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Testbericht

Michael Kirchberger/SP-X, 15. Mai 2012

Neben Jeep Wrangler und Land Rover Defender gehört die Mercedes G-Klasse zu den letzten Offroad-Dinosauriern. Auch nach dem aktuellen Facelift bleibt der Allrader seinen klassischen Tugenden treu – auch wenn es einige sanfte Modernisierungen gibt. Nichts hingegen ändert sich am hohen Preisniveau. Während der einzige Diesel im Programm, der G 350 Bluetec mit 85.311 Euro noch vergleichsweise zivil eingepreist ist, schießt das Spitzenmodell G 65 AMG für 264.180 Euro weit über die Horizonte normalverdienender Geländewagenfahrer hinaus.

Äußerlich bleibt die G-Klasse fast die alte. An der kastenförmigen Karosserie ändern sich lediglich zwei Details. Zum einen gibt es nun Außenspiegel mit integrierten Blinkern, zum anderen LED-Tagfahrlichter. Stärker modernisiert wurde der Innenraum, wo sich nun unter anderem ein überarbeitetes Armaturenbrett sowie eine neue Mittelkonsole mit einem großen Farbbildschirm finden. Zudem halten neue Technik-Features Einzug, etwa ein Internetanschluss, Sprachsteuerung sowie Assistenten wie ein Kollisionswarner und ein Totwinkelassistent. Unverändert bleibt die Offroadtechnik mit Allradantrieb, drei Differentialsperren und Reduktionsgetriebe.

Die herkömmlichen G-Versionen gibt es mit zwei Motor-Varianten, den G 350 Bluetec mit einem 154 kW/211 PS starken V6-Diesel und den G 500 mit einem 5,5-Liter-V8, der satte 285 kW/387 PS liefert. Damit ist der unbeladen 2.530 Kilogramm schwere Viertürer (alternativ wird ein Cabrio angeboten) flott unterwegs. Noch zügiger kommen die beiden AMG-Modelle voran. Sie geben sich mit größeren Rädern und martialischen Lufteinlässen am Bug zu erkennen. Der trainierte V8 im 63 AMG bringt es auf 400 kW/544 PS, der V12 im 65 AMG sogar auf 450 kW/612 PS Leistung. Beide arbeiten mit doppelter Turboaufladung und markieren die Leistungsspitze unter den Off-Roadern dieser Welt. Allerdings auch beim Spritdurst:  13,8 und 17 Liter Superbenzin für 100 Kilometer geben häufigen Anlass für Tankstellen-Aufenthalte.

Trotz seiner kernigen Geländeeigenschaften ist die G-Klasse kein klassisches Arbeitstier – für den strapaziösen Einsatz in Feld und Wald wären knapp 100.000 Euro in der Regel eine zu hohe Investition. Die Kundschaft sitzt daher weniger in Förstereien oder auf Reiterhöfen, sondern eher in boomenden Metropolen im nahen und ferneren Osten. 6.000 G-Klassen fanden zuletzt ihren Weg zu Oligarchen oder Emiren.

Auch nach 33 Jahren Bauzeit macht der Mercedes G-Klasse im Gelänge so leicht keiner etwas vor. Bei der nun abgeschlossenen Verjüngungskur konnte man sich daher auf Details beschränken. Trotzdem gibt es einen neuen Superlativ.

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Fazit
Auch nach 33 Jahren Bauzeit macht der Mercedes G-Klasse im Gelänge so leicht keiner etwas vor. Bei der nun abgeschlossenen Verjüngungskur konnte man sich daher auf Details beschränken. Trotzdem gibt es einen neuen Superlativ.

Quelle: Autoplenum, 2012-05-15

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