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Audi A5 RS5 450 PS (2007–2016)

 

Audi A5 RS5 450 PS (2007–2016)
102 Bilder

Alle Erfahrungen
Audi A5 RS5 (450 PS)

4,0/5

Erfahrungsbericht Audi A5 RS5 (450 PS) von workout_2013, Februar 2017

5,0/5

So genießt man die letzten Tage eines der bulligsten Sportcoupés, die man derzeit steuern kann. Das Erfolgskonzept steht: Acht Zylinder, 4,2 Liter Hubraum, über 8000 Umdrehungen pro Minute, 450 PS, Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplung. Hört sich ganz nach einem perfekten Auftritt an - und genau so fährt sich der Audi RS5. Ein Druck auf den Starterknopf und die acht Brennkammern fluten sich mit dem Lebenselixier, das nur wenige Sekunden später für brachialen Vortrieb sorgen wird.

Kein Turboloch, kein langes Fackeln, sondern nur bulliger Vortrieb - sonst nichts. Die vier Räder krallen sich in den Asphalt und scheinen ihn in Wellenform zerklüftet zu hinterlassen. Franciscus van Meel, Chef der Quattro GmbH kennt sich aus. Er hat seine Diplomarbeit über Allradkonzepte geschrieben: "Die Kombination aus Kronenrad-Differential, Sport-Differential und radselektive Drehmomentensteuerung ist allen anderen Allradsystemen überlegen.“

Der Spurt auf Tempo 100 hat im realen Leben eine Bedeutung wie ein im Herbst herabfallendes Blatt Laub. Doch auf der Piste trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Das Doppelkupplungsgetriebe müht sich redlich, die 430 Newtonmetern maximales Drehmoment in Vortrieb umzuwandeln. Unter dem Strich bleibt der Audi RS5 mit 4,8 Sekunden dank Winterreifen und kalter Temperaturen nur knapp hinter der Werksvorgabe von 4,5 Sekunden zurück.

Der drehmomentstarke Achtzylinder hat Kraft in allen Lebenslagen. Wichtiger als ein kerniger Imagespurt sind Disziplinen wie Zwischenspurt und Höchstgeschwindigkeit. Überflüssigerweise für ein Sportmodell wird der RS5 bei knapp über 250 km/h eingebremst. Das ist einem Kraftprotz von der Quattro GmbH nicht würdig - er gehört frei gelassen. Nur gegen ein zusätzliches Aufgeld gibt es Tempo 280.
Beim Zwischenspurt zum Überholen oder nur aus einer reinen Laune heraus begeistert er mehr. Das maximale Drehmoment von 430 Newtonmetern kann in Zeiten bulliger Dieselgeschosse auf dem Papier nicht mehr begeistern, sind diese doch längst mit 500 oder noch mehr Newtonmetern unterwegs. Doch das recht schmale Maximal-Drehzahlband zwischen 4000 und 6000 Umdrehungen pro Minute ist genau richtig, um am griffigen RS-5-Steuer bei der Musik zu sein.

Das Paket stimmt und wer sich für einen Audi RS5 interessiert, dem bereitet ein Kaufpreis von 78.750 Euro schon angesichts der ordentlichen Serienausstattung kein Kopfzerbrechen. Die Ledersitze liegen klasse an und die Ergonomie stimmt sowieso. Der Alltagsnutzen des Audi RS5 ist bei aller Dynamik eine seiner großen Stärken.

Doch das kann gerade im Innenraum nicht darüber hinwegtäuschen, dass Audi A5 und somit auch sein kraftvoller Bruder RS5 in die Jahre gekommen sind. Bedienelemente, Anzeigen und besonders das 6,5 Zoll große Display in der Cockpitmitte kann keinen mehr beeindrucken. Hier bieten andere Fahrzeuge - auch aus dem Audi-Konzern längst deutlich mehr und sind in doppelter Größe und anderer Auflösung unterwegs. Die Fahrdynamiker wird das wenig stören. Sie genießen eines der letzten Power-Coupés mit Saugmotor. Jeden Tag aufs Neue.

Erfahrungsbericht Audi A5 RS5 (450 PS) von Anonymous, Oktober 2013

4,3/5

Zwischen dem 22. September und dem 6. Oktober 2013 standen die Alpen zwischen der Ostgrenze Österreichs und den Seealpen von Monaco ganz im Zeichen von Quattro-Land, der Alpentour von Audi. Der Audi RS 5 Cabrio ist das leistungsstärkste Cabrio der Quattro GmbH und der topografisch anspruchsvolle Alpenraum bietet den Rahmen für die Test-Location auf „allerhöchstem Niveau“.
Der Audi RS 5 Cabriolet ist ein offener Viersitzer. In der während dieses Tests favorisierten Fahrweise wären die Fondpassagiere so manch einem Orkan ausgesetzt gewesen. Meine Größe von 194cm und maximal abgesenktem Fahrersitz riskiert noch eine Vergrößerung der Geheimratsecken, was jedoch bei einem so faszinierenden Fahrzeug eine untergeordnete Rolle spielt. Mit geschlossenen Seitenscheiben,
Klimaautomatik auf 25° und Sitzheizung ließ mich gegen die herbstlichen Temperaturen
auch auf Dauer in der offenen Fahrweise bestehen.
4,2 Liter faszinierender Motorenbau bieten ohne Zwangsbeatmung frei rotierende 332kW/450PS. Da der Motor vom Drehzahlkeller bis zum Zenit bei 8.250min-1 gefahren werden kann, ist ein deutliches Kompliment an die Quattro GmbH in Neckarsulm zu richten. Niedere bis mittlere Umdrehungen lassen die etwas mehr als halbe Maßkrüge als Kolben niederfrequente Bollern aus dem Auspuff ertönen. Vollgas eventuell einhergehend mit blitzschnellem Schaltvorgang entpuppt sich das schöne Cabrio als Sportwagenjäger. Der V8 Motor überträgt seine Kraft mittels Doppelkupplungsgetriebe (7-Gang S tronic) auf beide Achsen. Neben einem
automatischen Schaltvorgang ist der manuelle Eingriff an Schaltwippen und Wählhebel möglich.
Da ich nicht zum Bummeln in den Alpen war, habe ich die adaptive Getriebesteuerung genießen können, die begleitet von einem kurzen kräftigen automatisierten Zwischengas eingangs einer Kehre zurückschaltet und bereits im Scheitelpunkt eine maximale Beschleunigung zuließ. Die radselektive Momentensteuerung lieferte hierbei das Know-how, um die jeweils Kurvenäußeren Räder mit mehr Power zu beaufschlagen, so dass sich der RS 5 selbst bei hohen Kurventempi wie auf Schienen bewegt und sich nicht nur subjektiv äußerst sportlich bewegen lässt. Mein Testwagen mit optionaler Kohlefaser-Keramik Bremse und Dynamik Ride Control (DRC) war nicht elektronisch abgeriegelt und hätte zumindest in der Theorie die Alpenländische Staatsmacht mit einer Höchstgeschwindigkeit von 280km/h bestürmt.
Ausstattung
Über den Touch-Screen lässt sich die Getriebesteuerung, die Fahrwerks- und
Lenkdynamik, die Abgas Sound Klappen sowie die Dämpfercharakteristik in drei Kennfelder einstellen.
Das Textilverdeck schließt sich in unter 20 Sekunden elektrisch auch während langsamer Fahrt.
Fazit
Durch den bärenstarken Motor, wird das Leerwicht von knapp unter 2 Tonnen kompensiert, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass diese Gewichtsgrenze der Sportlichkeit eher nicht zuträglich ist.
Die Vielfältigen Annehmlichkeiten und Unterstützungssysteme fordern ihren Tribut.
Der Tankinhalt von 61 Litern ersetzt den „Müdigkeitswarner“ bei allzu forcierter Fahrweise. Zurückhaltend sind Reichweiten auch von über 600km durchaus möglich.

Erfahrungsbericht Audi A5 RS5 (450 PS) von kritisch, April 2013

3,1/5

Als Neuzulassung kaufte ich 01.2011 den Wagen, der nun rund 33.000 km Laufleistung hat.
Vorher fuhr ich einen BMW M5, den ich nach 12 Jahren verkaufte.
In der Gegenüberstellung gibt es beim RS 5 ein gutes modernes Design, das durch die Form als Coupe natürlich hinten nur 2 Notsitze aufweist. Understatement kann man hier gut zeigen, wenn der Wagen ohne die Typbezeichnung ausgeliefert wird.
Der Allrad-Antrieb ist einerseits von Vorteil, anderseits darf man nicht vergessen, dass der Wagen tief liegt und schnell auch bei Schwellern im Straßenverkehr aufsetzen kann. Das passiert auch bei Schrittgeschwindigkeit. Insofern wirkt sich der Allradantrieb im Winter nur hilfreich aus, wenn wenig Schnee und Eis liegen.
Der Allrad-Antrieb oder aber der RS 5 (das ist eine Frage der Ursachen-Forschung) hat weitere Nachteile, die man nicht sofort erkennen kann und die sich erst im Dauerbetrieb zeigen. Trotz absolut defensiver Fahrweise und ohne Renn-Einsatz werden alle 20000 km neue Bremsbeläge u n d Bremsscheiben fällig. Die Kosten liegen dann bei rund 1600 € !! Die hinteren Bremsbeläge und Scheiben halten rund 30.000 km. Die Reifen müssen vorne nach rund 20000 km ausgewechselt werden. Der Verschleiß zeigt sich zuerst an den Seitenrändern.
Den Tankdeckel kann man primitiv nennen. Er wird mit einem Kunststoff-Kabel festgehalten und muss über den Tankverschluß geklemmt werden. Durch diese unzureichende Halterung fällt er oft hinunter und beschädigt dabei den Lack. Die Lüftung kann zwar separat eingestellt werden. Bei unterschiedlicher Einstellung zwischen den Seiten ist die Stärke der Lüftung unzureichend.
Das Navi zeigt bei 3-D-Einstellung nur 75% des Bildes auf dem Monitor.
Beim Ölwechsel durch einen Audi-Händler musste der Wagen danach abgeschleppt werden, da das System zu viel Öl anzeigte und dieses teilweise abgelassen werden musste, um Schäden am Katalysator zu vermeiden.
Die Beschleunigung ist sehr befriedigend. Da ab Werk (Zusatzkosten rund 1800 €) die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h auf 280 km/h angehoben wurde, lässt sich feststellen, dass sich der Wagen ab 260 km/h sehr anstrengen muss, um 280 km/h zu erreichen.
Die Verbrauchswerte sind unbefriedigend für die Leistungswerte. Der BMW M5 aus Baujahr 1999 hatte im Stadtverkehr mit 400 PS einen Verbrauch von rund 15 Litern. Der RS 5, der 12 Jahre später auf den Markt kam, liegt im Stadtverkehr bei ziviler Fahrweise bei rund 16 Litern!
Beim BMW M5 hielten die Bremsscheiben und Beläge durchschnittlich 45.000 km, bei dem RS 5 ist der Verschleiß doppelt so hoch, was sich stark auf die Unterhaltskosten auswirkt.
Ich würde den Wagen nicht wieder kaufen.

Erfahrungsbericht Audi A5 RS5 (450 PS) von schwarz09, Juli 2011

4,5/5

Da ich eine große Affinität zu Sportwagen habe, lieh mir ein guter Bekannter vor einigen Monaten seinen Audi RS5 Quattro. Da dieser sehr tuningbegeistert ist und seinen Wagen noch sportlicher und leistungsstärker machen wollte, verlieh er ihm zusätzlich ein Chiptuning von der Firma Wetterauer Engineering GmbH. Diese Leistungssteigerung reizte mich natürlich noch mehr, den sportlichen Audi einmal zu testen. Schon das Äußere beeindruckte mich enorm. Die sportliche Heckschürze, die ausgestellten und verbreiterten Kotflügel, die Außenspiegel in Aluminium, der schöne Single-Frame und auch die sehr mächtige Frontalansicht wirkten mehr als sportlich. Da ich besonders gerne die Strecke München – Bozen fahre, wollte ich diese mit dem geliehenen Wagen gleich einmal ausprobieren. Von Anfang an begeisterte mich der Audi. Die edle Innenausstattung ließ keine Wünsche offen, sofort fühlte ich mich sehr wohl. Die Ledersportsitze, das unten abgeflachte Sportlenkrad und die Metallic-Tasten beeindruckten mich am meisten. Auch die Soundanlage haute mich um. Schon als ich aus der Ausfahrt herausfuhr, fiel mir besonders das geniale Ansprechverhalten auf. Als ich auf die Autobahn fuhr, ging der Spaß erst so richtig los. Der Wagen strotze nur so vor Power und Sportlichkeit. Er beschleunigte beeindruckend schnell. Der Audi preschte regelrecht nach vorne und ich wurde fest in die Sportsitze gedrückt, die mir ein perfektes Gefühl der Sicherheit boten und mich fest im Griff hatten. Die Performance und das Fahrgefühl waren genial. Hier fiel mir ein weiteres, nicht nur optisches Highlight auf: die Heckflügel, die sich ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h selber ausfahren. Da der Audi sehr laut ist und schon von weitem auf sich aufmerksam macht, begeisterte mich bei der Fahrt durch eine Ortschaft besonders, dass ich die Möglichkeit hatte, das Auto sehr ruhig durch die Straßen gleiten zu lassen. Dies geschieht, indem man die Automatikschaltung nicht auf die Funktion S stellt, sich die Auspuffklappenstellung verändert und man das Gaspedal ganz sanft behandelt. Auf einer besonders kurvenreichen schnellen Strecke stellte ich fest, dass der Wagen extrem sicher und aktiv fuhr. Er nahm ohne Verlangsamung direkt und zielgenau jede Kurve. Beim Einlenken und Beschleunigen gab es kaum eine Tendenz zum Untersteuern. Doch auch hier hatte ich die besondere Möglichkeit, das Drive-Select-System von Dynamic auf Comfort umzuschalten. Dies beruhigte den Wagen sofort und die Lenkung war nicht mehr ganz so direkt. Auch Getriebe, Gaspedal, Lenkung sowie das Ansprechverhalten der serienmäßigen Abgasklappensteuerung konnte von mir über dieses System verändert werden. Alles in allem bin ich mehr als fasziniert von dem Audi RS5 und kann den Wagen nur weiterempfehlen.

Zu den Details:
Der Audi RS5 besitzt eine ganze Reihe an tollen Extras. Der Innenraum bietet serienmäßig ausdrucksstarke und sportliche RS5-Schriftzüge, Karbonzierleisten, ein abgeflachtes Sportlenkrad, sehr edle und hochwertig verarbeitete Sportledersitze, die einem einen festen Halt garantieren sowie Pedalen in Aluminiumoptik. Insgesamt vermittelt die Innenansicht des Wagens einen mehr als sportlichen Eindruck. Die Karosserie bietet einen sehr schönen Anblick mit viel Liebe zum Detail. Besonderheiten sind die ausgestellten und verbreiterten Kotflügel hinten und vorne, die Außenspiegel in Aluminiumoptik, die modifizierten Front- und Heckstoßstangen, die frontalen Stoßfänger in Aluminium-Rauten-Optik, ein beeindruckter Single-Kühlergrill, dessen Einfassung in einer matten Aluminiumoptik gehalten ist, ein Doppelauspuff mit zwei ovalen Auspuffblenden sowie die schon erwähnten ausfahrbaren Heckspoiler. Motor und Getriebe bieten eine unglaubliche Leistung und großen Fahrspaß. Wo schon die serienmäßigen 450 PS/430 Nm und der V8 Motor eine Menge Durchzug und Dampf unter den Rädern erzeugt, haut einen die Kraft und Geschwindigkeit nach der Leistungsoptimierung auf 472 PS/455Nm komplett um. Dass der Wagen 1,8 Tonnen wiegt ist nicht zu spüren. Der Allrad-Antrieb ist heckbetont und steht im Verhältnis 60 zu 40 Prozent. Durch eine mechanische Selbstsperrwirkung ist es jedoch möglich, dass der Heckantrieb auf bis zu 85 Prozent gesteigert wird, beziehungsweise der Frontantrieb auf maximal 70 Prozent. Das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kann entweder manuell oder automatisch bedient werden. Ein zusätzliches Extra: die innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne und hinten.
Das Fahrverhalten zeichnet sich serienmäßig durch eine beeindruckende Beschleunigung auf 100 km/h in 4,6 Sekunden aus, welche nach der Leistungsoptimierung auf 4,5 Sekunden gesenkt werden konnte sowie der, schon oben beschriebenen, beeindruckenden Kurvenlage. Der Wagen hat einen Bremsweg von 35,5 Metern und fährt in der beeindruckenden, schon oben beschriebenen Kurvenlage, 66.9 km/h. Die Sportwagensitze bieten perfekten Halt und die Dynamiklenkung sowie das Sportfahrwerk werden es jedem Sportwagenliebhaber antun.

Fazit:
Wer von Sportwagen begeistert ist, und einen Hang zu sehr vielen luxuriösen und sportlichen Extras hat, wird den Audi RS5 Quattro lieben. Seine Kraft, sein Fahrverhalten und seine Performance pressen den Fahrer in den Sitz und gibt ihm ein einzigartiges Fahrerlebnis. Durch das tolle Design sind einem viele neidische Blicke sicher. Der Allrad-Antrieb bietet einen sicheren und kräftigen Fahrspaß. Auf kurvenreichen Strecken überzeugt der Audi durch außergewöhnlich geringe Untersteuerung.
Optik, Fahrverhalten, Dynamik, Performance – insgesamt lässt das Auto der Extraklasse keinerlei Wünsche offen. Besonders die Leistungsoptimierung durch das Chiptuning von Wetterauer Engineering GmbH gibt dem Fahrgefühl den letzten Kick.

Erfahrungsbericht Audi A5 RS5 (450 PS) von EVOCARS, April 2010

3,1/5

„Soll ich den LKW noch kurz überholen, oder reicht die Strecke bis zur nächsten, uneinsehbaren Kurve nicht mehr?“ Im neuen Audi RS5 wird diese Frage erschreckend oft mit einem „Ich sollte“ beantwortet und ein beherzter Tritt aufs Gaspedal ist die logische Konsequenz. Es ist fast erschreckend, welches Vertrauen man in den 450 PS starken Allrad-Sportler nach nur wenigen Testkilometern legt. Kurve für Kurve wächst das Vertrauen und selbst bewusst zu schnell gefahrene Kurven meistert die Kombination aus Dynamic Ride Control DRC, 20 Zoll großen 275er-Schlappen, optionaler Keramikbremse vorn und 40 zu 60 betont hecklastig ausgelegtem Allradantrieb vortrefflich. Bei Bedarf regelt besagte Vierrad-Kraft auf bis zu 70 zu 30 beziehungsweise 15 zu 85 und das optionale Sport-Sperrdifferenzial an der Hinterachse kümmert sich zusätzlich meisterlich ums Einbremsen des Kurveninneren Rads. Die Mixtur passt. Selbst Grobmotoriker treten nicht gleich vor ihren Schöpfer, wenn sie sich einmal verschätzen. Geübteren Piloten hat Audi außerdem ein zweistufig abschaltbares ESP mit an die Hand gegeben. Nach kurzem Antippen der Taste lässt die Elektronik zunächst leichte Drifts zu, wer das Fangnetz gänzlich deaktiviert, ist uneingeschränkter Herrscher über das Wohl und Weh des 77.700 Euro teuren Coupés.

Mit dem möchte Audi dem derzeit noch konkurrenzlos regierenden BMW M3 Coupé mit seinen 420 PS Paroli bieten. Der Münchner kostet zwar rund 10.000 Euro weniger als der neue RS5, Allradantrieb und insgesamt 450 PS und 430 Newtonmeter im Ingolstädter könnten den Mehrpreis aber durchaus rechtfertigen. Außerdem sei der 4,2-Liter-V8 unter der Haube des neuen Power-Coupés deutlich sparsamer als das Aggregat des „vergleichbaren Mitbewerbers“, so Audi. Mit 10,8 Litern im Mix soll sich der RS5, dessen Antriebsquelle eine Weiterentwicklung des V10 aus dem R8 ist, begnügen. Der BMW M3 gönnt sich mit einem Mix von 12,4 Litern 1,6 Liter mehr. Somit ist der Preisunterschied nach „nur“ etwa 440.000 Kilometern wieder eingefahren.

Doch wer dem 4,64 Meter langen und 1,37 Meter hohen RS verfallen ist, seinen bis 8500 Umdrehungen fauchenden, wohlkomponierten V8-Sound nicht mehr aus dem Ohr bekommt, der schei*** auf den Minderverbrauch und lässt es richtig krachen. Ob im Automatik-Modus, über die Schaltwippen hinterm Lenkrad oder in der manuellen Gasse des Schaltknaufs – jeder Gangwechsel ist ein Genuss. Unauffällig, wenn’s gewünscht wird, ruppig und mit Zwischengas wenn’s härter zur Sache gehen soll. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe macht wie gewohnt einen guten Job und speziell das „Flippern“ hinterm Lenkrad ist eine wahre Freunde – nicht nur auf den Straßen rund um Marbella, auf denen wir mit dem RS5 jetzt erstmals auf Tuchfühlung gehen, auch auf dem Ascari Racetrack, der uns ebenfalls zur Verfügung steht. Auf der knapp vier Kilometer langen Strecke muss sich der auf Wunsch 280 km/h schnelle Audi aufs Härtestes auf den Zahn fühlen lassen und so stehen nach getaner Arbeit nicht nur neue Reifen an, auch die wild knackenden Bremsscheiben können ein Liedchen von der harten Gangart singen.

Aber der Reihe nach. Los geht es mit einer grünen, geschwenkten Fahne am Ausgang der Boxengasse. Runde für Runde taste ich mich an das extrem weit liegende Limit des 1,8 Tonnen schweren Coupés (inkl. Fahrer) heran. Es ist beängstigend, wie schnell Kurven genommen werden können, was man sich auf der Landstraße nicht getraute, aber vermutete, bestätigt sich auf der Piste des Ascari Race Resort: Dank des perfekt abgestimmten Allradantriebs reißt es den RS5 geradezu aus dem Kurvenausgang heraus und auf die nächste Gerade. Allein das hohe Gewicht wird mit der Zeit zum Problem, da auch die speziellen Pirelli-Reifen der Dauerbelastung nicht standhalten. Werden die Rundenzeiten zunächst stetig besser, kommt mit abnehmendem Grip ein etwas schwammiges Fahrgefühl auf und die Zeiten verschlechtern sich wieder. Doch für so einen Extremeinsatz dürften die Pneus einfach nicht ausgelegt sein. Anders die optionalen Schalensitze, die Fahrer und Beifahrer mit verstellbaren Wangen derbe in die Zange nehmen und ganz ausgezeichneten Seitenhalt bieten. Ebenfalls positiv zu erwähnen sind der im Kombiinstrument integrierte Laptimer und der Aufpreispflichtige Sportauspuff, der dem RS5 einen noch heiseren Klang verleiht.

Auf der Heimfahrt von der Strecke muss der M3-Konkurrent dann noch seine GT-Qualitäten unter Beweis stellen, dem Motor bleiben Drehzahlorgien bis jenseits der 8200 Touren erspart. Unser neuer Testwagen ist bestückt mit den optionalen Komfortsitzen, dem aus dem A5 bekannten, 455 Liter fassenden Kofferraum und dem auf Komfort gestellten Fahrwerk und so geleiten wir völlig relaxt und trotzdem zügig dahin. Hier macht sich das Gewicht einmal positiv bemerkbar. Satt und fett liegt der RS5 auf der Straße und wer im Automatik-Modus den doppelten Schaltlakai arbeiten lässt, der ist häufiger im Spritsparenden siebten Gang, als er denkt. Selbst in der zweiten Reihe ist noch Platz und so eignet sich der Audi RS5 auch zum Familien-Kurztrip an die Ostsee. Da passt es gut, dass der knackige Audi zwar schon ab April zu bestellen ist, doch erst im Juni ausgeliefert wird. Früher lohnt der Trip ans nördliche Meer wetterbedingt eh nicht.

Fazit: So viel Spaß die Ingolstädter Rakete auch auf der Rennstrecke gemacht hat, mit dem RS5 bringt Audi unserer Meinung nach eher einen nahezu perfekten GT, denn einen Weekend-Racer auf den Markt. Bei Bedarf kann er durchaus zur wilden Sau werden, doch das kraftvolle und vor allem schnelle Dahingleiten oder schnelle Landstraßenetappen sind die Paradedisziplin des RS5. Sollte Audi sich jedoch entscheiden, eine kernigere Leichtbauversion à la BMW M3 GTS nachzuschieben, steht regelmäßigen Ausflügen auf die Rennstrecke nichts im Wege.

P.S. Auch der kommende Audi RS4 wird vom neuen, erstmals im RS5 eingesetzten 4,2-Liter-V8 befeuert. Angesichts der 420 PS des Vorgängermodells, dürfte wohl auch die neue Power-Limo in Regionen von 450 PS vordringen. Armer M3. Als wenn Mercedes C63 AMG und Lexus IS-F nicht schon Konkurrenz genug wären.

Alle Varianten
Audi A5 RS5 (450 PS)

  • Leistung
    331 kW/450 PS
  • Getriebe
    Automatik/7 Gänge
  • 0-100 km/h
    4,6 s
  • Ehem. Neupreis ab
    77.700 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    10,8 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse
    G

Technische Daten Audi A5 RS5 (450 PS)

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseMittelklasse
KarosserieformCoupe
Anzahl Türen2
Sitzplätze4
FahrzeugheckStufenheck
Bauzeitraum2010–2012
HSN/TSN7967/AAO
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge7
Hubraum4.163 ccm
Leistung (kW/PS)331 kW/450 PS
Zylinder8
AntriebsartAllradantrieb
0-100 km/h4,6 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge4.649 mm
Breite1.860 mm
Höhe1.366 mm
Kofferraumvolumen455 – 829 Liter
Radstand2.751 mm
Reifengröße265/35 R19 Y
Leergewicht1.725 kg
Maximalgewicht2.225 kg
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge7
Hubraum4.163 ccm
Leistung (kW/PS)331 kW/450 PS
Zylinder8
AntriebsartAllradantrieb
0-100 km/h4,6 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch Audi A5 RS5 (450 PS)

KraftstoffartSuper Plus
Tankinhalt64 Liter
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben10,8 l/100 km (kombiniert)
14,9 l/100 km (innerorts)
8,5 l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben252 g/km (kombiniert)
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
SchadstoffklasseEU5
EnergieeffizienzklasseG
CO2-Effizienz

Auf der Grundlage der gemessenen CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Masse des Fahrzeugs ermittelt.

Co2 g