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Testbericht

Marcel Sommer, 21. März 2012
Besser spät als nie - Alfa Romeo bietet seine Giulietta ab sofort auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe an.

Italien ist mindestens für zwei Dinge bekannt: hübsche Frauen und schöne Autos. Den Ingenieuren von Alfa Romeo sei Dank, können sich nun die Fahrer des 4,35 Meter langen und 1,80 Meter breiten Giulietta um beides gleichzeitig kümmern, denn die rechte Hand wird zumindest für das Schalten nicht mehr benötigt. Das neue Doppelkupplungsgetriebe, von Alfa TCT (Twin Clutch Technologie) genannt, erhält nach längeren Verzögerungen ab sofort Einzug in den 2.0 JTDM 16V und den 1.4 TB 16V.

Das neue Getriebe soll sportlich, sparsam, sauber und schneller als eine konventionelle Automatik mit Wandlerüberbrückungskupplung arbeiten. Beim Thema Sportlichkeit hält sich der 125 kW / 170 PS leistende und 26.000 Euro teure 1.4-Benziner jedoch vornehm zurück. Zudem kommt es unter Volllast zu deutlich spürbaren Gangwechseln, was bei einem Doppelkupplungsgetriebe nicht so sein sollte, da der nächste Gang schon vor dem Kupplungsvorgang bereits eingelegt ist.

Beim Thema Sparsamkeit zeigt das TCT dann doch Stärken auf. Verbrauchen normalerweise Automaten mehr, gibt sich der 1.410 Kilogramm schwere Alfa Romeo nun mit weniger Sprit zufrieden. Im 125 kW / 170 PS starken 2.0-Dieselmotor liegt die Spriteinsparung des nun 4,5 Liter verbrauchenden Alfas bei 0,2 Litern auf 100 Kilometern, beim Benziner sogar bei 0,6 Litern. Die Gewichtseinsparung von zehn Kilogramm im Vergleich zum Wandlerautomaten macht sich hier besonders bemerkbar. 119 Gramm CO2 lässt der kleine Italiener pro Kilometer in die Natur. Der Aufpreis zum serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe beträgt 1.800 Euro.

Die Höchstgeschwindigkeit des 28.900 Euro teuren Giulietta 2.0 JTDM liegt bei 218 km/h und für den Sprint auf Tempo 100 benötigt er 7,9 Sekunden. Das Drehmoment von maximal 350 Newtonmetern zerrt ordentlich an der Vorderachse und sorgt zumindest beim dieselnden Giulietta für einen sportlichen Eindruck. Leider sind die 170 PS zumindest für die kommenden Monate das Ende der PS-Fahnenstange beim Giulietta. Und das, trotz des vorhandenen 235 PS-Aggregates des 1.8 TBI 16V. Alfa Romeo-Direktor Marco van Aalten hofft jedoch, dass sich das noch ändern wird: "Das ist ein großes Thema in Turin, welches noch nicht abgeschlossen ist. Technisch gibt es zumindest keine Hindernisse für eine mögliche Umsetzung."
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Quelle: Autoplenum, 2012-03-21

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