BMW X4 - Der fünfte X bei BMW?
Testbericht
Schickt BMW nach dem Erfolgsquartett X5, X3, X6 und X1 bald auch noch einen X4 ins Rennen? Ganz unwahrscheinlich ist der Gedanke an einen kleinen Sport-Crossover mit Coupé-Genen nach Vorbild des BMW X6 nicht.
Der Erfolg des BMW X6 hat in diesem Ausmaß alle Beteiligten überrascht. Im Hause BMW gaben viele dem Coupé-Bruder des etablierten BMW X5 vom Start weg eine gute Chance. Aber dass der X6, der nach wie vor ohne echte Konkurrenz auf dem Weltmarkt unterwegs ist, derart einschlagen würde, hatte selbst im Vierzylinder am Münchner Petuelring kaum jemand auf dem Plan. Ursprünglich sollte sich die Produktion von X5 und X6 im Werk Spartanburg / South Carolina ungefähr im Verhältnis 10:1 aufteilen. Nach mittlerweile mehr als 110.000 X6-Fahrzeugen verkaufen sich die beiden Brüder X5 und X6 im Verhältnis 4:1. Im Gegensatz zum X5 rollt der coupéartige X6 zumeist mit Topmotorisierungen und Komplettausstattung aus den internationalen Verkaufsräumen.
Kein Wunder, dass sich mit den großen Erfolgen der Bayern-Crossover X1 und dem neuen X3 weitere Spekulationen um ein X-Modell Nummer 5 mit der Bezeichnung X4 nähren. Unterstützt dadurch, dass auch der für Sommer 2011 angekündigte Range Rover Evoque als Drei- und Fünftürer kommen wird. Während der Dreitürer bereits vorgestellt wurde, dürfte die fünftürige Einstiegsvariante in die Range-Rover-Familie auf der Los Angeles Motorshow Mitte November seine offizielle Premiere feiern. Audi werkelt mit Hochdruck am neuen kleinen Crossover Q3, der in Martorell produziert wird und Porsche macht kein Geheimnis mehr daraus, dass unterhalb des Cayenne noch ein SUV mit Projektnamen „Cajun“ folgen wird.
BMW hat insbesondere in den USA und Asien noch viel vor. Gerade erst erweiterten die dynamischen Bayern die Jahresproduktion im SUV-Werk Spartanburg von 150.000 auf 240.000 Fahrzeuge pro Jahr. Eine flexible Produktionsanlage macht hier zukünftig vieles möglich. Nachdem die Modelle X5 und X6 bereits seit längeren in den Südstaaten der USA produziert werden, hat nun auch der bisher bei Magna Steyr in Graz vom Band laufende X3 seinen Weg nach South Carolina gefunden. Die technische Basis des neuen X3 gäbe eine weitere X-Version namens X4 her. Um sich deutlich von X3 und dem kleinen X1 abzusetzen, dürfte ein X4 ähnlich wie der X6 besonders sportlich geschnitten sein. Vernunft und Raumangebot wären im Vergleich zu Design, Antrieb und Fahrdynamik nachrangig. Wahrscheinlich wäre sogar, dass der X4 nur mit drei Türen Realität würde. Allradantrieb und kraftvolle Motoren wären in dieser Klasse selbstverständlich. Eine Entscheidung in Richtung pro oder contra ist wohl noch nicht gefallen, doch die Chancen auf eine Umsetzung des X4-Projekts stehen nicht schlecht. Schließlich könnte auch die M-GmbH die ein oder andere Sportversion gut gebrauchen. Hier dürfte der BMW X3 M ab 2012 den Anfang machen.




























