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Testbericht

Sebastian Viehmann, 13. Januar 2011
Neben dem Filmauto aus „The Green Hornet“ wirkt James Bonds Aston Martin fast harmlos. Hinter dem waffenstarrenden Superhelden-Mobil verbirgt sich ein kaum bekanntes Chrysler-Modell.

Mit dem Film „The Green Hornet“ kommt nach Kassenschlagern wie Batman oder Spiderman wieder einmal eine knallbunte Comic-Verfilmung auf die Leinwand. Die Handlung ist schnell erzählt: Hinter der „grünen Hornisse“ steckt der verwöhnte Sohn eines steinreichen Medienmoguls. Als sein Vater auf mysteriöse Weise zu Tode kommt, will Britt Reid (Seth Rogen) seinem ziellosen Leben endlich einen Sinn geben und fortan das Böse bekämpfen.

Zusammen mit seinem Kumpel Kato (Jay Chou) tarnt sich Britt selbst als Verbrecher, um in der Unterwelt aufzuräumen. Mit einem Feuerwerk an Actionszenen und prominent besetzten Nebenrollen (unter anderem Cameron Diaz als Britts Sekretärin und Oscar-Preisträger Christoph Waltz als Oberschurke) soll „The Green Hornet“ die Kinokassen klingeln lassen. Der heimliche Star des Films hat allerdings vier Räder und hört auf den Namen Black Beauty. Tüftler Kato konstruiert das waffenstarrende Ungetüm. Für die Verbrecherjagd nach Feierabend stehen unter anderem zwei riesige Maschinengewehre auf der Haube, Stinger-Raketen in den Stoßstangen, ein Flammenwerfer im Kühlergrill und Schrotflinten mit Gummi-Geschossen zur Verfügung.

Ähnlich wie das Batmobil aus der ersten Comic-Verfilmung mit Adam West basiert auch „Black Beauty“ auf einem echten Auto. Bei Batman war es das Konzeptfahrzeug Lincoln Futura, bei der grünen Hornisse ist es ein Chrysler Imperial. Der riesige Straßenkreuzer ist heute ein seltener Klassiker, aber lange nicht so bekannt und begehrt wie zum Beispiel die Lincoln Continentals aus den 60ern. Der Imperial war stets das Top-Modell der Chrysler-Palette. Ab 1955 wurde Imperial sogar als eigene Marke gegen Fords Edelsparte Lincoln und General Motors‘ Nobelkarosse Cadillac positioniert.

Dass die Imperials der 60er Jahre starke Ähnlichkeit mit den Luxuskreuzern von Lincoln haben, kommt nicht von ungefähr. 1961 nämlich warb Chrysler den berühmten Designer Elwood Engel von Ford ab. Engel hatte den 61er Lincoln Continental entworfen, der nicht nur tragische Berühmtheit durch das Attentat auf Präsident John F. Kennedy erlangte, sondern auch wegen seines zeitlosen und eleganten Designs zum Kult-Oldtimer avancierte. Der 64er Imperial war der erste aus Engels Feder und hatte eine ähnlich elegante, ruhige Linienführung.

Das Filmauto von „The Green Hornet“ basiert auf dem Modelljahrgang 1965. Die Imperials dieser Zeit waren schon von Haus aus mit kraftvollen Motoren bestückt, aber einem Superhelden reicht das natürlich nicht. So hat „Black Beauty“ ein 500 PS starkes GM-Aggregat unter der Haube, verfügt über ein verstärktes Offroad-Fahrwerk mit Hochleistungs-Bremssystem, fette 20-Zoll-Felgen und viele weitere Extras. Die Filmausstatter konnten sich so richtig austoben, während die Fans der originalen Straßenkreuzer eher die Stirn runzeln dürften. Die Filmausstatter beschafften und modifizierten 29 Imperials für die Dreharbeiten und diverse Stunt-Szenen. Wie bei Filmautos üblich, haben die meisten Fahrzeuge das Ende der Dreharbeiten nicht mehr erlebt.

Während der grimmige Auftritt des schwarzen Imperials jedem Schurken das Fürchten lehrt, ist im Cockpit des Wagens Bescheidenheit angesagt. Abgesehen von den gemütlichen Sitzpolstern gibt es für die überdrehten Superhelden keinerlei Luxus. Stattdessen kontrollieren sie mit einer Armada von Schaltern und Knöpfen ihr Onboard-Waffenarsenal. Im echten Chrysler Imperial ging es da schon deutlich bequemer und vor allem friedlicher zu.

Vielleicht wird das Interesse für den wenig bekannten Chrysler-Oldie durch den Film jetzt neu geweckt. „Wir haben definitiv einen ordentlichen Batzen aller noch auf dem Planeten existierenden Imperials aufgekauft“, so Filmausstatter Dennis McCarthy in einem Interview mit der Zeitschrift Popular Mechanics, „falls es eine Fortsetzung gibt, wird es schwer sein, noch einmal so viele Autos zu beschaffen.“
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Quelle: Autoplenum, 2011-01-13

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