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Testbericht

Sebastian Viehmann, 29. Februar 2012
Paukenschlag in Genf: Ferrari zeigt seinen neuen Boliden F12 Berlinetta. Der schnellste Serien-Ferrari aller Zeiten wiegt so viel wie ein Kompaktwagen und wird von einem 740 PS starken V12-Motor angetrieben. Die Fahrleistungen sind gigantisch.

Plötzlich sieht der Ferrari 599 GTB Fiorano ganz schön alt aus. Sein Nachfolger heißt F12 Berlinetta, hat 120 Pferdchen mehr im Stall und bringt 100 Kilo weniger auf die Waage. Gleichzeitig ist er mit 4,62 Metern ein Stückchen kürzer und einen Hauch schmaler als der 599. Der Radstand wurde ebenfalls reduziert, um ein agileres Kurvenverhalten zu erreichen. Optisch orientiert sich der neue Zwölfzylinder-Renner an den Formen des Ferrari FF, das Styling übernahm Ferraris Designabteilung zusammen mit Pininfarina. Die wohlproportionierten Kotflügel fließen in einer S-förmigen Linie bis zum Heck, in den stark betonten Kotflügeln sitzen lang geschlitzte Scheinwerfer mit vertikalen LED-Leisten.

Der F12berlinetta – so die offizielle Schreibweise - ist in drei Schichten in der Farbe "Rosso Berlinetta" lackiert. Der Wagen ist auf einem Spaceframe-Chassis aufgebaut, die Karosserieteile bestehen aus zwölf verschiedenen Aluminium-Legierungen. So hat sich laut Ferrari die Steifigkeit der Karosserie um 20% im Vergleich zum 599 erhöht, gleichzeitig sank das Leergewicht des Wagens auf 1525 kg. Die Gewichtsverteilung ist leicht hecklastig (46% vorn und 54% hinten). Nach langwierigen Tests im Windkanal konnten die Ingenieure den Anpressdruck des Wagens stark vergrößern, dabei half auch das Design der Motorhaube. Durch die so genannte Aero Bridge, die Luft von der Haube zu den Flanken umleitet, wird Auftrieb reduziert.

Das Herzstück des F12 ist natürlich sein Front-Mittelmotor. Der hinter der Vorderachse platzierte Zwölfzylinder-Saugmotor hat 6262 ccm Hubraum und leistet 740 PS. Vom maximalen Drehmoment (690 Nm) stehen 80% bereits ab 2500 Touren zur Verfügung, der Drehzahlbegrenzer beschwert sich erst bei 8700 Touren. Das Leistungsgewicht liegt bei 2,1 kg pro PS. Von 0 auf 100 km/h stürmt der Ferrari in 3,1 Sekunden, für die 200 auf dem Tacho muss man gerade einmal 8,5 Sekunden einplanen. Der Top Speed ist erst jenseits von 340 km/h erreicht.

Damit der Pilot die geballte Kraft bändigen kann, erhält der F12 das komplette Handling-Paket inklusive Sperrdifferenzial, F1-Traktionskontrolle und adaptivem Fahrwerk. Keine schlechte Idee sind auch die Karbon-Keramikbremsen, die bei hohen Temperaturen durch geöffnete Luftleitelemente gekühlt werden. Auf der hauseigenen Ferrari-Rennstrecke Fiorano soll der F12 bereits sämtliche Rekorde für Seriensportwagen aus Maranello gebrochen haben.

Trotz der Höchstleistung will Ferrari den Verbrauch im Vergleich zum 599 um ein Drittel reduziert haben, was potenzielle Käufer freilich weit weniger interessieren dürfte als die feine Lederausstattung und die Karbonzierteile im Cockpit. Am unten abgeflachten Lenkrad im F1-Stil sitzt neben dem Startknopf der Drehschalter für die verschiedenen Fahrprogramme. Wer sich seiner Sache auf der Rennstrecke ganz sicher ist, kann ESP und Traktionskontrolle (bei Ferrari heißt das System CST) komplett ausschalten.

Auf dem Genfer Salon (8. bis 18. März) wird der F12berlinetta erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Was der Wagen kostet und wann er auf den Markt kommt, haben die Italiener noch nicht preisgegeben. Einen prall gefüllten Sparstrumpf braucht man in jedem Fall - der Vorgänger 599 GTB Fiorano kostet bereits 247.500 Euro.
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Quelle: Autoplenum, 2012-02-29

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