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Testbericht

Wolfram Nickel/SP-X, 17. April 2016

Vor 30 Jahren hat der Mazda RX-7 den Wankelmotor wiederbelebt. Der RX-7 machte den Wankel zwar nur wenig sparsamer, führte das Triebwerk mit turbinenartiger Laufkultur aber zu Rekordverkaufszahlen. Für die technischen Höhepunkte war die vor 30 Jahren eingeführte Neuauflage des Nippon-Racers zuständig, die sich optisch am Porsche 944 orientierte und als 147 kW/200 PS starker Turbo-Rotarier sogar Italiener aus Modena und Maranello herausforderte.

Die Geburtsstunde zur Entwicklung des RX-7 (FC) schlug 1981, als Mazda in Nordamerika gerade ein prestigeträchtiges Verkaufsduell mit Porsche für sich entschieden hatte. Die erste RX-7-Generation hatte den Porsche 924 in den Zulassungszahlen zum Nebendarsteller degradiert. Was allerdings für die Zuffenhausener kein Problem war. Denn Geld verdienen ließ sich mit den kostspieligeren Porsche-Vierzylindern genug auf dem damals größten Sportwagenmarkt der Welt. Ein Phänomen, das die amerikanischen Mazda-Händler veranlasste, für den kommenden RX-7 (FC) mehr Leistung und Ausstattung zu ebenfalls höheren Preisen zu fordern. Wünsche, die sich Mazda-Chefingenieur Akio Uchiyama zu Herzen nahm. So positionierte er den RX-7 (FC) klar als Kontrahenten zum 1981 vorgestellten Porsche 944.

Ein ursprünglich angedachtes kantig-keilförmiges Designkonzept wurde zugunsten rundlicher, Porsche-ähnlicher Formen verworfen und das RX-7-Fahrwerk vollkommen neu entwickelt. Neu war auch das Wankeltriebwerk vom Typ 13B, das bisher nur in den luxuriösen Mazda Luce/Cosmo angeboten worden war. Durch die Vergrößerung des Kammervolumens von 573 auf 654 ccm und eine von Bosch gelieferte Benzin-Einspritzung stieg die Leistung auf 110 kW/150 PS. Exakt der Wert des Porsche 944 mit Katalysator. Mit Turbo kam der Mazda später sogar auf 133 kW/180 PS. In Deutschland erreichte die Topvariante mit einem Basispreis von 48.400 Mark tatsächlich das Niveau des Porsche-Einstiegsmodell 924 oder des Audi Coupé quattro, nicht aber deren Prestigewerte. Wenig verkaufsfördernd war auch der Normverbrauch. Mit 8,4 Liter bei 90 km/h und 11,0 Liter bei 120 km/h gönnte sich der Wankel gut ein Viertel mehr als die deutschen Konkurrenten.

Ebenfalls kein Hit in Deutschland: das 1987 vorgestellte Cabrio. Nicht einmal die Kampagne „Einer der exklusivsten Sonnenplätze der Welt“ konnte den Open-Air-RX-7 abheben lassen. Gekauft wurde diese Sonnenbank mit 200 PS-Turbo-Kreisläufer und serienmäßigem Windschott überwiegend von Fans, die ihre Fahrzeuge anschließend so pflegten, wie es nur wahre Liebhaberstücke erfahren. Deshalb sind noch heute rund 500 offene RX-7 auf deutschen Straßen unterwegs.

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Fazit
Der Wankelmotor scheint aktuell tot zu sein. Vor rund 30 Jahren surrte er noch munter wie eine Düsenflugzeugturbine.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-04-17

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