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Testbericht

Alexandra Felts/SP-X, 28. Juni 2011

Der neue Lancia Ypsilon ist vielleicht schon so etwas wie der letzte seiner Art. Er ist kein umetikettierter Chrysler, sondern stammt tatsächlich noch aus der einst großen italienischen Autoschmiede. Auch in anderer Hinsicht hat er einen guten Ruf zu bewahren: Als Y10 in den achtziger und neunziger Jahren war er einer der ersten Premium-Kleinwagen, der schönes Design und viel Ausstattung zu einem angemessenen Preis bot.

Entsprechend selbstbewusst startet die allerneueste Generation mit einem Basispreis von 12.500 Euro in ihr Modellleben. Schließlich sind ihm die heutigen Verfolger – auch konzernintern mit dem Alfa Mito und dem Fiat 500 – dicht auf den Fersen. Lancias Kleinster, der sich eine Plattform mit dem Cinquecento und dem Panda teilt und wie der 500 im polnischen Tychy gebaut wird,  ist erstmals ausschließlich als Fünftürer erhältlich, wobei die Griffe der Fondtüren wie bei Alfa Romeo unauffällig in der C-Säule untergebracht sind. Neben typisch italienischem Design und guter Verarbeitung, hat der Ypsilon zum Serienstart drei Motorenvarianten im Angebot. Für Vortrieb sorgt in der Basisversion ein 51 kW/69 PS-Vierzylinder mit 1,2 Litern Hubraum. Weit bulliger ist der 0,9-Liter-Zweizylinder-Turbo mit 63 kW/85 PS. Als Diesel ist ein kräftiger Vierzylinder mit 70 kW/95 im Angebot.

Der Ypsilon ist in drei Ausstattungsvarianten erhältlich: Silber, Gold und Platinum. Wobei die Edelmetall-Topversion mit dem 0,9-TwinAir-Aggregat schon 18.400 Euro kosten wird. Über das angepeilte Volumen des Lifestyle-Stadtwagens schweigt sich Lancia noch aus, aber die meisten Verkäufe erwartet man wohl in der Gold-Ausstattung (u.a. mit Klimaanlage), die je nach Motorisierung, mit 13.000 bis 15.000 Euro zu Buche schlägt.

Zur Serienausstattung aller Ypsilon zählt auch ein abschaltbares Start-Stopp-System mit dem sich die Verbräuche laut Hersteller zwischen 3,8 l/100 km und 4,9l/100 km bewegen sollen. Dagegen müssen Klimaanlage und Radio zumindest in der Basisversion extra bezahlt werden.

Es geht mal wieder um alles bei Lancia. Der Ypsilon ist zum Erfolg verdammt, wenn die italienische Ur-Marke eine Überlebenschance haben will. Mit diesem Druck geht der Kleine schon mal ganz souverän um.

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Fazit
Es geht mal wieder um alles bei Lancia. Der Ypsilon ist zum Erfolg verdammt, wenn die italienische Ur-Marke eine Überlebenschance haben will. Mit diesem Druck geht der Kleine schon mal ganz souverän um.

Quelle: Autoplenum, 2011-06-28

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