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Testbericht

15. Oktober 2014
Stuttgart, 15. Oktober 2014 - Es gibt nur sehr wenige Autolegenden, die optisch fast unverändert über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten und mehr gebaut wurden. Spontan fallen dazu der VW Käfer ein, der Lada Niva, der Land Rover Defender - und die Mercedes G-Klasse. Diese feiert nun ihren 35. Geburtstag. Kooperation mit Steyr-Puch Die Entwicklung des Mercedes-Geländewagens begann 1972 mit einer Kooperation zwischen Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch in Graz. Im Lastenheft der Ingenieure stand nicht nur die Geländegängigkeit im Vordergrund, sondern auch, dass die Karosserie auf der ganzen Welt einfach repariert werden kann. Dadurch bekam das G-Modell seine schnörkellose, kantige Form. Station Wagon und Cabrio Im Jahr 1979 kam der Große dann auf den Markt. Zunächst gab es vier Motorisierungen vom 240 GD mit 72 PS bis zum 280 GE mit 185 PS. Es gab nicht nur einen "Station Wagon" mit kurzem und langem Radstand, sondern auch ein Cabrio. Später wurde auch noch ein Kastenwagen und ein Pick-up aufgelegt, beide konnten sich aber nicht durchsetzen. Das konnte man von den anderen Varianten nicht behaupten: Schon bald zeigte sich, dass es kaum Hindernisse gab, vor denen der Mercedes kapitulieren musste. Eine Geländeuntersetzung und zuschaltbare Differenzialsperren für Vorder- und Hinterachse halfen beim Vorankommen.
Top-Version mit 612 PS Nicht nur als Kraxelkünstlerin im Gelände wurde die G-Klasse bekannt, sie behauptete sich auch als Rallyeauto, Papamobil und Nobelschlitten. Im Lauf der Jahre wurde der Geländewagen immer mehr verbessert und die Baureihe gesplittet: Nun gibt es Nutzfahrzeuge für Behörden, Kommunen und das Militär, sowie "zivile" Modelle mit PKW-Innenraum und viel Luxus. Dabei hat sich der Anschaffungspreis im Lauf der Jahre nicht gerade nach unten verändert. Das billigste G-Modell ist derzeit ein G 350 BlueTec mit 211 PS für bereits stolze 87.066 Euro. Das obere Ende markiert der G 65 AMG, dessen Zwölfzylindermotor gewaltige 612 PS und 1.000 Newtonmeter Drehmoment herbeischafft. Um den Koloss zu besitzen, muss man 268.345 Euro beim Benz-Händler abgeben. Edle Edition-Modelle Nun wird der im Wortsinne markante Mercedes 35 Jahre alt. Ein Ende wird ihm oft prophezeit, aber absehbar ist es nicht. Die Verträge mit Magna-Steyr in Graz, wo die G-Klasse vom Band rollt, laufen bis zum Jahr 2020. Zum Jubiläum gibt es nun ein Sondermodell mit dem Namen "Edition 35". Es ist als G 350 BlueTec und als G 500 bestellbar. Erkennbar ist die Editions-Auflage an schwarz glänzenden 18-Zöllern und einer auffälligen Zweifarblackierung in schwarz und weiß. Wer es dezenter mag, kann die Karosserie auch komplett in Schwarz bestellen. Ab Werk dabei ist das Sport-Paket, das unter anderem mit AMG-Kotflügelverbreiterung und beim G 500 mit Sportauspuff aufwartet. Dazu gehören auch Chromeinlagen im Kühlergrill, Chromrahmen um die Sitzverstellschalter und um die Lautsprecher. Zweifarbiges Leder und Kontrastnähte Für den Innenraum kann aus zwei Lederausstattungen gewählt werden, ebenfalls entweder zweifarbig oder einfarbig. In beiden Fällen kontrastieren rote Ziernähte. Um Streicheleinheiten fürs Auge sorgen auch eine belederte Instrumententafel, ein AMG-Lenkrad, schwarzer Klavierlack und ein dunkler Innenhimmel. Der spezielle G 350 BlueTec kostet 101.031 Euro, der G 500 in der Edition 35 ist ab 112.812 Euro zu haben.
Otto fährt 900.000 Kilometer um die Welt Und es gibt eine weitere besondere G-Klasse zum Jubiläum. Das Unikat heißt "Otto" und ist jener 300 GD, mit dem Gunther Holtorf und seine inzwischen verstorbene Frau Christine im Jahr 1988 zu einer Weltreise aufbrachen. Ziel war es, möglichst alle Länder dieser Erde zu besuchen. Rund 26 Jahre, knapp 900.000 Kilometer und 215 bereiste Länder später pilotierte Gunther Holtorf den G zurück in die schwäbische Heimat. Das Marathonmobil erhält einen Platz im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim, wo es ab dem 21. Oktober 2014 zu bewundern ist. Als Weltrekordler wird "Otto" auch bei Guinness World Records verewigt. Verstärkte Federn, sonst original Gut 250.000 der knapp 900.000 Kilometer legte der 300 GD abseits befestigter Wege zurück. Auf Schotter- oder Wellblechpisten, im Schlamm, auf Schlaglochstrecken oder felsigen Kletterpassagen im Hochgebirge. Dazu musste Otto auch durch alle Klimazonen - von der gnadenlosen Wüstenglut bis hin zu arktischer Kälte. Dabei hatte das Expeditionsmobil immer mit Übergewicht zu kämpfen: Inklusive Lebensmitteln, Reservekanistern, Werkzeug, Bergeausrüstung, Ersatzteilen und Reserverädern brachte das Expeditionsmobil satte 3,3 Tonnen auf die Waage - gut 500 Kilo­gramm mehr als das zulässige Gesamtgewicht. Allein 400 Kilogramm wurden aufs Dach gepackt. "Eigentlich war der G immer überladen, deshalb hatten wir verstärkte Federn und Schlechtwege-Stoßdämpfer eingebaut", so Holtdorf. Ansonsten entspricht "Otto" bis heute dem Serienstand. Der komplette Antriebsstrang mit 88-PS-Dieselmotor, Getriebe und Achsen ist noch original. Weder Rahmen noch Karosserie hätten Ermüdungserscheinungen gezeigt. Wanderausstellung durch ganz Europa Bevor "Otto" seinen endgültigen Platz im Mercedes-Benz Museum erhält, wird er ab Ende Februar 2015 noch einmal für zwei Jahre auf Reisen geschickt - durch die Mercedes-Benz Center und Niederlassungen in Deutschland und Europa. Eine speziell für das Fahrzeug entwickelte Wanderausstellung begleitet "Otto" und erzählt von seinen interessantesten Stationen.
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Quelle: auto-news, 2014-10-15

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