf den Gebrauchtwagen-Portalen zeigt sich der Kleinwagen recht preisstabil. Frühe Exemplare stehen ab rund 6.500 Euro zum Verkauf.

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Fazit

Der Ford Ka+ ist größer und geräumiger als sein Vorgänger ohne das + im Namen. Schlägt er sich auch besser beim TÜV?

Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2021-03-24

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