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Testbericht

8. Mai 2007
Wolfsburg, 8. Mai 2007 – Der Golf ist Deutschlands bestverkaufter Auto-Hit. Erst kürzlich lief das 25millionste Exemplar vom Band. Nach dem klassischen Golf, dem Golf Plus und dem CrossGolf folgt nun mit dem Golf Variant am 1. Juni 2007 die bereits vierte Single-Auskopplung aus dem Erfolgsalbum „Golf“. Wir haben die Kombiversion des Verkaufsschlagers in Wolfsburg getestet. VW-untypische Rückleuchten Auf den ersten Blick wirkt der Raum-Golf richtig schick. Seine Front haben die Volkswagen-Designer vom Jetta übernommen. Die Dachlinie fällt nach hinten ab und die Seitenscheiben verjüngen sich, sodass der Variant sehr sportlich wirkt. Die Heckansicht des in Mexiko gefertigten Modells ist allerdings recht gewöhnungsbedürftig. Wirkt der große Golf von vorne schmal und sportlich, ist das Hinterteil optisch doch eher etwas breiter geraten. Vor allem die seitlich weit nach vorne gezogenen Rückleuchten sind eher VW-untypisch und erinnern in der Rückansicht an die eines Porsche Cayenne. Von der Seite betrachtet nehmen sie Anleihen beim T-Modell der Mercedes E-Klasse. Sehr schick dagegen ist die schwarze Dachreling, die auf Wunsch ohne Mehrpreis erhältlich ist. Erfreulich niedriger CO2-Wert Unter der Haube unseres Testwagens verrichtet der 140 PS starke TSI-Twincharger-Motor seine Arbeit. Dank Direkteinspritzung und Doppelaufladung per Turbolader und Kompressor generiert er die Leistung aus nur 1,4 Litern Hubraum. Mit 220 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt der Kombi in 9,5 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 205 km/h. In der Praxis verrichtet der 1.4-TSI-Motor seine Arbeit tadellos. Die Kraft ist völlig ausreichend, um auch mit voller Besatzung beim Überholen nicht zu verhungern. Zwischensprints erledigt der Wolfsburger ohne zu Murren und die Fahrgeräusche im Innenraum halten sich beim Beschleunigen in Grenzen. Volkswagen gibt einen Durchschnittsverbrauch von 7,1 Litern pro 100 Kilometer an, während unserer Testfahrten verbrauchte der Variant im Schnitt 8,4 Liter. Recht erfreulich ist der C02-Wert von 169 Gramm pro Kilometer.

Kurven nimmt er in beachtlichem Tempo Analog zur Gesamtbaureihe kommt auch im Golf Variant eine Federbeinachse vorn beziehungsweise eine Mehrlenker-Hinterachse zum Einsatz. Beide sind auch auf schwerere Lasten ausgerichtet. Die maximale Zuladung beträgt bis zu 622 Kilogramm, beim 22 Zentimeter längeren VW Passat Variant sind es dagegen nur 557 Kilogramm. Dem Fahrverhalten schadet dies allerdings nicht. Den Golf Variant als sportlich knackigen Kombi zu betiteln, wäre zwar vermessen, dennoch ist er alles andere als eine weiche Komfortsänfte. Kurven nimmt der Wolfsburger für einen Familien-Kombi in beachtlichem Tempo und auch abrupte Lenkbewegungen bringen ihn nicht zum Wanken. Gewohnte VW-Kost Der Innenraum des Kombis bietet gewohnte VW-Kost. Und die ist nicht unbedingt für ihre Extravaganz bekannt. Viel schwarzes Plastik und – in unserem Fall – Alu-Applikationen schaffen ein schlichtes, aber trotzdem elegantes Interieur. Die Sitze bieten erstaunlich viel Seitenhalt und sind auch auf längeren Strecken bequem. In der Einstiegsversion Trendline gehören ESP, sechs Airbags, 16-Zoll-Leichtmetallräder, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, der doppelte Ladeboden im Kofferraum und die asymmetrisch geteilt umklappbare Rücksitzbank zum serienmäßigen Lieferumfang. Wolfsburger Ladewunder Das dritte Golf-Variant-Modell ist im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich gewachsen. Mit einer Länge von 4,55 Metern und einer Breite von 1,78 Metern ist der geräumige Kombi um 15,9 beziehungsweise um 4,6 Zentimeter größer geworden. Gegenüber dem klassischen Schrägheck-Golf hat der Variant bei gleichem Radstand von 2,58 Metern um 35,2 Zentimeter an Länge zugelegt. Diese Zuwächse kommen besonders dem Ladevolumen zugute. Bei Beladung bis zur Fensterkante finden 505 Liter Gepäck im Kofferraum Platz. Wird die Rückbank umgelegt und die Fracht bis unters Dach gestapelt, sind es respektable 1.550 Liter. Sein Vorgänger bot maximal nur 1.470 Liter Stauraum. Dank der maximalen Durchladebreite von 1,04 Metern lässt sich im neuen Golf Variant rein theoretisch auch eine Industriepalette transportieren.

Ab 18.875 Euro Ganz in gewohnter Manier des Golf als Volks-Wagen ist das Einstiegsmodell des Variant recht günstig. 18.875 Euro sind für den 102-PS-Benziner mit Fünfgang-Schaltung fällig. Die von uns getestete 140-PS-TSI-Variante kostet mit sechs von Hand geschaltenen Gängen 22.700 Euro. Opel will für den Astra Caravan mit ebenfalls 140 PS 19.190 Euro, Renaults 135 PS starker Mégane Grandtour steht für 21.950 Euro bei den Händlern und der Skoda Octavia 2.0 FSI mit 140 PS schlägt mit 22.390 Euro zu Buche
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltgetriebe
Motor Bauart:V-Ottomotor
Hubraum:1.390
Anzahl Ventile:16
Anzahl Zylinder:4
Leistung:103 kW (140 PS) bei UPM
Drehmoment:220 Nm bei 1.500 - 4.000 UPM
Preis
Neupreis: 22.700 € (Stand: Mai 2007)
Fazit
Der neue Golf Variant ist im Alltagsgebrauch ein unauffälliger, aber getreuer Gefährte. Sei es der Besuch bei den Schwiegereltern, der Geschäftstermin oder die Fahrt in die Ferien mit der gesamten Familie: Der große Golf dürfte alle Aufgaben souverän meistern. Vor allem das gestiegene Ladevolumen wird ihn bei Familien oder Sportlern mit sperrigem Gepäck besonders beliebt machen und dafür sorgen, dass der Deutschen liebstes Auto auch weiterhin ein Verkaufsschlager bleiben wird. Lediglich die für VW untypische Rückansicht ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2007-05-08

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