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Testbericht

Stefan Grundhoff, 8. Januar 2014
Die CES als wichtigste Computermesse der Welt macht sich auf, auch die Automobilwelt zu schlucken. Wer etwas auf sich hält, muss in Las Vegas mitspielen.

Las Vegas, legendäre Spielerstadt in der Wüste Nevadas, zelebriert bereits zum Beginn jedes Jahres eine ihrer Lieblingsmessen. Die Consumer Electronic Show (CES) zeigt jedoch nicht nur gigantische Fernseher der Zukunft, Hightech-Computer oder das neueste Apple-Zubehör, denn die Autohersteller wollen in der Welt von Online-Nerds und Zukunftsvisionen mitspielen. Noch nie gab es auf der CES daher derart viele Autos zu sehen. Das bunte Angebot auf zwei bis sechs Rädern reichte vom grünen Mega-Sound-Truck über visionäre Einsitzer bis hin zu sehenswerten Sportlern wie BMW i8, Audi Sport Quattro oder dem Mercedes S-Klasse Coupé. Als Animation vor Ihre offiziellen Premiere nächste Woche auf der NAIAS in Detroit zu bestaunen: die neue C-Klasse.

Hier einige weitere Messehöhepunkte.Audi war vor vier Jahren der erste Premiumhersteller, der sein Hightech-Image mit einem Auftritt auf der CES schärfen wollte. In diesem Jahr hielt Audi-Chef Rupert Stadler zum zweiten Mal eine Keynote - die wenig wirklich Neues brachte. Immerhin legten die Ingolstädter in der Wüstenstadt die IAA-Studie des Sport Quattro Concept mit der Dreingabe von gleißend hellen Laserscheinwerfern nochmals auf. Zudem gibt es in Las Vegas erstmals einen Blick auf das erste voll animierte Cockpit in einem Audi, das noch in diesem Jahr im Sportwagen TT seine Serienpremiere feiern wird. Ebenfalls bei Audi zu sehen: das teilautomatisierte Fahren der nächsten Generation. Die Recheneinheiten sind von Kofferraumgröße auf die Dimension eines Schuhkartons geschrumpft.

BMW will Zukunftsvisionen, Elektromobilität und Fahrspaß unter einen Hut bringen, der allen passt. Die einen erleben erstmals den elektrisierten BMW i3; andere tauchen im voll vernetzen BMW 7er ins World Wide Webe ab und laden sich während der Fahrt Musiktitel und Wetterdaten herunter. Wer es dynamischer will, kommt auf dem Las Vegas Speedway auf seine Kosten. Hier dreht ein BMW M 235i vollautomatisiert ein paar schnelle Runden auf dem Handlingparcours. Wer braucht da noch einen Rennfahrer?

Ähnlich dynamisch geht es bei General Motors zu. Nach und nach werden alle Modelle auf Wunsch mit dem Datenturbo LTE für schnelles Surfen während der Fahrt ausgestattet. Noch schneller ist nur die neue Corvette Stingray. Sein Performance Data Recorder macht die Corvette mit integrierter Kamera und Telemetrie-Daten zu realen Spielkonsole auf Straße oder Rennstrecke. Ohne Vernetzung, Live-Navigation oder vernetzte Apps traut sich kein Hersteller auf die CES. Die gibt es ab sofort auch bei Firmen wie Kia, Mazda oder Toyota.

Keine Messe ohne Flops. Der Messeflop schlechthin sind die Computer-Armbanduhren von BMW und Mercedes. Mit der wenig sehenswerten Galaxy Gear kann man mit seinem BMW i3 kommunizieren, den Ladezustand abfragen oder die Klimaanlage vorkonditionieren. Nicht schöner macht es die Pebble Smartwatch von Mercedes, mit der der Auto-Nerd nach Knight-Rider-Manier ebenfalls Kontakt mit seinem Fahrzeug aufnehmen kann. Entbehrlich - schließlich gibt es das Smartphone, das auf der CES jeder in der Hosentasche hat.

Wenn es mit dem Laden des Elektroautos wieder einmal etwas länger dauern dürfte, könnte die Idee mit einem Solardach auf dem Ford C-Max Plug-In-Hybrid praktische Abhilfe schaffen. "Der Ford C-MAX Energi Solar Concept wirft ein völlig neues Licht auf die Nutzung von erneuerbaren Energien für die Elektromobilität", so Mike Tinskey, bei Ford verantwortlich die Elektrifizierung. Noch cooler: der neue Ford Mustang, der Ende des Jahres in den USA auf den Markt und Anfang 2015 über den Atlantik auch nach Deutschland schwimmt - natürlich vernetzt und mit dem Bediensystem Sync an Bord.

Die nächste Fahrt in den Urlaub kommt bestimmt und nicht jeder will sich während der Autofahrt mit den anderen Insassen unterhalten. Abhilfe schafft die Sonnenblende mit integriertem TV - und Webanschuss. Einfach herunterklappen und entspannen - auf Wunsch auch mit Kopfhörer. Kia zeigt auf der CES ein neues integriertes Bediensystem. Im Fokus des UCD-Konzepts stehen die Sicherheit und die intuitive Benutzerführung durch eine Schnittstelle mit einem multisensorischen Design. Für Sicherheit und Komfort an Bord sorgt ein 18 Zoll großes Head-Up-Display, das wichtige Informationen zu Geschwindigkeit, Navigation oder Verkehrslage anschaulich darstellt. Darüber hinaus liefert der 12,3-Zoll-TFT-Bildschirm der Instrumenteneinheit weitere Fahrinformationen in einer 3D-Darstellung, die sich dank Eye-Tracking-Technologie automatisch dem Blickwinkel des jeweiligen Fahrers anpasst. Kommt leicht abgeändert so bald in Serienfahrzeuge. Die CES 2014 ist einmal mehr insbesondere eines: ein Schaufenster in die nahe Zukunft - gerade für die technikverliebte Autoindustrie.
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Quelle: Autoplenum, 2014-01-08

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