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Testbericht

Alexandra Felts/SP-X, 16. Juli 2012

Selbst für ein Unternehmen wie Audi, das ein Rekordergebnis nach dem anderen einfährt, haben die Preise für Toplagen in den Metropolen allmählich die Schmerzgrenze erreicht. Zumal, wenn hinter den Schaufenstern immer mehr Modellvarianten und Nischenprodukte Platz finden müssen. Das ist die handfeste Begründung hinter einem innovativen Konzept, das nicht nur raumsparend ist, sondern die Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Marke dank Multimediatechnologie persönlicher und lockerer gestalten soll als in herkömmlichen Autohäusern.

Dieses Zukunftsprojekt mit dem Namen Audi City feiert am 16. Juli im Herzen der Olympiastadt London - nahe Picadilly Circus - Premiere. Die nächsten geplanten Showrooms sind Beijing und Berlin-Adlershof. Ein Besuch im begehbaren Modell in Ingolstadt offenbart die markantesten Unterschiede zum herkömmlichen Autohaus: keine geparkte Flotte, keine Verkaufstische. Nur ein Modell steht in der Lounge-artigen Architektur, die an drei Seiten von bespielbaren Videoleinwänden dominiert wird, dazu eine Couchecke. Vor einer Wand, die einem Computerdisplay ähnelt, kann man sich hinstellen und mit kleinen Gesten das Menü steuern: das abgebildete Auto drehen, die Türen aufmachen, den Innenraum aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Es ist, als wäre man in die Software seines Smartphones oder Tablets geschlüpft.  

In einem diskreten, aber transparent gestalteten Nebenraum kann der Kunde dann zur Tat schreiten. Statt Ausstattungsbroschüren wälzen zu müssen, werfen Beamer im Maßstab 1:1 das gewünschte Auto an die Wand. Mit einer Berührung der Displays stellt man Motorvarianten, gewünschte Assistenzsysteme, Ausstattungselemente wie Farben und Materialien zusammen. Die Leistungsdaten sowie den Preis der Auswahl kann man sofort ablesen. Reale Muster zum Anfassen gibt es aber auch beim vom Rechner gesteuerten Autokauf noch.

Anschließend erhält man vom Verkäufer, der jetzt Kunden-Manager heißt, einen kleinen Datenstick für den häuslichen Computer; diese Informationen werden zugleich bei Audi mit Kundenkennung gespeichert. Das Händlernetz wird in das Konzept der Audi City eingebunden, dort wo traditionell Wartung und Betreuung stattfinden.

Die Schöpfer der virtuellen Autostadt, Sven Schuwirth, Leiter Marken- und Vertriebsentwicklung in Ingolstadt, und Floris Dreesman, als Architekt für den baulichen Auftritt von Audi zuständig, hatten die Idee passenderweise bei einem Kaffee. "Allein für ein Modell hat der Kunde heute rund 3,3 Millionen Ausstattungsmöglichkeiten", beschreibt Schuwirth die Qual der Wahl, die den noch unschlüssigen Käufer erwartet. Schwellenangst vor der virtuellen Autowelt erwartet der Vertriebsmann nicht: "Wir haben die jüngsten Kunden im Premiumsegment und die sind den täglichen Umgang mit aktuellsten Technologien vertraut." Jetzt kommt es nur noch darauf an, die virtuelle mit der realen Welt zu verknüpfen.

Nie wieder dicke Broschüren wälzen und überbeflissene Verkäufer abwimmeln müssen? Audi probt das völlig neue Autokauf-Erlebnis mit virtuellen Darstellungen und Touchscreens - als wäre man in sein eigenes iPad geschlüpft. Der erste Showroom dieser Art feiert jetzt im Herzen Londons Premiere.

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Fazit
Nie wieder dicke Broschüren wälzen und überbeflissene Verkäufer abwimmeln müssen? Audi probt das völlig neue Autokauf-Erlebnis mit virtuellen Darstellungen und Touchscreens - als wäre man in sein eigenes iPad geschlüpft. Der erste Showroom dieser Art feiert jetzt im Herzen Londons Premiere.

Quelle: Autoplenum, 2012-07-16

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