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Testbericht

Patrick Broich/SP-X, 10. März 2014

Der Volkswagen E-Golf kommt auf die Straße, und mit dem Projekt beweisen die Wolfsburger, dass sie durchaus in der Lage sind, alternativ angetriebene Fahrzeuge in der Großserie herstellen zu können. Mit 85 kW/115 PS ist der 34.900 Euro teure 1,5-Tonner ordentlich motorisiert und mitnichten ein Verkehrshindernis. Wer in seiner Garage, am Arbeitsplatz oder in Wohnnähe die Möglichkeit hat, den Lithium-Ionen-Akku wieder aufzuladen, kann mit dem Stromer durchaus leben. Seine Reichweite beträgt theoretisch 190 km, aber je nach Wetterlage - schließlich benötigen auch Heizen oder Kühlen Strom - kann der nächste „Tankstopp“ deutlich früher erforderlich sein. Eine im Vergleich zu den konventionell angetriebenen Brüdern verbesserte Aerodynamik, rollwiderstandsoptimierte Reifen sowie Feinschliff bei den elektrischen Verbrauchern (serienmäßige LED-Scheinwerfer sparen Strom) unterstützen beim Umgang mit der wertvollen Energie. Geladen werden kann entweder ganz simpel per Steckdose oder mittels installierbarer Wallbox in der heimischen Garage. So ist eine Reduktion der Ladezeit von 13 auf acht Stunden möglich. Wer eine der noch seltenen Schnellladestationen erwischt, bekommt binnen 30 Minuten 80 Prozent Akkukapazität, was allerdings verschleißfördernd ist.

Wer sich dagegen für den Plugin-Hybriden GTE entscheidet, muss keine leere Batterie fürchten: In diesem Fall fährt der Kompakte einfach hybridisch weiter. Mit einer Systemleistung von 150 kW/204 PS könnte der GTE auch für umweltbewusste GTI-, zumindest jedoch GTD-Anhänger in Frage kommen. Mit einem Standard-Sprint auf 100 km/h binnen 7,6 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 217 Sachen macht der elektrifizierte Golf einen quirligen Eindruck – den sportlichen Motorsound liefert ein Generator. Im Gegenzug soll der Hybrid mit nur 1,5 Litern Sprit je 100 km auskommen, was in der Praxis aber nur funktioniert, wenn man von der Lademöglichkeit häufig Gebrauch macht und behutsam fährt. Im Elektromodus geht es nicht schneller als 130 km/h vorwärts und maximal 50 Kilometer weit. Bei Beschleunigung mit schwerem Gasfuß, also bei Kickdown-Aktivierung, springt der 1,4 Liter große Direkteinspritzer in die Bresche.

Von den Fahrleistungen des GTE können die Käufer des elektrischen Golf natürlich nur träumen, doch mit 10,4 Sekunden bis 100 km/h ist er ein angenehmer Alltagsbegleiter. Bei 140 Kilometern in der Stunde ist jedoch Schluss, schon alleine wegen des sonst explodierenden Energie-Verbrauchs. Und das ist derzeit eben noch das größte Problem von Elektro-Fahrzeugen.

Nach langen Ankündigungen bringt Volkswagen nun E-Golf und Golf GTE auf den Markt. Während der rein elektrische Kompakte eine eher eingeschränkte Zielgruppe ansprechen dürfte, ist der Plugin-Hybrid GTE in vollem Maße alltagstauglich.

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Fazit
Nach langen Ankündigungen bringt Volkswagen nun E-Golf und Golf GTE auf den Markt. Während der rein elektrische Kompakte eine eher eingeschränkte Zielgruppe ansprechen dürfte, ist der Plugin-Hybrid GTE in vollem Maße alltagstauglich.

Quelle: Autoplenum, 2014-03-10

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