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Porsche 914 914/6 110 PS (1969–1976)

 

Porsche 914 914/6 110 PS (1969–1976)
4 Bilder

Alle Erfahrungen
Porsche 914 914/6 (110 PS)

5,0/5

Erfahrungsbericht Porsche 914 914/6 (110 PS) von Anonymous, Juli 2008

5,0/5

Mit ihm fing die Leidenschaft an! Ja, er war schuld an der Misere! 1986 konnte ich einfach nicht mehr anders.
Ein Porsche mußte her! Der 11er war schlicht zu teuer, auch gebraucht, und der 914 hatte mir eigentlich auch immer sehr gut gefallen. Das es auch noch ein 6 Zylinder war, machte die Sache nicht wirklich besser.
Schon auf der Probefahrt gab es eine Menge Endorphine, als ich dem Zuffenhausener die Sporen gab.
Ah und was für ein endgeiler Sound! Das Targadach war sauber verstaut im hinteren Kofferraum und ich düste mit dem Mittelmotor-Porsche über die Landstraße. Die 3 Instrumente fest im Blick, den werten Hintern in hübschen Schalensitzen verstaut, da kamen echte Glücksgefühle auf.
O.K. damals war ich auch noch nicht sonderlich verwöhnt, was Beschleunigung und Fahrverhalten anging.
Denn meine Vorgängerfahrzeuge konnte man nicht unbedingt als Sportskanonen bezeichnen. Ein braver VW-Käfer mit 50 PS und einen Scirocco mit 75 PS waren einfach noch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Klar, das ich schon immer einen Porsche wollte, wer will das nicht. Das es dann schlussendlich klappte, lag am Preis. 8800.- DM waren veranschlagt für den damals nicht sehr beliebten „Volksporsche“.
Doch warum? Mir war und ist es bis heue nicht ganz klar, warum der 914 keine größere Karriere hatte. Aber wahrscheinlich lag es an der überzogenen Preispolitik der Schwaben. Der 914/6 war lediglich 2000.- DM günstiger als ein „waschechter“ 911, und kostete schlappe 19980.- harte DM.
Und ein lediglich 4 zylindriger und 80 PS „starker“ 914 schlug mit nicht zu verachtenden 12500.- DM zu Buche.

Doch für mich spielte es keine Rolle, denn ich hatte endlich einen cool klingenden Boxer unter dem Hintern, der zu aller Freude noch als Cabrio zu nutzen war. Das Handling des Daches war denkbar einfach, und es verschwand nach nur einer Minute ausgebaut im Kofferraum.
Die Klappscheinwerfer waren absolut in damals und machten keine Probleme.

Der Verbrauch ging nur bei Vollast ein bisschen in die Höhe, doch man kam selten über 14ltr.
Normalerweise war er sehr bescheiden, und man konnte im Durchschnitt mit 11-12 ltr. durch die Gegend heizen.

Das serienmäßige 5-Ganggetriebe ließ sich gut schalten, auch wenn die Schaltwege etwas kürzer hätten sein können.

Das Fahrwerk, schon damals mit einzeln aufgehängten Rädern machte seine Sache sehr gut, und der Porsche lag wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Der Mittelmotor unterstützte dies noch!
Auch die Bremsen waren für damalige Zeiten schon etwas besonderes, denn es waren Scheibenbremsen, welche vorne sogar schon belüftet waren. Damit konnte man das Temperament des nur 960 kg wiegenden
„VW-Porsches“ gut im Zaum halten.
Ja so hieß er damals, was daran lag, dass VW einen Nachfolger für den Karmann Ghia suchte und Porsche ein Einstiegsmodell. Ferry Porsche und der mit der Porsche-Familie eng verbundene VW-Chef Heinrich Nordhoff vereinbarten per Handschlag, dass Porsche sich mit seinem Sportwagen-Know-how an der Entwicklung eines gemeinsamen Modells beteiligt, das allerdings getrennt als VW-Variante und als Porsche-Fahrzeug vertrieben werden sollte. VW würde über einen hohen Absatz für geringe Fertigungskosten sorgen; Porsche sollte über die damit erreichbaren geringen Stückkosten für die Entwicklungsarbeit entlohnt werden. Die Fertigung der Karosserien sollte bei Karmann erfolgen. Es sah also nach einem perfekten gegenseitigem Geschäft aus. Als am 1. März 1968 der erste 914-Prototyp vorgestellt wurde, war Nordhoff allerdings schwer erkrankt. Er verstarb am 12. April 1968. Sein Nachfolger bei VW, Kurt Lotz, war nicht mit der Porsche-Dynastie verbändelt und soll die mündliche Vereinbarung zwischen Nordhoff und Ferry Porsche nicht anerkannt haben. Er soll der Ansicht gewesen sein, VW habe alle Rechte an der Karosserie, weshalb Porsche sie allenfalls gegen Beteiligung an den Werkzeugkosten erhalten würde. Das Preis- und Vermarktungskonzept des 914 war damit bereits vor Beginn der Serienproduktion gescheitert. Deshalb wurde eine VW-Porsche Vertriebsgesellschaft GmbH“ (kurz VG) gegründet und der Wagen in Europa als „VW-Porsche“ verkauft. Dies führte zur Verspottung als „Volks-Porsche“ oder gar als „VoPo“, obwohl der Marketing-Leiter der VG, Fritz Huschke von Hanstein, bei der Pressevorführung eindringlich gebeten hatte, diese Abkürzung der Volkspolizei der DDR nicht für den 914er zu verwenden.
Nach knapp 2 Jahren verkaufte ich den 914 und kaufte mir den ersten „echten 11“. Doch er wird mir immer in guter Erinnerung bleiben, denn er war ein echter Kumpel, der mir auch reparaturtechnisch nicht auf der Tasche lag. Er war zuverlässig und eigentlich im Verhältnis auch nicht sehr teuer. O.k. ich hatte keine Probleme, was vielleicht auch daran lag, dass er von mir gepflegt und gehegt wurde.
Heute sind die 914/6 sehr, sehr selten geworden, was natürlich auch an den geringen Stückzahlen liegt.
Deshalb muß heute man schon ordentlich blechen, denn ein gut erhaltener 914/6 kostet zwischen 30.000 und 50.000 Euro.

Alle Varianten
Porsche 914 914/6 (110 PS)

  • Leistung
    80 kW/110 PS
  • Getriebe
    Manuelles Getriebe/5 Gänge
  • 0-100 km/h
    8,6 s
  • Neupreis ab
    9.980 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    12,5 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse

Technische Daten Porsche 914 914/6 (110 PS)

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseSportwagen
KarosserieformRoadster
Anzahl Türen2
Sitzplätze2
Fahrzeugheck
Bauzeitraumab
HSN/TSN
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.991 ccm
Leistung (kW/PS)80 kW/110 PS
Zylinder6
Antriebsart
0-100 km/h8,6 s
Höchstgeschwindigkeit207 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge
Breite
Höhe
Kofferraumvolumen
Radstand
Reifengröße
Leergewicht980 kg
Maximalgewicht
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.991 ccm
Leistung (kW/PS)80 kW/110 PS
Zylinder6
Antriebsart
0-100 km/h8,6 s
Höchstgeschwindigkeit207 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch Porsche 914 914/6 (110 PS)

Kraftstoffart
Tankinhalt62 Liter
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben12,5 l/100 km (kombiniert)
l/100 km (innerorts)
l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben291 g/km (kombiniert)
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
Schadstoffklasse
Energieeffizienzklasse