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Testbericht

Günter Weigel/SP-X, 8. Februar 2013

Während sich die zuständigen Stellen Berlin noch nicht ganz einig sind, warum der Flughafen so wie er geplant war, nicht fertig wird, ist man sich aber immerhin einig, dass er fertig werden soll. Diese Einigkeit besteht beim Projekt Stuttgart 21 nun wohl nicht mehr. Es wird, wen wundert es, alles viel teurer und nun sollen bereits Gutachten klären, was es denn tatsächlich kosten würde, das Mammutprojekt nicht zu bauen. Was lernen wir daraus? Fliegen und Bahnfahren sind nicht unbedingt eine Alternative zum Auto, schon gar nicht, wenn dafür neu gebaut werden muss. Das kann nämlich dauern, wenn es denn überhaupt etwas wird.

Dauern dürfte es auch noch eine Weile, bis sich Autoindustrie, EU und weitere Behörden in Sachen Kältemittel einig sind. Diese Woche jedenfalls mehrten sich Berichte, denen Zufolge nach Daimler und Audi nun auch BMW als letzter deutscher Hersteller die Expertenkommissionen verlassen werde, die die Risiken von R1234yf untersuchen soll. Die Spezialisten des Weltverbandes der Automobilingenieure (SAE) fanden bislang nämlich, das Mittelchen sei nicht gefährlich, wollen aber einem Test wohl nicht zustimmen, was wiederum keine Zustimmung der heimischen Hersteller fand.

Nicht zustimmen will übrigens auch VW-Chef Martin Winterkorn seinem Gehalt. Vertragsgemäß stünden dem Herrn über immerhin zwölf Marken in diesem Jahr wohl mehr als 20 Millionen Euro zu. Das sei zu viel und dem normalen Menschen nicht mehr zu vermitteln, befand Winterkorn und hat damit sicher Recht. Ein kleiner Verzicht bei den Vorstandsvergütungen bringt auch ein paar Euro mehr in die Volkswagenkasse. Das Geld kann man brauchen, schließlich hat gerade erst Patriarch Piech via ADAC Motorwelt verkündet, dass man doch sehr bestrebt sei, noch eine dreizehnte Marke ins Imperium aufzunehmen. Er ließ allerdings offen, welches Emblem er den nun genau im Wappenbord ergänzen will. Dass es sich dabei um Alfa Romeo handeln soll, ist aber ein offenes Geheimnis. Allein – Fiat will Alfa noch immer nicht feilbieten. Wahrscheinlich hülfe es auch nichts, wenn Martin Winterkorn zugunsten des Einkaufes in den nächsten Jahren gänzlich auf sein Salär verzichten würde.

Apropos verzichten. Folgt man den Januarzahlen, verzichten eine ganze Menge Menschen in Deutschland derzeit auf ein neues Auto. Das wiederum listet das Kraftfahrtbundesamt, kurz KBA genannt, fein säuberlich auf. Man sieht genau, welche Marken wie beliebt sind und wer in diesem oder jenem Segment führt. Warum die einzelnen Fahrzeuge einem Segment zugeordnet sind, erklärt sich dem unbedarften Leser nicht unbedingt. Im Januar löste beispielsweise der Porsche 911 im Segment der Sportwagen den Dauerspitzenreiter Mercedes E-Klasse Coupé ab. Es ist zweifellos schön für Porsche, dass die Ikone 911 im Jahr ihres 50. Geburtstages für Spitzenplätze in den Verkaufscharts gut ist, aber mit Verlaub: Was hat eigentlich das formschöne E-Klasse Coupé in dieser Rubrik verloren? Es ist ja nicht so, das Mercedes keine Sportwagen bauen würde, aber ausgerechnet der Dauerspitzenreiter des Segments ist sicherlich keiner.

Kein Spitzenreiter ist übrigens auch das Internet, wenn es um den Handel mit Automobilen geht. Im vergangenen Jahr entschloss sich eine fünfstellige Zahl von Kunden zum Kauf eines über das Internet vermittelten Neuwagens. In den kommenden beiden Jahren soll die Zahl auf 100.000 Fahrzeuge steigen. Nicht gerade viel angesichts eines Gesamtmarktes von rund drei Millionen Neufahrzeugen und hohen Preisnachlässen, die vor allem bei Onlineaktionen gewährt werden. Dafür kommt das Internet immer besser ins Auto. Man spricht mit Siri, bis jetzt in der A-Klasse, demnächst noch in einem anderen Modell. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Jedenfalls, da sind sich die Hersteller weitgehend einig, gehört eine ordentliche Online-Verbindung auch in kleine Autos. Schließlich will der Käufer von morgen im Stau wenigsten Surfen. Fliegen oder Bahnfahren kann er ja nicht – siehe oben. Sonst noch was? Nächste Woche wieder.

Unser Wochenrückblick widmet sich dieses Mal den Wunderlichkeiten amtlicher Statistik, den Sonderbarkeiten ziemlich amtlicher Planung und den Unwägbarkeiten des Virtuellen.

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Fazit
Unser Wochenrückblick widmet sich dieses Mal den Wunderlichkeiten amtlicher Statistik, den Sonderbarkeiten ziemlich amtlicher Planung und den Unwägbarkeiten des Virtuellen.

Quelle: Autoplenum, 2013-02-08

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