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Testbericht

Marcel Sommer, 4. März 2014
Auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert Audi mit dem TT Quattro Sport Concept einen Hubraum-Granate. Aus zwei Litern Hubraum bollern 420 PS.

Das zwei Liter große AMG-Triebwerk mit 360 PS hatte die Sportwagenwelt im vergangenen Jahr ins Wanken gebracht. Jetzt erschüttert sie. Das 1.344 Kilogramm schwere Showcar wird von sagenhaften 420 PS nach vorn katapultiert. Eine Literleistung von 210 PS ist Bestwert im Bereich der Großserienfahrzeuge. Der Weltmeistertitel ist somit aus dem Motorraum des Mercedes A 45 AMG nach Ingolstadt geholt worden. Mit einem Leistungsgewicht von 3,2 Kilogramm pro PS beschleunigt der Vierzylindermotor den kleinen Zweisitzer in 3,7 Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100. Bei 250 Kilometer pro Stunde dürfte die elektronische Bremse diesmal nicht zum Einsatz kommen. Der Sport-Quattro kann schneller.

"Mit unserem Showcar Audi TT quattro sport concept wollen wir demonstrieren, was mit der Technik des neuen TT möglich ist, wenn man sie noch weiter zuspitzt", erklärt Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung. "Dieses Auto zielt auf den Einsatz auf der Piste ab - eine extreme Fahrmaschine für unsere Motorsport-begeisterten Kunden." Damit die zwei Liter Hubraum auf diese Leistungswerte kommen, wurde ein neuer Abgasturbolader entwickelt, der mit optimierter Mixed-Flow-Technologie einen Ladedruck von 1,8 bar erreicht. Der TT quattro sport concept dreht bis zur Abregelgrenze von 7.200 Umdrehungen pro Minute und wird von einem Doppelkupplungsgetriebe unterstützt. Die Kraft wird über alle vier Räder auf die Straße gebracht.

Die Gewichtsverteilung von 54:46 zu Gunsten der Vorderachse in Kombination mit einer komplett abschaltbaren elektronischen Stabilitätskontrolle und schicken 20 Zöllern rundet das sportliche Auftreten der Zweimann-Rakete ab. Für eine stets gute Sicht nach vorn sorgen flache Matrix-LED-Scheinwerfer. Im Innenraum des Konzeptfahrzeugs wurde sich auf das Wesentliche konzentriert, sprich alles entfernt, was einer Topzeit auf der Rennstrecke entgegenwirkt. Armablagen und Lautsprecher in den Türen sind auf Grund der radikalen Gewichtsreduzierung daher Fehlanzeige. Wie beim Serien-TT befindet sich ein volldigitales Kombiinstrument ein der Mittelkonsole. 2015 dürfte die Granate auf die Straße kommen.
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Quelle: Autoplenum, 2014-03-04

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