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Testbericht

Stefan Grundhoff, 25. April 2016
Audi verleiht seinem TT endlich die lang erwarteten Fünfzylinderflügel und adelt ihn zum 400 PS starken TT RS - offen die geschlossen eine Versuchung.

Auf der Peking Motorshow feiert der stärkste Serien-TT aller Zeiten als Coupé und Roadster seine doppelte Weltpremiere. "Der neue Fünfzylinder-Motor aus Aluminium leistet 400 PS und damit 60 PS mehr als sein Vorgänger", so Audi-Entwicklungsvorstand Dr.-Ing. Stefan Knirsch, "zusammen mit dem Quattro-Antrieb sorgt er für sportlichen Fahrspaß bei höchster Traktion. Erstmals kommen Rückleuchten in Matrix OLED-Technologie bei Audi zum Einsatz." Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat Audi das rotzig bollernde Fünfzylindertriebwerk umfangreich weiterentwickelt und ihm neben einer 26-Kilo-Abmagerungskur zu einer entsprechenden Leistungsspritze verholfen. Aufwendige Maßnahmen verringern die innere Reibung und steigern die Leistungsausbeute. Die Laufbuchsen sind Plasma-beschichtet, die Kurbelwellen-Hauptlager um sechs Millimeter schmaler geworden. Die Kurbelwelle ist hohlgebohrt und damit um ein Kilogramm leichter, die Aluminium-Kolben integrieren Kanäle für kühlendes Öl. In der kurzen Warmlaufphase nach dem Kaltstart wälzt die schaltbare Wasserpumpe das Kühlmittel im Zylinderkopf nicht um - der 2.5-TFSI-Motor erreicht schneller seine Betriebstemperatur.

Der Turbolader presst die Ansaugluft mit bis zu 1,35 bar Druck in die Brennräume. Der Ladeluftkühler mit seinem Wirkungsgrad von 80 Prozent senkt die Temperatur für möglichst hohen Sauerstoffanteil. Ein- und Auslassnockenwelle lassen sich bedarfsgerecht verstellen. An der Auslassseite ändert ein Valvelift System die Dauer der Ventilöffnung je nach Last und Drehzahl in zwei Stufen - für moderaten Verbrauch bei Niedrig- und Teillast sowie ein zügigeres Ansprech- verhalten und gesteigerte Durchzugskraft bei Volllast. Für eine bessere Gemischbildung arbeitet der 2.5-Liter-Motor mit einem dualen Einspritzsystem. Es bietet die Möglichkeit, sowohl in den Ansaugtrakt, als auch direkt in den Brennraum Kraftstoff einzuspritzen. Winkel, Dauer und die Art der Einspritzung sind variabel auf jeden Motorbetriebspunkt optimiert. Zwischen 1.700 und 5.850 U/min steht ein maximales Drehmoment von 480 Nm zur Verfügung. Das Audi TT RS Coupé schafft den Imagespurt 0 auf Tempo 100 in 3,7 Sekunden. Der offene TT RS Roadster ist mit 3,9 Sekunden kaum langsamer. Die Höchstgeschwindigkeit wird wahlweise bei 250 oder 280 km/h abgeriegelt.

Der 2,5 Liter große Fünfzylinder des 4,19 Meter langen Audi TT RS ist obligatorisch an Allradantrieb und ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Die üppige Motorleistung soll über eine radselektive Momentensteuerung besonders effektiv auf die Fahrbahn gebannt werden. Serienmäßig ist der sportlichste TT mit 19-Zoll-Rädern und einer entsprechenden Stahlbremsanlage ausgestattet. Auf Wunsch lässt sich der als Coupé und Roadster erhältliche Spaßmacher mit 20-Zöllern und einer Kohlefaser-Keramikbremse aufrüsten. Optional gibt es sowohl variable Magnetic-Ride-Dämpfer als auch OLED-Rückleuchten und LED-Matrixscheinwerfer. Der Fahrer kann die Steuerung der Abgasklappen sowohl bei der serienmäßigen RS-Abgasanlage als auch bei der optionalen Sportabgasanlage mit schwarzen Endrohrblenden per Soundtaste auf der Mittelkonsole beeinflussen. Marktstart ist im Herbst.
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Quelle: press-inform, 2016-04-25

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