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Testbericht

Sebastian Viehmann / Stefan Grundhoff, 3. August 2011
Auf der IAA erwartet die Besucher ein ganzer Parkplatz voller Neuheiten, und das nicht nur von den großen Herstellern. Manche Autobauer wollen sich sogar völlig neu erfinden. Der erste Überblick.

„Zukunft serienmäßig“ lautet diesmal das Motto der IAA. Soll heißen: Elektro- und Hybridantrieb muss sich nicht mehr in serienfernen Studien verstecken, sondern rollt bald en masse auf der Straße. Hersteller wie BMW und VW specken mit neuen Kleinstwagen radikal ab und wollen beweisen, dass man nicht nur mal eben auf der grünen Öko-Schiene fährt, sondern den eigenen Konzern ernsthaft in alternative Richtungen lenkt. Trotzdem bleibt genügend Platz für neue Sportwagen mit reichlich Pferdchen unter der Haube. Die 64. IAA findet vom 15. bis 25. September auf dem Messegelände in Frankfurt am Main statt.

Audi spielt in Frankfurt die sportliche Karte und zeigt den R8 GT Spyder sowie die S-Versionen von A8, A6 und A7. Auch den König der Dienstwagen, den A6 Avant, kann erstmals eine breite Öffentlichkeit in Augenschein nehmen. Bei BMW bleibt in diesem Jahr kein Stein auf dem anderen: Die Modelle i3 und i8 zeigen, wie die ersten Großserien-Elektroautos der Münchner aussehen könnten. Die seriennahen Studien fahren rein elektrisch (i3) oder mit einem Plug-In-Hybrid (i8). Mit einer Ladung soll der 170 PS starke i3 im Alltag 130 bis 160 Kilometer weit kommen. Der 2+2-Sitzer i8 schafft den Spurt von 0 auf 100 Km/h in 4,6 Sekunden. Parallel zu den i-Modellen zeigt BMW sein neues Mobilitätskonzept mit Premium-Carsharing, interaktiver Parkplatzsuche und Fernsteuerung des Ladevorgangs per Smartphone. Ebenfalls im Rampenlicht parken die neue Generation des 1er und der M5.

Fiat stellt auf der IAA den nagelneuen Panda vor. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Italiener ein Stückchen in die Länge gewachsen, an Bord sind sparsame Diesel- und Benzinmotoren inklusive Start-Stopp-Automatik. Die Markteinführung des Wagens steht 2012 an. Der neue Panda kommt nicht mehr aus Polen, sondern wird im italienischen Werk Pomigliano d'Arco gebaut.Honda zeigt nach langem Warten die neue Generation des Civic. Optisch bleibt der Wagen des Modelljahres 2012 seiner keilförmigen Linie treu und wirkt so mehr wie eine Modellpflege. Die etwas bauchigere Motorhaube geht unverändert flach in die Windschutzscheibe über. Die Gürtellinie steigt oberhalb der Türgriffe steil nach oben an. Besonders hoch wirkt der Heckabschluss mit einem schmalen Leuchtenband. Jeep arbeitet zurzeit gemeinsam mit Fiat an neuen Modellen, vielleicht gibt es in Frankfurt ja als Überraschung eine Studie. Zu sehen sein wird in jedem Fall der Grand Cherokee SRT8, die höchste Ausbaustufe des amerikanischen Geländewagens. Mit rund 470 PS tritt der auch optisch aufgemotzte SRT8 gegen Autos wie den BMW X5 M an. Auch die Chrysler-Modelle 300, der Dodge Challenger und der Dodge Charger rollen in SRT8-Versionen vor.

Lexus will mit dem neuen GS der Oberklasse-Konkurrenz Paroli bieten. Der 4,85 Meter lange Japaner orientiert sich stark am aktuellen Lexus-Design mit Kanten und Sicken. Besonders von schräg hinten kann der Wagen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ausgelaufenen 5er BMW kaum verhehlen. Mit zahlreichen Assistenz- und Sicherheitssystemen wird der Lexus GS ab dem Sommer 2012 einen internationalen Angriff auf die deutsche Premiumkonkurrenz starten. Mazda zeigt in Frankfurt den lang erwarteten CX-5. Das 4,5 Meter lange SUV sieht nicht nur deutlich dynamischer aus als der größere CX-7 und wurde nach Mazdas „Kodo“-Designsprache gezeichnet, es könnte auch Maßstäbe in Sachen Effizienz setzen. Die neue Skyactiv-Motorengeneration der Japaner soll den Durst des CX-5 beim 150 PS-Dieselmotor auf rund 4,5 Liter pro 100 Kilometer beschränken. Allradantrieb ist optional an Bord, dank Leichtbau wiegt der Lifestyle-Kraxler kaum mehr als ein Kompaktauto. Zudem gibt es in Frankfurt die Modellpflege des Mazda 3 zu bestaunen.

Mercedes konkurriert in diesem Jahr mit Porsche um den heißesten Sportwagen und schickt den SLS Roadster in den Ring. Das stramme Stoffdach lässt sich bis zu einem Tempo von 50 Km/h elektrisch öffnen und schließen. Das Spitzentempo des 571 PS starken Roadsters liegt bei 317 Km/h. Zu den weiteren Highlights auf dem Mercedes-Stand zählen insbesondere die neue B-Klasse und die neue Generation der M-Klasse. Mini baut seine Modellpalette mit dem Coupé aus. Dass es sich dabei um einen echten Sportler handelt, will Mini schon durch die Motorenauswahl klar stellen. Die müden Basistriebwerke bleiben im Regal. Das Coupé wird mindestens vom 122 PS starken Triebwerk des Cooper befeuert. Als Idealbesetzung präsentiert sich der Mini John Cooper Works – 211 PS stark und bis zu 240 km/h schnell.

Opel zeigt auf der IAA die neue Generation des Familienvans Zafira und wohl auch den neuen Combo, der als Schwestermodell des Fiat Doblò entsteht. Als Scirocco-Konkurrent empfiehlt sich der dreitürige Astra GTC. Die Rüsselsheimer könnten außerdem einen Ausblick auf das Modell Junior geben, das den Kleinstwagenmarkt unterhalb des Corsa aufrollen soll. Bei Peugeot dreht sich der 508 RXH auf dem Präsentierteller. Der elegante Dieselhybrid basiert auf dem 508 SW, läuft bei Peugeot aber als eigenständige Baureihe. Die Kombination aus dem 163 PS starken Zweiliter-Dieselmotor an der Vorderachse und einem 37 PS starken Elektromotor hinten sorgt für ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern. Den genauen Verbrauch des Wagens verraten die Franzosen noch nicht, der Zielwert liegt aber bei weniger als vier Litern pro 100 Kilometer. Außerdem haben die Franzosen für Frankfurt eine frische Designstudie im Gepäck.

Der absolute Zuschauermagnet wird in diesem Jahr bei Porsche stehen: Der nagelneue 911er zeigt seine Kurven. Der 4,49 Meter lange Renner soll nicht nur durch seine Fahrleistungen und seine Dynamik, sondern auch durch Effizienz Bestmarken setzen. Das Carrera-Basismodell mit 3,4 Litern Hubraum und 350 PS läuft knapp 290 km/h und soll im Schnitt gerade einmal 8,5 Liter verbrauchen. Ein Start-Stopp-Modul ist ebenso serienmäßig an Bord wie die Segelfunktion bei Fahrten ohne Gasannahme. Zudem ist der neue Porsche 911 das erste Serienfahrzeug mit einem manuellen Siebengang-Getriebe. Neben dem 911 Carrera mit 350 PS wird zum Marktstart der 400 PS starke Carrera S verfügbar sein. Die Cabrioversion folgt aber erst im Frühjahr 2012 auf dem Genfer Salon. Renault bringt eine Studie zur IAA, während die sonstigen Neuheiten etwas dünn gesät sind: Der Kleinwagen Twingo und das SUV Koleos lassen sich erstmals live mit ihren frisch gelifteten Gesichtern blicken. Die glatte, etwas langweilige Front des Twingo ist passé, der Franzose hat nun einen kleinen Kühlergrill und große runde Nebelscheinwerfer. Bei der Modellpflege des Koleos hat sich Renault neben der Optik auch die Technik vorgeknöpft und den Verbrauch des SUV gesenkt. Die Preise starten bei 28.990 Euro für den Benziner mit Allradantrieb.Den neuen Smart Fortwo gibt es auf der IAA noch nicht zu bewundern. Jedoch zeigt der Mercedes-Ableger eine Zukunftsstudie, die einen Ausblick auf die nächste Smart-Generation geben soll.

Interessante Neuheiten kommen jedoch nicht nur von den großen Autobauern. SsangYong zeigt einen neuen Pick-Up, der das SUV Korando verstärken soll. Außerdem präsentieren die Koreaner eine Studie, die intern noch „X-100“ genannt wird. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um ein kleines SUV. Toyota zeigt in Frankfurt den neuen Yaris. Die dritte Generation des Polo-Gegners ist 3,9 Meter lang, hat den besten cw-Wert ihrer Klasse und bietet 286 Liter Kofferraumvolumen. Ebenfalls zu sehen ist die neue Version des Pick-ups Hilux, außerdem könnten die Japaner den Avensis im Gepäck haben – nach dem üblichen Modellzyklus wäre die Zeit nämlich reif für ein Facelift. Der neue Sportwagen Celica, der bereits häufig als Studie über die Automessen tourte, wird in seiner fertigen Serienversion aber wohl erst Ende des Jahre in Tokio präsentiert. Volkswagen wird sich in diesem Jahr genau wie BMW von einer ganz neuen Seite zeigen. Der Kleinstwagen Up! wird das Highlight der Wolfsburger und soll eine neue Ära im Konzern einläuten. Der Winzling präsentiert sich nach und nach in mehreren Varianten, er wird von sparsamen Dreizylinder-Benzinern und Dieselmotoren angetrieben. Eine Elektro-Version ist ebenfalls geplant.
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Quelle: Autoplenum, 2011-08-03

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