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Testbericht

24. Juli 2003

Seit jeher eilt Volvo der Ruf voraus, robuste und sichere Autos zu bauen. Das weiß auch Hollywood: In vielen amerikanischen Spielfilmen darf auch ein Volvo-Kombi nicht fehlen. Oft fahren die besonders schutzbedürftige Hausfrau (und Mutter) oder der sicherheitsorientierte Lehrer einen meist älteren Schweden.  Für die Filmregisseure könnte es einen neuen Star geben, der diese Rolle besetzt: Seit wenigen Monaten ist der Volvo XC90 auf dem Markt. Dass er sicher ist, hat er beim aktuellen Euro NCAP-Crashtest bewiesen: Er hat fünf Sterne bekommen.  Wir haben das geräumige Freizeitautomobil als Siebensitzer mit dem 272 PS starken Sechszylinder getestet. 

Muskelbepackter Auftritt 
Der XC90 flößt von seiner Erscheinung her Respekt ein. Er wirkt wie ein Volvo-Kombi, der im Fitnessstudio war und muskelbepackt wiederkommt.  Schon der Türgriff vermittelt ein vertrauenswürdig-starkes Gefühl. Um auf den lederbezogenen Fahrersitz zu gelangen, muss man ein wenig nach oben steigen. Von dort aus hat man einen tollen Überblick über das Verkehrsgeschehen. Die bequemen Sitze sind vielfach elektrisch verstellbar, nur bei der Lordosenstütze muss man mittels Drehrad noch selbst Hand anlegen. 

Geräumiges Cockpit 
Wie ein Regisseur in der Mitte eines Theatersaals fühlt man sich im geräumigen Cockpit: Der XC90-Pilot wird von einer Menge Schalter, Knöpfe und Tasten umgeben. Selbst am Lenkrad sind ungewöhnlich viele Funktionen bedienbar. Dazu gehören nicht nur der Tempomat und das Radio, sondern auch das Navigationssystem. 

Fernbedienung fürs Navigationssystem 
Das Farbdisplay des Navigationssystems ist zunächst gut verborgen: Erst nach Knopfdruck am Lenkrad wird es aus seinem Versteck in der Mitte der Armaturentafel gefahren. Danach lässt sich das Navisystem ebenfalls über Drucktasten am Volant relativ einfach und nahezu selbsterklärend bedienen. Noch bequemer gestaltet sich die Einstellung des Systems mittels einer kleinen Fernbedienung. 

Variabler Innenraum 
Einen dicken Pluspunkt bekommt unser siebensitziger Testwagen für seinen variablen Innenraum. So manches als Familienauto deklariertes Fahrzeug könnte sich bei ihm noch eine Scheibe abschneiden. 

Zwei Einzelsitze im Fond 
Es gibt im Fond an letzter Stelle zwei Einzelsitze, die bei Bedarf mit wenigen Handgriffen aus dem Wagenboden gezaubert werden können. Wirklich bequem sitzt ein Erwachsener zwar nicht in der letzten Reihe, aber Kinder können dort gut untergebracht werden. Dafür ist die zweite Reihe wie aus der Business-Class: Auf den äußeren Plätzen reisen ausgewachsene Menschen nicht nur super-bequem, sondern haben jede Menge Kopf- und Beinfreiheit. 

Cleverer Mittelsitz 
Der Mittelplatz ist schmaler geschnitten und sollte dem Nachwuchs vorbehalten bleiben. Die Sitzfläche lässt sich um einige Zentimeter anheben. Zudem kann der ganze Sitz, wie auch seine beiden äußeren Kollegen, längs verschoben werden und wird somit näher an die vordere Reihe gebracht. Da sich das Staufach in der Mittelkonsole zwischen den Frontsitzen mühelos entfernen lässt, reicht der Sitz noch weiter nach vorn. Das erleichtert es dem Beifahrer beispielsweise, sich mit dem dort sitzenden Kind zu beschäftigen. 

Luxus im Fond 
Wer in der zweiten oder dritten Reihe sitzt, kann besonderen Luxus genießen. Es gibt optional eine separate Klima-Steuerung und Kopfhöreranschlüsse in den C-Säulen, an denen auch die Musikquelle wie Radiosender, CD oder Mini-Disc frei gewählt werden kann. 

Satter Sound der Maschine 
Der Fahrer braucht eigentlich keine Berieselung aus den Lautsprechern, der Klang des 272 PS starken Reihensechszylinders ist schon Musik genug. Während der Dreiliter im Leerlauf und in den unteren Drehzahlen noch leise-dezent, aber dennoch kraftvoll sein Tun verkündet, wird der Sound nach oben hin richtig satt, ohne zu nerven. 

Druckvolle Beschleunigung 
Aus dem Stand heraus sprintet der XC90 nach einer Gedenksekunde siegeswillig los. Druckvoll dreht die Maschine schier endlos hoch, bis die Vierstufen-Automatik sanft schaltet. Wer solange nicht warten will, kann selbst Hand anlegen und die Stufen manuell wechseln. In kurzen 9,3 Sekunden wird der immerhin 2,2 Tonnen schwere Wagen in den dreistelligen Tachobereich gebracht. Erst bei 210 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. 

Adaptive Automatik 
Im Automatik-Modus passt sich das Getriebe an die Fahrweise an. Wenn es merkt, dass der Fahrer sportlicher unterwegs sein möchte, schaltet es entsprechend später hoch. Es dauert allerdings ein paar Augenblicke, bis sich das System an einen geänderten Fahrstil gewöhnt hat und schaltet bis dahin scheinbar nervös hoch und runter. 

Elektronisch geregelter Allradantrieb 
Die Kraft wird über einen permanenten Allradantrieb übertragen. Er ist elektronisch geregelt und verteilt die Kraft automatisch zwischen den Achsen: Auf einer normalen, trockenen Fahrbahn werden überwiegend die Vorderräder angetrieben. Im Gelände wird die Leistung auf die Räder geschickt, die den meisten Grip haben. 

Großes Elektronik-Paket 
Die Fahrstabilität wird von einem großen Elektronik-Paket unterstützt. Im serienmäßigen DSTC-System (Dynamic Stability and Traction Control) sind eine Traktionskontrolle, eine Antischlupfkontrolle, eine Antischlupfregelung und eine Anti-Überschlagfunktion enthalten. Das bedeutet: Sobald ein Antriebsrad durchdreht, der Volvo auszubrechen droht, oder die Gefahr eines Überschlags besteht, greift eines der Helferlein ein, um den XC90 zu stabilisieren. Das geschieht entweder durch Wegnahme von Drehmoment oder durch gezieltes Abbremsen durchdrehender Räder. Der Fahrer bekommt vom Teamwork dieser Komponenten übrigens kaum etwas mit. 

Komfortabel gleiten 
Auf einer trockenen Fahrbahn gleitet der XC90 komfortabel dahin. Kleine Bodenwellen werden mühelos weggebügelt. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung ist leichtgängig, jedoch etwas zu indirekt. In schnell gefahrenen Kurven wankt die Karosserie Geländewagen-typisch leicht zur Seite. Der gute Seitenhalt der Sitze macht das aber wieder wett. 

51.430 Euro 
Unser Testwagen Volvo XC90 T6 Geartronic mit Premium-Ausstattungspaket kostet als Siebensitzer 51.430 Euro. Der Wagen ist damit bereits reichhaltig ausgestattet. Wählt man Extras wie beispielsweise geschwindigkeitsabhängige Servolenkung (990 Euro), das Navigationssystem mit Audiopaket und DVD-Laufwerk und Fernbedienung (2.350 Euro) oder die Fondklimatisierung für die dritte Sitzreihe, kann der Preis locker auf 58.000 Euro steigen. 

Hoher Verbrauch 
Auch an der Tankstelle langt der T6 kräftig zu. Die von Volvo angegebenen 12,9 Liter Sprit auf 100 Kilometer sind wohl nur mit einem sehr moderaten Fahrstil möglich. Bei unserem Test saugte sich der Elch im Durchschnitt 17,3 Liter aus dem Tank.

 

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Technische Daten
Motor Bauart:Sechs Zylinder, quer eingebaut
Hubraum:2.922
Leistung:200 kW (272 PS) bei UPM
Drehmoment:380 Nm bei 1.800-5.000 UPM
Preis
Neupreis: 51.430 €

Quelle: auto-news, 2003-07-24

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