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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 2. Mai 2019
SP-X/Köln. Citroen zählt zu den ältesten Automobilherstellern. Vor 100 Jahren brachten die Franzosen ihr erstes Modell auf die Straße. Der Typ A 10 HP avancierte direkt zum Massenmodell.Nachdem Citroen zunächst Zahnräder und im Ersten Weltkrieg dann Artilleriegranaten hergestellt hatte, begann man nach dem französischen Sieg mit der Entwicklung von Automobilen. Ziel war ein preiswerter Mittelklassewagen mit der damals üblichen, noch von Pferdekutschen abgeschauten Phaeton-Karosserie. An technischen Besonderheiten brachte das 3,40 Meter lange Auto vor allem einen elektrischen Anlasser mit, der den Fahrer von der anstrengenden und gefährlichen manuellen Kurbelei vor dem Start entband.Wichtiger als das Produkt war jedoch die Produktionsweise. Citroen übernahm als erster europäischer Hersteller im großen Stil die Fließbandtechnik von Ford aus den USA und erreichte eine Fertigungskapazität von 100 Autos pro Tag. So ließ sich für den Typ A ein außergewöhnlich niedriger Startpreis von damals rund 8.000 Franc realisieren. Mit dem 1922 nachgereichten 5 HP stieg Citroen endgültig zum Massenhersteller auf. Das günstige, leicht bedienbare und wartungsfreundliche Auto war nicht zuletzt bei Frauen und jungen Fahrern beliebt. Rund 81.000 Stück wurden zwischen 1922 und 1926 gebaut.Zum Vergleich: Mercedes als größter deutscher Hersteller baute im Jahr 1926 in allen Baureihen gerade einmal rund 7.000 Pkw. Während die Franzosen bereits für den Massenmarkt bauten, belieferten die deutschen Firmen in dieser Zeit mir ihren luxuriösen Kleinserienmodellen vor allem das reiche Großbürgertum.Citroen hingegen setzte weiterhin auf größere Kundenkreise. Ab 1921 auch mit dem Typ B2, der mit stärkeren Motoren und Dreiganggetriebe technisch gegenüber dem A-Modell weiter verfeinert wurde. Mit dem B10 hielt zudem die Ganzstahlkarosserie Einzug, die die bis dahin üblichen blechbeplankten Holzkonstruktionen ersetzte. Damit war endgültig der Weg Richtung Massenproduktion eingeschlagen: Die teuren Pressmaschinen rentierten sich erst bei großen Stückzahlen – dann aber aufgrund der viel effizienteren Produktion gleich richtig.In den USA machte Ford das Auto zum Massenmobil, in Europa setzte Citroen als erster auf die Fließbandproduktion. Mit einem für die damalige Zeit überwältigenden Effekt.
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Fazit
In den USA machte Ford das Auto zum Massenmobil, in Europa setzte Citroen als erster auf die Fließbandproduktion. Mit einem für die damalige Zeit überwältigenden Effekt.

Quelle: Autoplenum, 2019-05-02

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