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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 7. Mai 2014

Den 30. Geburtstag der Hochleistungs-Limousine M5 feiert BMW nun mit einem Sondermodell. Der auf 300 Stück limitierte M5 „30 Jahre M5“ ist mit seiner auf 441 kW/600 PS erhöhten Leistung das stärkste Fahrzeug in der Geschichte der Marke. Neben der PS-Spritze gibt es zahlreiche optische und technische Modifikationen.

Die Mehrleistung von 40 PS gegenüber dem Standard-M5 (25 PS gegenüber dem M5 mit optionalem „Competition-Paket“) resultiert vor allem aus der Erhöhung des Turbo-Ladedrucks beim unverändert 4,4 Liter großen Biturbo-V8. Das maximale Drehmoment wächst von 680 auf 700 Nm. Für die Kraftübertragung an die Hinterräder kommt ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen zum Einsatz, das den 4,91-Meter-Boliden in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt (Standard-M5: 4,3 Sekunden). Die Höchstgeschwindigkeit bleibt allerdings wie bei deutschen Premium-Herstellern üblich zunächst auf 250 km/h beschränkt, optional lässt sie sich aber auf 305 km/h anheben. Als Verbrauch nennt der Hersteller 9,9 Liter, was exakt dem Wert des Standardmodells entspricht. Allerdings erfüllt der Geburtstags-M5 bereits die Abgasnorm Euro 6.

Neben dem Motor wurde auch das Fahrwerk geändert. Straffere Federn und Dämpfer, eine um zehn Millimeter abgesenkte Karosserie sowie eine modifizierte Lenkung sollen einen noch dynamischeren Fahreindruck vermitteln. Zudem ist die ESP-Abstimmung im per Schalter anwählbaren Dynamic-Modus nun noch lässiger.

Äußerlich wurde der Geburtstags-M5 mit nahezu allem veredelt, was das markeneigene Individualisierungsprogramm „Individual“ hergibt. Dazu zählen eine Sonderlackierung in Mattsilber, dunkles Chrom an Niere, Auspuff und Kotflügel-Kiemen sowie 20-Zoll-Bicolor-Räder und ein großflächig mit dunklem Alcantara veredelter Innenraum. Zur Ausstattung zählt außerdem eine Highend-Audioanlage, wahlweise von Harman Kardon oder Bang & Olufsen. Preise nennt der Hersteller noch nicht, der normale M5 kostet ab 103.500 Euro.

Erstmals vorgestellt wurde die starke Limousine 1985. Die Entwicklung startete aber bereits ein Jahr zuvor, was BMW als tatsächliche Geburtsstunde des Modells wertet. Als Motor fungierte damals ein aus dem BMW M1 übernommener 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit 210 kW/286 PS. Insgesamt 2.200 Exemplare wurden bis Ende 1987 gebaut. Die aktuelle, fünfte Generation ist seit 2011 auf dem Markt.

Ein schnödes Allerwelts-Sondermodell wäre zum runden Geburtstag eines Linke-Spur-Klassikers wie des BMW M5 wohl etwas zu wenig. Die Münchner legen daher gleich eine Edition auf, die das Konzept des Standardmodells noch einmal auf die Spitze treibt.

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Fazit
Ein schnödes Allerwelts-Sondermodell wäre zum runden Geburtstag eines Linke-Spur-Klassikers wie des BMW M5 wohl etwas zu wenig. Die Münchner legen daher gleich eine Edition auf, die das Konzept des Standardmodells noch einmal auf die Spitze treibt.

Quelle: Autoplenum, 2014-05-07

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