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Testbericht

Ole Dietkirchen/SP-X, 16. Januar 2011

Wenn Ende März die offene Version des neuen BMW 6ers in die Schauräume der deutschen BMW-Händler rollt, sollte der Frühling kommen. Zumindest für diejenigen die bereit sind, mindestens 83.300 Euro auf den Tisch des Hauses zu blättern.
Mit dem 2+2-Sitzer setzen die Bayern wie gewohnt auf Luxus und Power. Wie sein Technikspender, der BMW 5er, ist das Cabrio in der Länge gewachsen und wirkt dadurch nun schlanker und sportlicher proportioniert als der eher bullige Vorgänger. Auf 4,90 Meter fließen die Linien eben eleganter als auf vormals 4,82 Meter. Die Nieren im Kühlergrill sind größer geworden und stehen leicht nach vorn geneigt, was den Eindruck einer Haifischschnauze weckt. Das Heck wird von zwei L-förmigen Leuchten geprägt. Anders als die Stahldach-Modelle 3er-Cabrio und der Roadster Z4 setzt der große Bruder weiterhin auf das klassische Stoffverdeck. Geschlossen wird das Verdeck automatisch in 24 Sekunden, zum Öffnen benötigt es 19 Sekunden. Beides funktioniert auch während der Fahrt bis Tempo 40. Die Heckscheibe kann separat geöffnet werden.
Ein Leichtgewicht ist das große Cabrio trotz Stoffmütze mit rund zwei Tonnen Leergewicht nicht. Da passt es, dass die Motoren gegenüber dem Vorgänger bei der Leistung zugelegt haben. Als Basistriebwerk gibt es zum Marktstart einen 3,0-Liter-Sechszylinder-Turbobenziner mit 235 kW/320 PS, der den 6er über die Hinterräder in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert. Der Verbrauch soll bei 7,9 Litern liegen (185 g CO2/km). Die Modellbezeichnung der Version lautet 640i, was nahe legt, dass beizeiten auch wieder ein 630i-Einstiegsmodell mit knapp 300 PS angeboten wird. Top-Motor ist zunächst ein 5,5-Liter-V8-Turbobenziner mit 300 kW/407 PS. Nach 5 Sekunden ist aus dem Stand eine dreistellige Geschwindigkeit erreicht. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 10,7 Liter an (249 g CO2/km). Bei beiden Motoren wird die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
Erstmals ist auch die aus der 5er-Reihe und dem X5 bekannte Achtstufenautomatik an Bord. Sie sorgt gemeinsam mit Bremsenergierückgewinnung, bedarfsgerecht abschaltbaren Nebenaggregaten und rollwiderstandsarmen Reifen für die relativ geringen Verbrauchswerte. Der Sechszylindermotor ist darüber hinaus mit einem Stopp-Start-System gekoppelt.
Die Serienausstattung ist der Fahrzeugklasse entsprechend. Unter anderem sind Zweizonen-Klimaanlage, CD-Radio und elektrisch verstellbare Vordersitze an Bord. Wie immer bei BMW kann vieles aber über die Optionsliste geordert werden. Unter anderem gibt es Internet, Festplatten-Navi, Nachtsichtgerät, Totwinkel-Assistent und ein Head-up-Display. Zur Aufrüstung des Fahrwerks gibt es unter anderem elektronische Dämpfer, Aktivlenkung und Wankstabilisierung.
Die Preise starten bei 83.300 Euro für die Sechszylinderversion BMW 640i, der BMW 650i mit V8-Motor kostet mindestens 94.300 Euro. Wettbewerber wie den Mercedes-Benz SL gibt es ab 81.813 Euro (170 kW/231 PS), ein Porsche 911 Cabrio kostet mindestens 95.891 Euro (254 kW/345 PS). Weitere Konkurrenten sind Maserati Gran Cabrio und Aston Martin DB9 Volante.
Premiere feiert das 6er-Cabrio auf der Detroit Auto Show im Januar 2011. Nach dem Marktstart im März wird die Modellfamilie dann schnell ergänzt. Im Spätsommer kommt das zweitürige Coupé, für Anfang 2012 wird das erstmals angebotene viertürige Coupé erwartet.  

Vom neuen 6er bringt BMW jetzt auch eine Cabrio-Version: ein Fahrzeug, eher für Genießer als für Sportfahrer, trotz üppiger Motorisierung. Die Preise sind ebenfalls üppig, in der Praxis wird kaum ein offener 6er unter 90.000 Euro den Händler verlassen.

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Fazit
Vom neuen 6er bringt BMW jetzt auch eine Cabrio-Version: ein Fahrzeug, eher für Genießer als für Sportfahrer, trotz üppiger Motorisierung. Die Preise sind ebenfalls üppig, in der Praxis wird kaum ein offener 6er unter 90.000 Euro den Händler verlassen.

Quelle: Autoplenum, 2011-01-16

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