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Testbericht

17. März 2011
Fünfzylinder sind im Zuge des motorspezifischen Downsizing „in“ und bereiten einem Treffen von Tradition und Moderne eine willkommene Brisanz. Rückblende: Bärenstarke Fünfzylinder-Benziner haben im Zeichen der Vier Ringe eine lange Tradition. In den 80er Jahren hatten bereits die Rallye-Stars Walter Röhrl und Michelle Mouton in ihrem Audi quattro einen Fünfzylinder-Turbo unter der Motorhaube. Damals donnerten die Audis um die Krone in der Rallye-Weltmeisterschaft durch die französischen Seealpen – und heute? Auch wir hatten die Möglichkeit auf den Spuren der Rallye-Profis oberhalb von Monaco mit dem neuen Audi RS3 über kurvenreiche Straßen zu fahren, aber mit weitaus weniger Tempo. Schließlich ging es ja nicht um den WM-Titel. Die Marke führt ihre klassische Technik fort: Der aufgeladener 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor mit Benzindirekteinspritzung arbeitet bereits im TT RS und leistet auch im neuen RS3 stramme 340 PS (250 kW). Damit beschleunigt der ausschließlich als Sportback lieferbare RS3 in die Liga der edlen Sportwagen. Nur gut, dass die Kräfte des neuen 2.5 TFSI sauber und blitzschnell über die bewährte Siebengang S tronic (Doppelkupplungsgetriebe) und den permanenten Allradantrieb quattro auf die Straße übertragen wird. Der kompakte und leichte 2.5 TFSI – 2010 zum „engine of the year“ gewählt – schöpft aus 2,5 Liter Hubraum seine Kraft, so beträgt die spezifische Leistung 137,1 PS (100,8 kW) je Liter. Das maximale Drehmoment von 450 Nm steht über ein breites Drehzahlband von 1.600 bis 5.300 Umdrehungen/Min. konstant zur Verfügung. Im linken Abgas-Endrohr sitzt eine Klappe – wenn der Fahrer die serienmäßige Sporttaste auf dem Mitteltunnel drückt, macht sie den charakteristisch röhrenden Auspuffsound noch intensiver und lässt den Motor noch bissiger ansprechen. Der Audi RS 3 Sportback (ab 49.900 Euro) ist kein Krawall-Auto. Optisch wurden das Bug- und Heckschürze sowie die Flanken des RS3 leicht modifiziert, über dem Heck des Sportback ist ein Dachkantenspoiler angebracht. Mit seinen 19 Zoll-Rädern und den ausgestellten Kotflügel aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff will der Audi RS 3 Sportback dennoch seine Sonderstellung zeigen. Die Reifen der Dimension 235/35 – die hinteren sind 10 Millimeter schmaler – wird das tolle Handling weiter verschärft. Die innen belüfteten Bremsscheiben haben vorn 370 Millimeter und hinten 310 Millimeter Durchmesser. Die vorderen Reibringe sind gelocht; hohl gebohrte Stifte verbinden sie mit den Bremstöpfen aus Aluminium, schwarz lackierte Vierkolben-Festsättel packen sie an. Nicht nur, dass sie optimal verzögern, sie sind auch optisch eine schöner Anblick. Der Innenraum des RS3 ist ganz in nüchternem Schwarz gehalten und mit einer Reihe RS 3-Logos aufgelockert. Nur das unten abgeflachte Multifunktions-Sportlederlenkrad und die bequemen Sportsitze mit Bezügen in Leder fallen auf. Eine Ladedruckanzeige, ein Ölthermometer und der Laptimer sind ins Fahrerinformationssystem integriert. Serienmäßig ist der RS3 Sportback mit einer Klimaautomatik, Radioanlage und Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht ausgerüstet. Dass der Audi RS3 Sportback erst sehr spät auf den Markt kommt, ist eine modellpolitische Entscheidung. Schließlich fährt das A3 Basismodell in die letzte Runde seines Modellzyklus ein und das neue RS-Topmodell soll nochmals das Interesse am A3 lecken. Wer heute einen RS3 Sportback haben möchte, der muss ich beeilen. Denn das zunächst eingeplante Produktionsvolumen von 2500 Autos für dieses Jahr ist schon weitgehend erschöpft – jetzt will die quattro GmbH aber das konservativ gerechnete Volumen des nicht weltweit ausgelieferten Audi RS3 Sportback erhöhen. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)          
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Quelle: auto-reporter.net, 2011-03-17

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