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Testbericht

16. Dezember 2009
Turin (Italien), 16. April 2009 - Rund eine Million Käufer haben sich seit 2001 für einen Fiat Doblò entschieden. Nach neun Jahren Bauzeit mit einem Facelift im Jahr 2005 steht nun die zweite Generation des Hochdachkombis in den Startlöchern. Hat die Neuauflage des Familien-Italieners das Zeug, an die Erfolge anzuknüpfen? Wir sind den Doblò 1.6 Multijet 16V mit 105 PS starkem Turbodiesel gefahren. Immer mit zwei Schiebetüren Auch wenn die Grundform weitgehend beibehalten wurde, so ist der Doblò doch ein völlig neues Fahrzeug. Lediglich drei Prozent der Teile wurden vom Vorgänger übernommen. Von außen fallen jetzt ein großer Kühlergrill, stark betonte Kotflügel und eine nach hinten ansteigende Fensterlinie auf. Der Einstieg in den Fond erfolgt bereits ab der Basisversion über zwei serienmäßige Schiebetüren. Länger, breiter, höher Der Doblò ist deutlich gewachsen: in der Länge um 13 Zentimeter auf jetzt 4,39 Meter, in der Breite um elf Zentimeter auf stattliche 1,83 Meter und in der Höhe um knapp drei Zentimeter auf 1,85 Meter. Die größeren Außenmaße sollen vor allem den Passagieren zugute kommen: Viel Platz für bis zu sieben Personen und gleichzeitig jede Menge Stauraum - das war das Entwicklungsziel von Fiat. Vorne geräumig, hinten eng Fahrer und Beifahrer können sich entsprechend bequem ausbreiten. In der zweiten Sitzreihe nehmen problemlos drei Passagiere nebeneinander Platz, die Beinfreiheit fällt hier allerdings eher knapp aus. Der Doblò lässt sich statt als Fünf- auch als Siebensitzer ordern. Die beiden zusätzlichen Sessel sind höchstens für Kinder, nicht jedoch für Erwachsene geeignet: Selbst bei einer Körpergröße von nur 1,73 Meter konnte der Verfasser dieser Zeilen seine Beine nur mit großer Mühe hinter die Lehnen der zweiten Sitzreihe zwängen.

Viel Stauraum Dafür punktet der Doblò mit einem äußerst großzügigen Gepäckabteil. Es ist dank niedriger Ladekante gut zugänglich und bietet in der fünfsitzigen Konfiguration bereits 790 Liter Stauraum. Mehr Platz entsteht durch Umlegen der hinteren Rücklehnen. Bei nach vorne geklappten Fondsitzen wächst das Volumen auf stolze 3.200 Liter an. Leider lässt sich die zweite Sitzreihe nicht komplett ausbauen. Dies ist lediglich bei den beiden hinteren Sesseln des Siebensitzers möglich. Nutzfahrzeugvariante Doblò Cargo Wer den Italiener gewerblich nutzen will, kann alternativ zum Doblò Cargo greifen. Die Nutzfahrzeugversion ist mit geschlossenem oder halb verglastem Lieferraum, mit Hochdach sowie als fünfsitziger Combi erhältlich. Vom Doblò Cargo gibt es jeweils auch 4,74 Meter lange Karosserievarianten mit gestrecktem Radstand. Ein Benziner und drei Diesel Zum Marktstart wird der Doblò in vier Motorisierungen angeboten: Neben einem 95-PS-Benziner stehen drei Diesel-Versionen bereit - mit 90, 105 und 135 PS. Bis auf den kleinsten Selbstzünder erfüllen die Aggregate die Euro-5-Norm. Sparsamste Variante ist der 1.3 Multijet 16V, der sich mit 4,9 Liter Diesel begnügen soll. Alle Triebwerke werden zudem serienmäßig mit einem Start-Stopp-System kombiniert. Dieses arbeitet auch bei niedrigen Temperaturen recht zuverlässig. Der Anlassvorgang selbst geht sanft und zügig vonstatten.

105 PS reichen aus Der 105 PS starke 1.6 Multijet 16V ist für den Hochdachkombi ein solider und absolut ausreichender Antrieb. Der Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung arbeitet nicht gerade leise, sorgt aber dank 290 Newtonmeter Drehmoment für ordentlichen Vortrieb. Mit einem Normverbrauch von 5,2 Liter auf 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 138 Gramm je Kilometer präsentiert sich der Doblò den Herstellerangaben zufolge durchaus umweltbewusst. Sicher kein Sportler Eine Höchstgeschwindigkeit von 164 km/h sowie ein Beschleunigungswert von 13,4 Sekunden auf Tempo 100 sind zwar nicht gerade sportlich, eine allzu dynamische Fahrweise sollte man vom Doblò aber insgesamt nicht erwarten. Bei zügiger Kurvenfahrt neigt der Wagen zum Untersteuern, dank der hohen Karosserie gerät er zudem leicht ins Wanken. ESP ist allerdings immer mit an Bord. Das Fahrwerk ist bei Fiat traditionell eher weich abgestimmt. Dennoch werden Querrillen recht deutlich an die Insassen weitergereicht. Ab 15.500 Euro Nach Deutschland kommt der neue Doblò am 27. Februar 2010. Die genauen Preiskalkulationen für den hiesigen Markt stehen noch aus. Der Einstieg wird wohl bei 15.500 Euro für den 1,4-Liter-Benziner liegen. Der günstigste Diesel dürfte rund 2.000 Euro mehr kosten. Die Serienausstattung umfasst unter anderem sechs Airbags, ein zweifarbiges Armaturenbrett und elektrische Fensterheber vorne. In der nächsthöheren Variante "Dynamic" gibt es zusätzlich eine Klimaanlage, ein CD-Radio sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel. Die Top-Ausstattung "Emotion" kommt mit getönten Heckscheiben, Nebelscheinwerfern, einer Dachreling, einer Einparkhilfe für hinten und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Zum Preis von rund 700 Euro ist zudem ein TomTom-Navigationssystem erhältlich, das mit dem Blue&Me-Infotainmentsystem inklusive Freisprecheinrichtung kombiniert wird.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Schaltgetriebe
Motor Bauart:Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung und Common-Rail-Direkteinspritzung
Hubraum:1.598
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:77 kW (105 PS) bei UPM
Drehmoment:290 Nm bei 1.500 UPM
Fazit
Der neue Fiat Doblò ist für Familien konzipiert, die viel Platz zum fairen Preis-Leistungs-Verhältnis haben wollen. Das liefert der Fünfsitzer allemal. Die Beinfreiheit ist allerdings in der zweiten und besonders in der (optionalen) dritten Sitzreihe eingeschränkt. Dafür gibt es ein richtig großes Gepäckabteil. Erfreulich sind der serienmäßige Einsatz des Start-Stopp-Systems und die damit - besonders bei den Dieseln - günstigen Verbrauchswerte.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2009-12-16

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