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Testbericht

Stefan Grundhoff, 11. April 2008
Daihatsu ist auf dem Weg zur Trendmarke. Nach dem Spaßroadster Copen und dem Mini-SUV Terios darf sich die Damenwelt auf einen echten Trendsetter für die City freuen – den neuen Daihatsu Trevis.

Der Trevis sieht so knackig aus wie sein Name vermuten lässt: Kurz, knackig und chic mit einem kräftigen Schuss Retro-Design geht er ab September auf Kund(inn)enfang. Der selbst deklarierte Nachfolger des Ur-Minis kommt aus Japan, ist 3,41 Meter lang und ein Schmaus für die Augen. Von vorne dem Mini wie aus dem Gesicht geschnitten, erinnert das Heck eher an die zeitlosen London-Taxis. Technisch basiert der Trevis auf dem Daihatsu Cuore. Doch während der mittlerweile 4,5 Millionen Mal verkaufte Cuore eher auf kantige Formen setzt, liebt der Trevis das Barocke.

Gitterkühlergrill, Chrom und Kulleraugen – welche Frau mag dazu schon nein sagen? Auf der Düsseldorfer Kö drehten sich bei unserer Ausfahrt jedenfalls mehr Passanten nach dem 800 Kilogramm schweren Winzling um, als nach einem Aston Martin Vanguish – das will schon etwas heißen.

Wer den Trevis will, kauft ihn so wie er ist. 58 PS stark, 160 km/h schnell, mit fünf Türen und überraschend viel Platz im Innenraum. Der Trevis ist hoch gebaut mit großen, nahezu senkrechten Fensterflächen. Das wird die Kinder auf dem Rücksitz freuen und sorgt für eine exzellente Übersicht aus der ersten Reihe. Auch 1,90 Meter große Fahrer sitzen - abgesehen von der kurzen Sitzfläche - noch recht bequem und auch im Fond kann man überraschend gut Platz nehmen.

Der Clou: Die hinteren Türen öffnen nahezu im 90-Grad-Winkel. Einsteigen ist ebensowenig ein Problem, wie das Plazieren der kleinen Racker im Kindersitz. Die Daihatsu-Ingenieure müssen gerade bei Details viel Gehirnschmalz verbraucht haben. Praktisch sind die zahlreichen Ablagen und die beiden ausfahrbaren Getränkehalter im Armaturenbrett. Das Kofferraumvolumen liegt bei sparsamen 167 Litern. Wer die Rückbank umlegt, dem stehen dann aber immerhin 420 Liter zur Verfügung.

Bei Antrieb und Fahrwerk erlaubt sich der Daihatsu Trevis ebenfalls keine großen Schwächen. Für den Antrieb sorgt der ein Liter große Dreizylinder, der auch den Cuore antreibt. 43 kW/58 PS und 91 Nm reichen, um im Alltag flott unterwegs zu sein. "In Asien wird der nahezu baugleiche Daihatsu Miragino mit einem 660 Kubikzentimeter großen Dreizylinder mit gleicher Leistung angeboten", sagt Ralf Piotraschke von Daihatsu Deutschland. Nur wenige Kunden werden die modernere 70-PS-Version des Einliter-Triebwerks vermissen, die im Daihatsu Sirion arbeitet.

Wer die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erklimmen möchte, sollte allerdings Zeit mitbringen. Ab Tempo 120 tut sich nicht mehr viel – weder im vierten noch im endlos lang übersetzten fünften Gang. Dafür verbraucht der Trevis gerade mal 4,8 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometern.

Das Fahrwerk kann - abgesehen von der direkten Lenkung - nur eingeschränkt überzeugen. Die Bauhöhe von 1,50 Meter sorgt zusammen mit der schmalen Spur und den dünnen 155er Reifen dafür, dass der Trevis allzu schnell ins Wanken gerät. Bei schnellen Lastwechseln ist auch wegen des nicht lieferbaren Stabilitätsprogramms Vorsicht angebracht. Bei kurzen Bodenwellen und flottem Tempo gerät der Retro-Daihatsu ebenfalls schnell aus der Ruhe und gibt unangenehme Vibrationen an die Passagiere weiter.

In der Innenstadt schlägt dagegen seine große Stunde. Wendig und übersichtlich passt er in fast jede Lücke. Der Wendekreis liegt bei beachtlich knappen 8,80 Metern. Das ganze Cityvergnügen kostet mit kompletter Ausstattung 10.990 Euro. Ab Werk bietet der Daihatsu Trevis bereits elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Soundsystem und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Wenn das zusammen mit dem coolen Design mal kein Angebot ist ...
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Quelle: Autoplenum, 2008-04-11

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