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Testbericht

Sebastian Viehmann, 16. November 2010
Der Chrysler-Konzern präsentiert seine Modellpalette für 2011. Insgesamt neun Autos gehen bei Dodge und Chrysler an den Start – wirklich neue Modelle sind aber Mangelware.

„Grab life by the horns“ lautet das Motto von Dodge – pack‘ das Leben bei den Hörnern. Das haben die Designer und Entwickler offenbar getan, seit der Fiat-Konzern bei Chrysler und damit auch bei Dodge die Regie übernommen hat. Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch im wörtlichen: Das prägnante Widder-Logo am Kühlergrill ist bei allen neuen Modellen verschwunden und wurde durch einen simplen Dodge-Schriftzug am Grill ersetzt. Offenbar bleibt der Widderkopf dem Pick-Up Ram vorbehalten. Der heißt nämlich nicht mehr Dodge Ram, sondern wird vom Chrysler-Konzern mittlerweile unter einer eigenen Marke namens Ram Truck verkauft.

Doch auch ohne Hörner wollen die Amerikaner Dodge als sportliche, jugendliche und aggressiv angehauchte Marke präsentieren. „Ein Auto sollte eine Persönlichkeit haben, kraftvoll sein und Spaß machen“, sagt Markenchef Ralph Gilles. Das werde man nun bei allen Dodge-Modellen vom Minivan bis zum SUV wiederfinden. Wirklich neue Modelle sind bislang allerdings kaum in Sicht, die bestehende Palette wird abgesehen vom Chrysler 200 und der neuen Generation des Dodge Durango lediglich einer Frischzellenkur unterzogen.

Den Dodge Charger für das Modelljahr 2011 hatten die Amerikaner bereits vor einigen Wochen vorgestellt, und der gibt auch die Marschrichtung vor: In jedem Dodge steckt ein kleines Musclecar. Das sieht man am besten beim bulligen SUV Durango, der mit seiner extrabreiten Chromfront und dem vierteiligen Maschengrill wie eine SUV-Version des Charger wirkt. Der Durango hat drei Sitzreihen, Interieur und Fahrwerk sollen neue Maßstäbe setzen. Unter der Haube stehen Chryslers frisch entwickelter Pentastar V6-Motor mit 290 PS und 3,6 Litern Hubraum sowie der altbekannte Hemi-V8 mit 5,7 Litern Hubraum und 360 PS zur Auswahl. Allradantrieb ist optional erhältlich.

Beim kleineren Dodge Journey fallen die Designänderungen weniger ins Auge. Auch beim Journey wurde das Fahrwerk modifiziert, Top-Motorisierung ist der 283 PS starke V6. Cockpit und Interieur unterscheiden sich stark vom Vorgängermodell, es gibt mehr Zierteile und ein rundlicher geformtes Armaturenbrett. Gestrafft wurde auch die Motorenpalette des Dodge Grand Caravan, dem Schwestermodell des Chrysler Grand Voyager, der in den USA wiederum Chrysler Town Country heißt. Bislang gab es für den Dodge Grand Caravan drei verschiedene V6-Motoren, die nun alle durch den Pentastar-V6 ersetzt werden. Neu an Bord ist ein System für den Dachgepäckträger, bei dem sich die beiden Querträger mit wenigen Handgriffen in den Längsträgern versenken lassen. Das verbessert die Aerodynamik, wenn der Dachträger nicht benutzt wird.

Das Musclecar Dodge Challenger erfreut sich auch im Modelljahr 2011 bester Gesundheit, es bringt als SRT-8 satte 470 PS auf die Straße. Ebenfalls am Leben bleibt der Mittelklassewagen Dodge Avenger. Die optischen Änderungen des Avenger halten sich in Grenzen. Der Wagen hat einen 2,4-Liter Benzinmotor mit 173 PS unter der Haube, alternativ steht ein V6 mit 283 PS zur Verfügung.

In Zukunft werden sich die Marken Dodge und Chrysler stärker voneinander abheben. Das Chrysler-Design ist ruhiger und dezenter als der aggressive Auftritt von Dodge. Die Chrysler-Modelle sollen in Deutschland übrigens unter dem Lancia-Label verkauft werden. Das betrifft sowohl den Minivan Grand Voyager als auch den Chrysler 300 als Flaggschiff der Marke sowie die neue Mittelklasselimousine Chrysler 200. Dabei dürfte es sich um eine Weiterentwicklung des Sebring handeln. Die Amerikaner versprechen ein rundum besseres Auto. „Der neue Chrysler 200 bietet Zuverlässigkeit, Leistung, Komfort, Sicherheit, Sparsamkeit und Stil – Schönheit gepaart mit Substanz“, betont Chrysler-Chef Olivier Francois.

Gerade vom Innenraum-Ambiente erwarten die Kunden eine ganze Menge. „Chryslers Problem war nie das Design, sondern die Ausführung. Die Interieurs waren billig und hatten mehr Hartplastik als Gartenmöbel von Wal-Mart“, befindet Scott Burgess, Kolumnist bei der Zeitung Detroit News. Das dürfte sich nun ändern. Chrysler verspricht den Einsatz von hochwertigeren Materialien mit „Soft-Touch“-Feeling, Ambiente-Beleuchtung und viele weitere Verbesserungen.

Unter der Haube des Chrysler 200 stecken die gleichen Motoren wie beim Dodge Avenger (Vierzylinder mit 173 PS oder V6 mit 283 PS). Das Fahrwerk wurde völlig neu entwickelt. Das Basismodell kostet in den USA 19.995 US-Dollar (zuzüglich der je nach Bundesstaat unterschiedlichen Mehrwertsteuer), umgerechnet sind das rund 14.700 Euro. Eine naheliegende Spekulation haben die Amerikaner schon bestätigt: Es wird den 200 auch als viersitziges Cabrio geben. Wann die Chrysler-Modelle unter dem Lancia-Label in Deutschland erscheinen und was sie kosten, ist noch nicht bekannt.
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Quelle: Autoplenum, 2010-11-16

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