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Testbericht

Stefan Grundhoff, 6. März 2018
Auch wenn die SUV-Welle immer weiter über Europa rollt; die Kompaktklasse ist nach wie vor das beliebteste Fahrzeugsegment. Der Toyota Auris profitiert davon jedoch kaum und parkt allenfalls in der dritten Reihe. Das soll sich mit der dritten Generation ändern.

Der Toyota Auris hat es seit seiner Markteinführung schwerer denn je. Auf anderen Weltmärkten in den USA oder Asien ist Toyotas Kompaktklassemodell Corolla eine ganz große Nummer, doch der Auris kommt trotz unbestrittener Qualitäten bei uns nicht auf die Beine. Auf dem 88. Genfer Salon unternehmen die umtriebigen Japaner den nächsten Versuch, den Auris als ernsthaften Konkurrenten von VW Golf, Ford Focus, Opel Astra, Renault Megane oder Kia Ceed in Szene zu setzen. Das Design des mittlerweile 4,37 Meter langen Toyota Auris hat dabei deutlich gewonnen. Gesicht und Heck haben die gesichtslose Beliebigkeit vergangener Jahre verloren und nicht nur durch das farblich abgesetzte Kontrastdach und den allzu selbstbewussten Kühlerschlund ist der Auris allemal ein Hingucker. Auch das Heck präsentiert sich mit der wuchtigen Schürze und der leicht nasalen Klappe alles andere als verwechselbar. \"Hauptziel für das Design des neuen Auris war es, das kraftvollste und dynamischste Kompaktmodell mit Fließheck auf dem Markt zu gestalten, ohne Kompromisse bei der Nutzbarkeit des Innenraums einzugehen\", erläutert Simon Humphries, Executive General Manager, Toyota Global Design.

Beim Antrieb verzichtet Toyota zukünftig auf Diesel und setzt abgesehen von einem 1,2 Liter großen Vierzylinderturbobenziner mit 116 PS alles auf das Thema Hybrid. Hier werden zwei Hybridvarianten mit 1,8 und 2,0 Litern Hubraum angeboten, die 90 kW / 122 PS bzw. 132 kW / 180 PS leisten, auf eine zeitgemäße Turboaufladung jedoch ebenso verzichten wie auf eine sinnvolle Lademöglichkeit durch Plug-In-Technik. Nennenswerte Strecken lassen sich so trotz angedocktem Elektromotor nicht rein elektrisch und somit lokal emissionsfrei zurücklegen. Der neue Auris basiert auf der neuen globalen Toyota-Plattform (TNGA), die neben einer größeren Karosseriesteifigkeit unter anderem für einen niedrigen Schwerpunkt sorgt. Die Überhänge wurden im Vergleich zum Vorgänger reduziert, während der Radstand von 2,64 Meter für ein unverändert solides Platzangebot im Innern sorgt. Deutlich zugelegt hat der neue Auris bei Komfort- und Sicherheitsausstattung, den je nach Ausstattungspaket gibt es nicht nur LED-Scheinwerfer, Navigation und größere Individualisierungsmöglichkeiten, sondern auch ein Komplettangebot an Fahrerassistenzsystemen. Preislicht dürfte es für den neuen Toyota Auris bei rund 19.000 Euro losgehen.
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Quelle: Autoplenum, 2018-03-06

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