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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 7. April 2010

Ausgerechnet der größte und variabelste Reisewagen im Mercedes-Programm war bisher wenig erfolgreich: Von der seit 2005 angebotenen R-Klasse konnten gerade mal 100.000 Exemplare verkauft werden. Umfangreiche Änderungen am Design und sparsamere Motoren sollen der einst als Grand Sport Tourer und großen Bruder der B-Klasse eingeführten Raumlimousine nun nochmals einen Verkaufsschub geben - wobei sich China nach Herstelleraussage zum wichtigsten und größten Markt entwickelt. Marktstart in Deutschland ist der 18. September. Preise werden noch nicht kommuniziert, doch dürfte sich das Basisangebot von 48.900 Euro kaum verändern. Erstmals in Deutschland zu sehen ist die R-Klasse schon auf der AMI in Leipzig (10 - 18. April).

Wie inzwischen häufig üblich, sprechen auch die Stuttgarter von einer „zweiten Generation“, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Überarbeitung, wenn auch eine sehr gründliche. Die R-Klasse wirkt vor allem von vorne jetzt deutlich stattlicher, die eckigen Scheinwerfer stehen dem im amerikanischen Werk Tuscaloosa/Alabama gebauten Fahrzeug sehr viel besser als die von manchen als „Glupschaugen“ bezeichneten Eingeiten des Vorgängers. Am Heck gibt es neue Stoßfänger und veränderte Auspuffendrohre. Insgesamt wirkt das Fahrzeug damit optisch deutlich erwachsener und seiner mit den neuen Stoßfängern marginal verringerten Länge von knapp 4,92 Metern bzw. 5,16 Metern (langer Radstand) angemessener.

Unter der neu geformten Motorhaube arbeiten überarbeitete und sparsamere Motoren. So benötigt der Basisdiesel R 300 CDI Blue Efficiency mit 140 kW/190 PS nur noch 7,6 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer, eine Einsparung von immerhin sieben Prozent bei sogar leicht gesteigerten Fahrleistungen. Diese Variante dürfte auch weiterhin knapp 50.000 Euro kosten. Auch der R 350 CDI 4Matic (195 kW/265 PS) benötigt  noch 8,5 Liter Diesel und spart damit trotz 30 kW mehr Leistung 0,8 Liter je 100 Kilometer ein. Dieser Selbstzünder kann zudem mit einem Drehmoment von 620 Newtonmetern überzeugen. Besonders sauber und schon mit dem EU6-Siegel versehen ist die Variante R350 BlueTec 4Matic (155 kW/211 PS), deren Konsum um 0,3 auf 8,4 Liter Diesel reduziert wurde. Unverändert blieben die drei Benzinmotoren mit Leistungen zwischen 170 kW/231 PS und 285 kW/388 PS. Bei allen Diesel- und Benzinmotoren handelt es sich um V6-Aggregate. Ausnahme ist lediglich der stärkste Ottomotor im R500, ein V8 mit 5,5 Litern Hubraum.

Zur umfangreichen Serienausstattung der R-Klasse zählen neben acht Airbags und einem Reifendruckkontrollsystem auch das vorausschauende Insassenschutzsystem Pre-Safe sowie eine Siebengangautomatik und eine Klimaautomatik mit zwei Temperaturzonen.

Die überarbeitete R-Klasse erhält von Mercedes sozusagen eine zweite Chance. Bleibt der Erfolg aus, ist eine Weiterführung der luxuriösen und variablen Reiselimousine trotz des relativen Erfolgs in China mehr als fraglich. SP-X/pe

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SP-X/Leipzig. Ausgerechnet der größte und variabelste Reisewagen im Mercedes-Programm war bisher wenig erfolgreich: Von der seit 2005 angebotenen R-Klasse konnten gerade mal 100.000 Exemplare verkauft werden.

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Fazit
SP-X/Leipzig. Ausgerechnet der größte und variabelste Reisewagen im Mercedes-Programm war bisher wenig erfolgreich: Von der seit 2005 angebotenen R-Klasse konnten gerade mal 100.000 Exemplare verkauft werden.

Quelle: Autoplenum, 2010-04-07

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