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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 17. Mai 2011

Die neue automobile Grundfarbe ist grün. Kein Hersteller, der auf besonders umweltschonende Varianten in seiner Modellpalette verzichtet. Bei Volvo tragen die „Öko-Modelle“ die etwas komplizierte und vermutlich vom Marketing entwickelte Bezeichnung DRIVe, wobei das kleine „e“ für ecologic steht. Inzwischen bieten die Schweden neun Modelle mit verbrauchsgünstigen und emissionsarmen Dieselmotoren an. Jüngster Zugang in der schwedischen „Ökoriege“ ist die 60er-Baureihe, die mit einem Anteil von 60 Prozent an den Verkäufen in Deutschland das wirtschaftliche Rückgrat der Marke bildet.

Angetrieben werden  Limousine und Kombi der Modellfamilie von einem 1,6 Liter großen und 84 kW/115 PS leistenden Dieselmotor, der nach Werksangaben einen Verbrauch von 4,3 (Limousine S60) und 4,5 Liter (Kombi V60) erreicht. Umgerechnet in Kohlendioxid liegen die beiden Versionen bei 114 beziehungsweise 119 Gramm pro Kilometer. In der Praxis lassen sich diese Prüfstandwerte allerdings nur schwer erreichen, da liegt der Verbrauch mindestens einen Liter höher, was aber angesichts eines Leergewichts von gut 1,6 Tonnen immer noch ein sehr guter Wert ist. Überhaupt schlägt sich der kleine Motor nicht zuletzt seines Drehmoments von 270 Newtonmetern erstaunlich gut in den beiden Versionen. Zwar macht sich die Art der Verbrennung des Diesels, vor allem beim Beschleunigen durchaus bemerkbar, wird dabei aber nicht lästig, und einmal in Fahrt zieht er sich dezent in den Hintergrund zurück.

Wie bei den anderen grünen Modellen der Schweden sind die geringen Verbrauchswerte das Ergebnis einer ganzen Reihe von Maßnahmen. Neben einem auf Verbrauchsreduzierung ausgelegten Motormanagement und einem entsprechend abgestimmten Sechsganggetriebe spielen Leichtlauföle, Reifen mit reduziertem Rollwiderstand und ein problemloses Start-Stopp-System die Hauptrollen, um das Verbrauchsziel zu erreichen. Allein die automatische Motorabschaltung bringt im Alltag je nach Fahrsituation eine Reduzierung von vier bis acht Prozent. Eine kompakte Zusatzbatterie entlastet die Hauptbatterie und ermöglicht so bis 175.000 Stopp-Startzyklen. Sobald der Fahrer bei einem Halt den Schalthebel in den Leerlauf schiebt und nicht auf die Kupplung tritt, schaltet sich der Motor ab. Zum Neustart reicht ein Tritt auf die Kupplung und der Motor startet absolut ruckfrei. Außerdem bringt die regenerative Bremsenergierückgewinnung weitere zwei bis drei Prozent Energieeinsparung.

Erfreulicherweise ist bei allen Maßnahmen die Dynamik nicht auf der Strecke geblieben. Auch die grünen 60er-Modelle lassen sich zügig und sicher bewegen und zeigen, dass sich Umweltverträglichkeit und Fahrvergnügen nicht ausschließen. Wie bei den anderen Varianten der Modellfamilie verfügen auch die „grünen Sechziger“ über alle serienmäßigen und auf Wunsch lieferbaren Sicherheitssysteme. Die Preisliste für die neuen Versionen beginnt bei 27.950 Euro für die S60-Limousine und 28.950 Euro für den Kombi. Insgesamt hofft das Unternehmen auf einen Anteil von 25 Prozent „grüner Sechziger“ in der Modellfamilie.

Als nächsten Schritt seiner Umweltoffensive plant Volvo im kommenden Jahr die Markteinführung des Diesel-Hybridmodells V60 mit einem Lithium-Ionen-Akku, der an der heimischen Steckdose aufgeladen werden kann. Im Elektromodus soll das Modell auf eine Reichweite von bis zu 50 km/h kommen, was für die meisten Berufspendler ausreicht, um ohne lokale Emissionen zur Arbeit und zurückzufahren. Bei längeren Strecken liefert ein vom Dieselmotor angetriebener Generator neue Energie. Der Diesel leistet 158 kW/215 PS und ist mit einem 70 PS starken Elektromotor kombiniert. Die Beschleunigung von Null auf 100 km/h gibt Volvo mit 6,9 Sekunden an. Außerdem kann der Fahrer den von ihm bevorzugten Fahrmodus auswählen: rein elektrisch, Hybrid oder Verbrennungsmotor. In der Standardeinstellung Hybrid kommt der V60 Plugin, dem europäischen Messzyklus sei Dank, auf einen Verbrauch von 1,9 Litern oder 49 Gramm Kohlendioxid und erreicht so eine (theoretische) Reichweite von 1200 Kilometern.

Zurzeit noch in der Testphase ist der im Januar auf der Detroit Motor Show präsentierte C30 Electric, der eine Reichweite von 150 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreichen soll. In den kommenden Monaten werden die Testfahrten weltweit  ausgedehnt. Wann der kompakte Stromer in die Serienfertigung geht, ist noch nicht entschieden.

Elektrisch fahren geht bislang nur probeweise, ein Hybrid kommt erst nächstes Jahr. Sparsam fahren können Volvo-Kunden aber schon jetzt, weil der Motor oft ausgeht, aber auch 175.000 mal wieder starten soll.

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Fazit
Elektrisch fahren geht bislang nur probeweise, ein Hybrid kommt erst nächstes Jahr. Sparsam fahren können Volvo-Kunden aber schon jetzt, weil der Motor oft ausgeht, aber auch 175.000 mal wieder starten soll.

Quelle: Autoplenum, 2011-05-17

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