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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 28. April 2017

Der Wohnmobil-Boom in Deutschland ist seit Jahren ungebrochen. Doch statt viel Geld in einen eigenen Camper zu investieren, kann man die Freiheit und Flexibilität der mobilen Ferienwohnung auch mit einem Mietfahrzeug genießen. Ein wenig Planung und Vorbereitung ist für einen solchen Uralbus-Trip allerdings nötig.
 
Zunächst einmal muss man klären, ob man ein Wohnmobil überhaupt mieten darf. Eine Grundvoraussetzung: Man muss mindestens 21 Jahre alt sein. Außerdem braucht man den passenden Führerschein. Ist dieser vor dem 1. Januar 1999 ausgestellt, darf man bis zu 7,49 Tonnen schwere Fahrzeuge bewegen. Wer eine jüngere Lizenz und nicht zusätzlich die Klasse C1 erworben hat, ist auf maximal 3,5 Tonnen beschränkt.
 
Der ADAC rät, ein Miet-Wohnmobil möglichst frühzeitig zu buchen. Wenn man seinen Urlaub in den Sommerferien plant und vielleicht noch ein bestimmtes Modell vor Augen hat, empfiehlt sich ein halbes Jahr Vorlaufzeit. Bucht man noch eher, locken oftmals sogar Frühbucherrabatte. Wer hingegen kurzfristig anmieten will, sollte in Hinblick auf Zeitraum und Fahrzeug flexibel sein. Das gilt übrigens auch für Campingplätze. Nicht selten sind diese in der Hauptsaison ausgebucht, weshalb hier frühzeitige Reservierungen ratsam sind. In der Regel werden Wohnmobile wochenweise vermietet, in der Nebensaison ist auch eine kürzere Mietdauer möglich. Ab drei Wochen gewähren einige Anbieter Langzeit-Rabatte.
 
Bei der Wahl des Mietmobils sollte man darauf achten, dass das Fahrzeug auch mindestens so viel zugelassene Sitzplätze besitzt wie Passagiere an Bord sind. Wer Kindersitze braucht, bringt diese idealerweise selber mit oder bucht sie möglichst früh beim Vermieter. Außerdem sollte man auf die Anzahl der Schlafplätze achten. Zwar bieten viele Caravans variable Betten, bei denen zum Beispiel der Tisch zur Koje umgebaut werden kann. Im Urlaubs-Alltag sind solche aber Lösungen oft umständlich und die Notbetten zudem meist unbequem.

Bei der Übergabe des Wohnmobils sollte man sich Zeit für die Einweisung nehmen. Die Erklärung der Funktionsweise von Dusche, Toilette, Herd sowie die Handhabung von Fäkalien- und Frischwassertank kann bis zu einer Stunde dauern. Außerdem sollte man vor der Übergabe bei einem Rundgang genau nach Schäden Ausschau halten – auch auf dem Dach.
 
Ungeübte müssen sich erst an die besonderen Abmessungen eines Wohnmobils gewöhnen. Wer unsicher ist, sollte ein paar Übungsrunden auf dem Gelände des Vermieters drehen. Da kleine Rempeleien leicht passieren, ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung ratsam. Oftmals liegt die Selbstbeteiligung dabei recht hoch. Mit Zusatzversicherungen lässt sich dieser Anteil reduzieren.
 
Grundsätzlich empfiehlt sich eine gelassene Fahrweise mit Wohnmobilen. Reisen statt rasen, lautet das Motto. Auf der Autobahn reichen 90 bis 110 km/h. Mit zunehmender Geschwindigkeit werden Wohnmobile instabiler, zudem steigt der Verbrauch beträchtlich. Wer durch Tunnel fährt, sollte mit einem Wohnmobil zudem keine Lkw überholen. Hier kann ein Unterdruck entstehen, der beide Fahrzeuge zueinander zieht.

Mieten statt kaufen – auch bei Wohnmobilen ist das eine günstige Alternative. Doch wer sich für einen Miet-Camper entscheidet, sollte auf ein paar Fallstricke achten.

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Fazit
Mieten statt kaufen – auch bei Wohnmobilen ist das eine günstige Alternative. Doch wer sich für einen Miet-Camper entscheidet, sollte auf ein paar Fallstricke achten.

Quelle: Autoplenum, 2017-04-28

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