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Jaguar XJ 3.0 D 275 PS (seit 2009)

Jaguar XJ 3.0 D 275 PS (seit 2009)
52 Bilder
Varianten
  • Leistung
    169 kW/231 PS
  • Getriebe
    Automatik/4 Gänge
  • 0-100 km/h
  • Neupreis ab
    60.000 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    0,0 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse

Technische Daten

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseOberklasse
KarosserieformCoupe
Anzahl Türen2
Sitzplätze4
FahrzeugheckStufenheck
Bauzeitraumab
HSN/TSN
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge4
Hubraum4.949 ccm
Leistung (kW/PS)169 kW/231 PS
Zylinder8
Antriebsart
0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge
Breite
Höhe
Kofferraumvolumen
Radstand
Reifengröße
Leergewicht
Maximalgewicht
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge4
Hubraum4.949 ccm
Leistung (kW/PS)169 kW/231 PS
Zylinder8
Antriebsart
0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch

Kraftstoffart
Tankinhalt
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben0,0 l/100 km (kombiniert)
l/100 km (innerorts)
l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
Schadstoffklasse
Energieeffizienzklasse

Kosten und Zuverlässigkeit

Neupreis ab60.000 €
Fixkosten pro Monat
Werkstattkosten pro Monat
Betriebskosten pro Monat
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Alle Erfahrungen
Jaguar XJ 3.0 D (275 PS)

3,4/5

4,0/5

Meinung von lexi.lind, April 2017

Ich war wirklich großer Fan, der alten Jaguar-Generation und anfangs sehr unsicher, was den revolutionären Wandel anbelangt. Hier erinnert ja nichts mehr an den Vorgänger, das aktuelle Modell springt nicht nur in ein neues Jahrzehnt, nein gleich in ein neues Jahrhundert. Ganz modern, teils futuristisch, dynamisch und ungeheuer auffällig.

Wie immer bleibt das Ganze reine Geschmacksache, aber der Brite für Morgen und Übermorgen ist ein tolles Auto geworden, in das ich immer wieder gerne einsteige. Ganz billig ist der Spaß zwar nicht, aber es wird mir auch echt viel geboten.

Im XJ kommt es nicht auf schiere Größe und endlosen Platz an, es geht um Atmosphäre, um Stil, um Wohlbefinden. Und das ist echt riesig im neuen XJ, Leder, Holz und Chrom wurden überschwänglich verarbeitet, dazu ein Design, das mit keinem vergleichbar ist. Mir gefällt die Kombination aus Nostalgie und Moderne mit einer Anleihe beim Bootsbau sehr sehr gut.

Und die Entwickler haben mitgedacht und den Fußboden wieder mit dunkleren Materialien verkleidet, was in Sachen Schutzempfindlichkeit deutliche Pluspunkte einbringt. Allerdings sofort gefolgt von einem dicken Minuspunkt. Der kommt in Form der an sich schicken Einlage in der Mittelkonsole auf mich zu. Neben schwarzem Klavierlack kommt hier vor allem rund um den Aschenbecher eine große Chromapplikationen zum Einsatz und bei ungünstigem Sonnenstand kann die ganz gewaltig blenden. Zudem zieht das Ganze den Staub geradezu magisch an.

Echt modern kommt der XJ in punkto Bedienung daher, selbst die Bedienung der Sitzheizung erfolgt über den Bildschirm, hier wäre mir aber eine einfache Steuerung mit Drucktasten lieber und vor allem schneller gewesen.

Am hervorragenden Fahrkomfort kann ich aber nichts aussetzen. Außer, dass ihm die sportliche Note fehlt, aber dazu gibt es einen Schalter, mit dem ich die Limousine zu einer halbwegs sportlichen Fuhre machen kann.

Und der Komfortgedanke gilt auch für den Motor und dazu passt dann auch die ausgesprochen sanft arbeitende Automatik.

Klar, klingen 275 Diesel-PS für ein Flaggschiff erst mal nach viel zu wenig und einfach nicht standesgemäß. Aber das täuscht, und vor allem mit Blick auf die ständig steigenden Preise an der Tankstelle kann es doch auch in der Luxusklasse nicht schaden, ein bisschen zu sparen.

Und dabei spart der von mir gefahrene 3-Liter Sechszylinder auch nur beim Verbrauch, die gebotenen Fahrleistungen sind nicht nur in der Stadt oder auf der Landstraße allemal ausreichend, selbst bei langen Autobahnetappen kann mich der Diesel überzeugen.

1,0/5

Meinung von Anonymous, Februar 2017

Ich habe mir diesen Jaguar ausgesucht weil er von der Masse abhebt und ein nicht alltägliches Auto ist. Ein weiterer Grund waren meine guten Erfahrungen mit einem jahrelang gefahrenen S-Type.
Doch diese Erfahrungen die ich mit diesem Auto machte waren desaströs.
Es begann bereits beim Kauf, damals war das Fahrzeug gerademal 1 1/2 Jahre alt mit 18000 Km. Die Kofferraumautomatik funktionierte nicht und wurde erst beim dritten Werkstattbesuch behoben. Fehlerhafte Steckverbindung war die Ursache.
Gleichzeitig trat ein weiterer Fehler auf der sich mit einem kurzen totalen Stromaussetzer während der Fahrt bemerkbar machte. Im Fehlerspeicher
keine Anzeige. Min. 4x Werkstatt und kein Ergebnis. Zum Schluss hatte der Händler keine Lust mehr und das Auto wurde getauscht (gewandelt).
Der nächste XJ machte sich nach 1 Monat mit defektem Sensor für den Fußgängeraufprallschutz bemerkbar. Nach weiteren 3 Monaten Sensor Parksystem mit Totalausfall von diesem. Auch bei den Leihfahrzeugen XE oder XF brannten immer irgenwelche Lämpchen.
Das beste daran war dann, dass der Händler (Dünnes Regensburg) das Auto für unverkäuflich hielt und ihn deshalb auch nicht in Zahlung nehmen wollte, auch beim Kauf eines Neufahrzeuges einer anderen Marke.
Nie wieder Jaguar. Das was die Marke früher verkörperte ist vorbei.

5,0/5

Meinung von mbllyc, Februar 2017

Es war das Traumauto das ich mir früher gewünscht habe. Das Auto ist sehr sportlich und elegant. Das Design ist sehr Edel, ohne jedoch dabei protzig zu wirken. Das Fahrgefühl ist wunderbar, man nimmt überhaupt keine Außengeräusche wahr. Nur manchmal etwas problematisch bei Parkplätzensuche aufgrund der Länge. Ich kann dieses Auto trotzdem aber nur wärmstens Empfehlen.

2,4/5

Meinung von sica, April 2016

Habe mich für den Kauf eines XJ ( Zulassung 08.14) entschieden weil schon vorher mehrere Jahre einen S-Type gefahren habe und mit diesem Auto sehr zufrieden war. Vor allem in punkto Zuverlässigkeit. Davon bin ich mit meinem Neuen weit davon entfernt. Ich fahre das Auto jetzt gerade mal 8 Monate und habe von Anfang an elektronische Probleme. Zu Beginn war es die automatische Heckklappe die mal funktionierte, dann wieder nicht. nach dreimaligem Reparaturversuch wurde dann der Fehler gefunden und abgestellt. Während dieser Reparatur kam ein zweiter Fehler hinzu. Das Auto hat während der Fahrt einen kurzen kpl. Stromausfall ( Scheinwerfer aus, Innenbeleuchtung aus, Radio aus, Rucken in Lenkrad und Bremspedal). Nach dreifachem Reparaturversuch
weigert sich nun der Vertragshändler vor Ort (Regensburg) das Auto im Auftrag von Jaguar weiter zu reparieren. Das Auto wurde zwar nicht dort gekauft aber da der Wagen Werksgarantie hat, dürfte das keine Rolle spielen so dachte ich. Jetzt soll ich mich wieder an den Verkäufer wenden der dann wiederum am Auto sich versuchen kann um dem Fehler auf die Schliche zu kommen. Was für ein Blödsinn. Wenn die Jaguartechniker selbst den Fehler schon nicht finden können, welche Erfolgsaussichten sind dann hier zu erwarten ?
Ein fast 100.000 Euro teures Auto und Jaguar fühlt sich nicht im Stande dem Kunden eine Lösung vorzuschlagen. Sprich das Auto zurückzunehmen und einen gleichwertige Ersatz bereitzustellen.
So wie es aussieht läuft es jetzt wohl auf eine Klage hinaus auf Rücktritt vom Kaufvertrag. 3 Jahre Werksgarantie sind einen Dreck wert.

3,7/5

Meinung von Robert1212, November 2014

Ich fahre nun schon den zweiten Jaguar XJ der neuen Baureihe mit der 275 PS-Diesel Maschine, hatte jedoch noch nie so ein schlecht verarbeitetes Fahrzeug. Mein erster Jaguar XJ Baujahr 2010, war eine mehr oder weniger Zwangsbeglückung, eigentlich wollte ich einen XF, aber bekam damals für meinen aktuellen Wagen kein gutes Eintauschangebot, daher entschied ich mich für den großen XJ. Das erste Problem war schon nach gut 20 TKM, Intercoolerbox hat es auf der Autobahn zerissen, Abschleppdienst in die Werkstatt, behoben. Dann ging es richtig los, Knackgeräusche im Dachbereich, jede gröbere Unebenheit wurde mit einem Knacken des Dachhimmels quittiert. Dieses Problem konnte auch nach mehreren Werkstattaufenthalten nicht behoben werden, zwar alles auf Garantie mit entsprechenden Leihwagen versucht zu regeln, jedoch auf Dauer sehr sehr nervig. In weiterer Folge fing es im Innenraum an allen Ecken und Enden zu klappern an, man wusste gar nicht wo man anfangen sollte die Geräusche zu lokalisieren. Weiters bei Bremsen und starken Einlenken gab es Geräusche aus dem Vorderachsbereich. Alle diese Probleme konnten im Laufe der Zeit nicht wirklich behoben werden, wobei mir mein Verkäufer des Vertrauens einen Wechsel zu einem Modell 2012 geraten hat da man hier offensichtlich laut Auskunft die Probleme der ersten Serie ausgemerzt hat. Preislich kam man mir entgegen und ich wechselte. Der Albtraum begann vom neuen, nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Innengeräusche dieses Fahrzeuges noch schlimmer waren als im Vorgänger. Knacken auf allen Seiten, Garantiereparaturen in einer Gesamtdauer von mehr als 3 Monaten konnten die Probleme nicht beheben, bei ca. 110 TKM Probleme mit den Turbos, ständig im Notprogramm, auch hier benötigte man drei Aufenthalte in der Werkstatt um das Fahrzeug wieder zum Laufen zu bringen. Aktuell ist das Fahrzeug wieder in der Werkstatt, man versucht wieder mal, die Knackgeräusche, speziell im Dachbereich zu reparieren.

Soviel zu den negativen Seiten, positiv ist das extrem tolle Styling des Wagens, die Agilität ist unvergleichlich, der Verbrauch für einen Wagen dieser Größe eine absolute Sensation, ich komme auf der Stecke auf kaum mehr als 8,0 Liter auf 100 KM. Das Fahrwerk (dank Luftfederung) ist für lange Fahrten sehr bequem und ansprechend, im Sportmodus wird alles ein wenig härter und direkter, hier kann man durchaus mit kleineren Sportwagen mithalten, für eine Limousine mit mehr als 5 Metern sehr gut. Ich fahre oft Stecken mit mehr als 1000 KM am Stück, alles kein Problem mit diesem Wagen, man steigt entspannt aus und kann sich seinen Aufgaben zuwenden. Insgesamt hat man nie den Eindruck in einem Wagen dieser Größe zu sitzen. Alubauweise sei Dank. Der kleinere XF ist hier nicht so agil.

Der Innenraum ist im Gegensatz zu den deutschen Oberklasseherstellern erfrischend anders und hebt sich eben von diesen sehr stark ab. Die Materialien sind sehr hochwertig und griffig, auch nach mehr als mittlerweile 145000 Km bei meinem zweiten XJ sieht alles noch sehr frisch und neu aus. Die Bordelektronik (Navi-Radio) sind vielleicht nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand, aber für mich gut zu bedienen. Das Navi rechnet schnell und zufriedenstellend. Selbst in Regionen wie Osteuropa fand ich alle meine Ziele. Die Servicekosten liegen im Rahmen, dank Festpreise. Einzig das Motoroel wurde mir mit EUR 25,-- pro Liter verrechnet, hier gibt es das gleiche Öl im Internet für schlappe 6,-- EUR. Aber Exklusivität muss auch was kosten.

Insgesamt kann man nur sagen, wenn Jaguar es schaffen würde, die oben genannten Probleme in den Griff zu bekommen, würde dieses Fahrzeug sicher eines der Besten in seiner Kategorie sein, so ist es leider nicht die beste Wahl. Ich kaufe mir sicher keinen mehr. Eventuell ein Range Rover, hier sollten diese Probleme nicht auftreten, obwohl aus gleichem Hause.

4,8/5

Meinung von thomasspeck, Dezember 2012

Ich fahre jetzt meinen 3. XJ, einen 3 Liter Diesel in der Langversion inkl. aller Ausstattungen und einem von Jaguar angebotenen Chiptuning.
Da ich vorher einen Super V8 fuhr, war ich Anfangs sehr skeptisch gegenüber dem Diesel, entschied mich allerdings letztendlich nach einer 3 tägigen Probefahrt für das Dieselaggregat.
Es ist unglaublich wie agil und zugleich sparsam diese Maschine zu Werke geht. Das Handling ist der Hammer und erinnert eher an einen 3er BMW,
als an ein 5,28 m langes Gefährt. Die Resonanz auf dieses Auto ist durchweg positiv und ohne Neid. Ein Gesicht in der Menge das man selbst hier in Berlin höchstens einmal im Monat zu sehen bekommt.
Fazit: viel Fahrspass, Individualität, Exklusivität und geringem Verbrauch (es ist schwer über 9 Liter zu kommen).

3,6/5

Meinung von oirasor, März 2012

Ich fahre seit fast einem Jahr einen XJ 3.0 D (14500 km). Auspuff röhrt und vibriert. Auswechseln der Endtöpfe brachte nichts (mal sehen wie`s weiter geht).
Dachhimmel klapperte ständig, sofern sich das Fahrzeug auf unebenen Straßen befand. (Wurde zu 95% behoben).
Panoramadach gibt ab und an Geräusche von sich, wird aber im Laufe des Tages (Temperatur abhängig) weniger(ist wirklich so), bis es teilweise keine mehr von sich gibt. Bei hohem Tempo sind starke Windgeräusche, vom Panoramadach verursacht, zu hören. Navi ist sehr umständlich zu bedienen, es fehlen teilweise Routeneinstellungsoptionen. Auch das Display und die Anzeigen im Armaturenbrett sind schlecht zu sehen, da der Blendfaktor bei Sonnenlicht hoch ist. Motor ist top, absolut starker Anzug, im Sportmodus geht das Auto richtig gut, konnte ich schon auf Landstraßen ausgiebig testen. Die Straßenlage könnte noch ein Tick besser sein. Die Sprachwahlen sind umständlich und die Bestätigungen nervig. Abschließend möchte ich bemerken, dass der XJ, hinsichtlich des Motors, Verbrauch und Design einen Kauf wert ist. Dennoch habe ich es zum Teil bereut und hätte mir besser den neuen Mercedes CLS zulegen sollen Der klappert weniger und die Technik ist ausgereifter.

3,9/5

Meinung von Anonymous, Februar 2012

Ich Fahre seit 6 Monate Jaguar XJ 3,0 Diesel Lang

Panorama dach Knirsch, Problem kann Jaguar Werkstatt nicht beheben
bei 30000KM Bremsen quitschen
so, Jeder dreht sich um auf strasse wegen diesen Extrem lauten quitschen.
bei 100000.--Euro erwartet mann nicht sowas

4,3/5

Meinung von Anonymous, November 2010

Grundsätzlich ein wunderbares Auto!

Allerdings müßten die nachfolgenden Mängel noch beseitigt werden:

Navigationssystem ist umständlich zu bedienen.
Die Rückfahrkamera schaltet sich zu langsam ein und aus.
Stoßdämpfung im Stadtverkehr zu hart.
Die Rücksitze lassen sich nicht umklappen.

1,6/5

Meinung von EVOCARS, Mai 2010

Never change a running system" (wenn’s gut läuft, dann verändere nichts), weiß schon eine englische Redewendung. Doch was, wenn das System eben nicht mehr gut läuft, stattdessen seiner Zeit hinterher hinkt, abgehängt und fast vergessen wurde? Hier hilft nur ein krasser Einschnitt. Mit kleinen Verbesserungen ist in so einem Fall jedenfalls kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Das sehen die Verantwortlichen bei Jaguar ebenso und haben den traditions-schweren XJ neu aufgelegt. Vorbei die barocken Zeiten, vorbei die Vier-Augen-Optik und auch mit jedweder Anlehnung an Vorgänger-Modelle. Stünde nicht das XJ-Kürzel am Heck, nichts würde an die kult-behafteten Vorfahren der 60er bis 2000er Jahre erinnern. Allein die edlen Abmessungen von 5,12 Meter und sein unverwechselbares Gesicht mit dem gewaltigen Maschendraht-Kühlergrill geben Aufschluss darüber, dass hier das Flaggschiff der britischen Traditionsmarke durch die Lande gleitet.

Wobei Gleiten genau die richtige Umschreibung ist. Selbst in der von uns getesteten Diesel-Version des XJ mit dem 275 PS leistenden V6-Selbstzünder unter der Haube, erzeugt der mindestens 76.900 Euro teure Jag ein erhabenes Gefühl von Überlegenheit bei seinem Piloten. Kein Wunder, immerhin zieht der dank Alu-Leichtbau nur 1,8 Tonnen schwere Brite wie am Gummiband in 6,4 Sekunden auf Tempo 100. Und wenn 80 Prozent der 600 Newtonmeter Drehmoment schon bei 1000 Umdrehungen anliegen, dann werden selbst steile Anstiege und Zwischensprints zur Nichtigkeit verdammt.

Doch nicht allein die bewundernswerte Kraft des Dreitilter-BiTurbo überzeugt. Auch die Perfektion, mit der das kernige Selbstzünder-Nageln abgekapselt wurde, begeistert. Wie es sich für solch eine Diesel-Reise-Limousine gehört, aber leider längst nicht selbstverständlich ist, dringt so gut wie keine Akustik-Äußerung in den Innenraum. Erst oberhalb von 3000 Umdrehungen wird der V6 vernehmbar, wird auch dann aber nie störend. Ebenso vorbildlich präsentiert sich das adaptive Dämpfersystem, das vielleicht nicht den letzten Rest Fahrbahnunebenheit wegbügelt, dem Jag dafür aber einen weiteren Schuss Dynamik und Sportlichkeit einschenkt.

Auch die Kombination aus drehmomentkräftigem Diesel-V6 und Sechsgang-Automatik harmoniert wie Tee und Gurken-Sandwichs. Selbst wer die Paddels hinterm Lenkrad nicht bemüht, ist stets im richtigen Gang, Runterschalten ist aufgrund des Drehmoment-Berges schlicht unnötig. Im Ergebnis stellt sich nicht nur erwähntes überlegenes Fahrgefühl ein, auch ein Verbrauch von durchschnittlich 7,0 Liter Diesel soll möglich sein. Das können wir nach unserer Ausfahrt zwar nicht ganz bestätigen, eine acht vor dem Komma ist aber selbst uns gelungen. Wer da noch einmal 0,2 Liter drauf packt, der hat den theoretischen Verbrauch der für rund 4000 Euro Aufpreis erhältlichen Langversion des neuen XJ – LWB oder LongWheelBase genannt. Der ist mit seiner geduckten, auf 5,24 Meter gestreckten Linie zwar noch einmal deutlich eleganter als der „kurze“ Jag, dürfte in Kombination mit dem kleinen Diesel aber auf keinem Weltmarkt eine nennenswerte Rolle spielen. Solch eine Nobelkarosse wird eher von einem der beiden Fünfliter-V8-Benziner mit 385 beziehungsweise 510 Kompressor-PS angetrieben.

Unbenommen von der gewählten Motorisierung, egal ob mit langem oder kurzem Radstand empfängt der neue XJ seine Passagiere im Innenraum mit jeder Menge Luxus. Die teils gewagten, aber frei wählbaren Farb- und Material-Kombinationen aus Leder, Holz, Alcantara, Carbon, sowie das sehr gute Raumgefühl und eine nahezu verschwenderisch guten Haptik machen den Jag zu etwas Besonderem. Die Mittelkonsole kreuzt das Fahrer-, Beifahrer-Gespann sehr hoch, das Armaturenbrett sitzt dafür schön tief. Alles in allem scheint das Cockpit seine Insassen zu umschließen, ohne sie einzuengen. Im Ergebnis können wir dem großen Engländer eine gewisse emotionale Sportlichkeit nicht absprechen. Allein die durch Abwesenheit glänzenden Haupt-Instrumente, die in ihrer Ganzheit durch einen LCD-Bildschirm ersetzt wurden, sowie die etwas billig anmutende Analog-Uhr zwischen den mittleren Lüftungsdüsen sind Geschmackssache und könnten einigen Jag-Fans störend aufstoßen.

Fazit: Über Geschmack lässt sich bekannter Maßen trefflich streiten, weshalb auf das Design des 2010er XJ hier nicht weiter eingegangen werden soll. Fest steht: Die Kombination aus 5,12 Meter langem Nobel-Jag und drehmomentstarkem, dabei aber nicht vernehmbarem Diesel passt wunderbar zusammen. Wer sich also mit einem Jag aus der Masse aus Siebener, S-Klasse und A8 herausheben möchte und für einen Maserati Quattroporte zu introvertiert ist, der wird mit dem neuen Nobel-Briten sicher glücklich. Auch ohne die deutlich teureren und durstigeren V8-Benziner.