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Testbericht

14. Dezember 2011
Das Sprichwort „Stillstand gleich einem Rückschritt“ trifft zu; denn nur stetige Entwicklungsarbeit an der Technik und auch beim Design sorgen für Interesse. Schließlich gilt es sich im Wettbewerbsumfeld kontinuierlich durchzusetzen – nicht immer eine leichte Aufgabe. Toyota weiß davon zu berichten, dass man beispielsweise in Deutschland in der beliebten Golf-Klasse nicht mehr als ein Achtungserfolg erzielen vermag – da kann sich der Auris noch so anstrengen. Toyota liefert mit seinem Yaris, Auris und Avensis drei wichtige Säulen in den volumenstarken Segmenten Klein-, Kompakt- und Mittelklasse. Nachdem der neue Yaris vorgestellt ist, folgt im Januar 2012 der aufgewertete Avensis. Ein Bestseller besserer Tage, der in seiner aktuellen Generation im vergangenen Jahr gerade mal 8.300 Käufer fand. Zu wenig, um wirtschaftlich erfolgreich gegen die etablierten Platzhirsche in der Mittelklasse bestehen zu können.  Die jetzt verfeinerte Avensis-Generation startete in 2009 und muss noch knapp zwei Jahre für Käuferinteresse sorgen. Trotz etlicher Maßnahmen – sie umfangreich zu nennen, wäre übertrieben – hat Toyota die Preise nicht erhöht. Gut so, dies lockt Kunden an, die vornehmlich die mittlere Ausstattung „Life“ oder das Topmodell „Executive“ bestellen. Die Einstiegsversion zum Preis ab 22.700 Euro macht nur zwei Prozent des Gesamtanteil aus. Da wundert es nicht, dass der Avensis Life (ab 24.550 Euro) zwei Drittel der Verkäufe ausmacht. Er ist mit Klimaautomatik, Regen- und Lichtsensor, Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad und 17 Zoll Leichtmetallfelgen ordentlich ausgestattet. Dass Deutschland in dieser Klasse ein traditionell starker Kombi-Markt ist, überrascht nicht. So ordern auch rund 80 Prozent der Avensis-Kunden den praktischen wie auch schickeren Kombi – der 1.000 Euro teurer ist als die Stufenheck-Limousine. Der Avensis Kombi mit dem 2,2-Liter Vierzylinder-Dieselmotor (150 PS/110 kW) kostet in der beliebten Life-Ausstattung 29.300 Euro. Dieser Turbodiesel-Direkteinspritzer ist eine gute Wahl. Wer weniger oder mehr möchte, bekommt den Diesel-Avensis auch mit 124 PS (91 kW) oder 177 PS (130 kW). Wie so oft, bildet dieses Triebwerk die goldene Mitte in Leistung und Verbrauch, sowohl das maximale Drehmoment von 340 Nm ab 2.000 Umdrehungen pro Minute sorgt für einen kraftvollen Antritt, wie auch die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h für flotte Fortbewegung. Wenn auch der vom Hersteller angegebene Verbrauch von durchschnittlich 5,6 Liter versöhnlich stimmt, so ist der 2,2-Liter Vierzylinder-Turbodiesel ein rauer Geselle, der die Insassen mit seiner Geräuschkulisse nie im unklaren lässt: Hier arbeitet ein echter Selbstzünder.  Fakt ist, dass es im Wettbewerbsumfeld weitaus kultivierte und harmonischere Turbodiesel gibt. Dieser Motor ist serienmäßig an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt, eine Kombination, die eine ruhige Hand des Fahrers erfordert. Denn die Schaltung arbeitet unpräzise und etwas hölzern. Wer einmal einen Diesel in dieser Leistungsklasse mit einem Doppelkupplungsgetriebe gefahren hat, der weiß wovon wir sprechen. Kleiner Trost: In Kombination mit dem 150 PS-Diesel kann Toyota ein konventionelles Automatikgetriebe (2.000 Euro Aufpreis) liefern. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist bei Toyota nicht in unmittelbarer Sichtweite. Doch durch die anstehende Zusammenarbeit mit BMW wird es einen  Generationenwechsel beim Dieselmotor geben. Hier wird klar, dass Toyota seine Stärken nicht bei der Entwicklung des Dieselmotors zeigen kann sondern vielmehr im Hybridantrieb.  Der knapp 1,6 Tonnen schwere Avensis Kombi ist in seiner neusten Ausgabe ein angenehmer Partner, der durch sein sicheres und unkomplizierten Fahrverhalten auffällt. Der Feinschliff am Fahrwerk hat ihm gut getan, das Handling hat ebenso gewonnen wie seine Agilität. Überzeugend ist hier die elektronische Servolenkung, die den Fahrer nie im Unklaren lässt und für einen sicheren Kontakt zur Fahrbahn sorgt. Abgerundet wird der Fahreindruck durch die angenehme Sitzposition, das Gestühl verdient das Prädikat „Langstreckentauglich“. Die im Innenraum verarbeiteten Materialien vermittelt eine angemessene Atmosphäre, die Bedienbarkeit der Schalter und Hebel sowie die Übersichtlichkeit der Instrumente ist praxisgerecht. Der aufgefrischte Avensis ist ein Toyota ohne große Ecken und Kanten, der unauffällig vorfährt. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)        
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Quelle: auto-reporter.net, 2011-12-14

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