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Testbericht

Marcel Sommer, 15. September 2011
Eine Automesse ohne überteuerte Superrennwagen mit Straßenzulassung ist undenkbar. So auch auf der diesjährigen IAA.

In der Automobilbranche fällt in den letzten Jahren gern mal das Wort „Segeln“ in Verbindung mit einer effizienten Fahrweise. Beim Fisker Surf ist der Name Programm. Das Elektroauto mit Range Extender surft bei gutem Verkehrswellengang 483 Kilometer weit. Im reinen Elektrobetrieb sind es allerdings dann doch nur noch 80 Kilometer. Es verfügt über ein unglaubliches Drehmoment von 1300 Newtonmetern und schafft den Sprint bis zur 100 km/h-Grenze in 5,9 Sekunden. Seine 403 PS verhelfen dem Viersitzer insgesamt zu einer Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h. Der Preis für den im Sommer 2012 auf den Markt kommenden Surf wird knapp 110.000 Euro betragen.

Richtig edel und umringt von Fotografen ist der Ferrari 458 Italia Spider. Der 570 PS starke V8-Motor beschleunigt den 1.430 Kilogramm schweren Italiener in unter 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Erst bei 320 km/h beugt er sich der Physik. Nach nur 14 Sekunden verschwindet sein Dach im Heck. Dank eines elektronisch geregelten Differentials schafft es das schöne Cabrio seine 540 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße zu bringen.

Der stärkste und auch schnellste Lotus aller Zeiten sorgt schon durch seine Optik für ein Kribbeln im Gasfuß. 444 PS beschleunigen den GTE auf ungefähr 280 km/h. 124 Fahrzeuge des von einem 3,5 Liter großen V6- Motor angetriebenen Engländers wurden bereits in China bestellt. Der Preis des 1.350 kg schweren Lotus wird zwischen 100.000 und 150.000 Euro liegen.

Ein weiterer Superlativ steht bei Aston Martin parat. Der stärkste und gleichzeitig auch teuerste Aston Martin, der One 77, zeigt auf den ersten Blick: „Hier kommt viel Power in einem richtig schicken Kleid.“Zwölf Zylinder, 7,3 Liter Hubraum und 559 kW / 760 PS lassen schon im Stand das Herz höher schlagen. 750 Newtonmeter katapultieren den 1,5 Millionen Euro teuren One 77 innerhalb von 3,7 Sekunden bis Tempo 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 354 Kilometern pro Stunde.

Etwas kleiner, aber nicht minder auffallend ist der Wiesmann Roadster MF3 Final Edition. Seine 343 PS schießen den 119.000 Euro teuren Sportler auf 255 km/h. Den Sprint auf 100 km/h legt er in 4,6 Sekunden zurück. Befeuert wird das schicke Cabrio vom Motor des BMW M3. Wiesmann peilt eine Verkaufszahl von 18 bis 35 Stück an. Gar nicht mehr zu kaufen ist der Bugatti Veyron Grand Sport. Dank seiner 763 kW / 1001 PS darf er aber in keiner Sportwagenaufzählung fehlen. 407 km/h Spitze und ein Drehmoment von 1.250 Newtonmeter gibt der acht Liter große W16-Motor vor. Der Verbrauch von 24,1 Litern auf 100 Kilometern ist daher wohl nicht nur auf die mächtigen 365er Reifen zurückzuführen.

Ebenfalls gute Reifen braucht der Brabus Rocket 800. Der Zwölfzylinder treibt den Mercedes innerhalb von 23,8 Sekunden aus dem Stand bis 300 km/h. Bei 370 Kilometern pro Stunde ist Ende. Wie er das schafft? Mit 800 PS und einem Drehmoment von 1.420 Newtonmetern. Der Preis: 509.320 Euro. Auf die Frage, ob denn nun so langsam ein Ende der PS-Fahnenstange in Sicht sei, antwortet Brabus-Chef Bodo Buschmann mit einem Grinsen im Gesicht: „Schau´n mer mal!“

Eher gemütlich, aber dennoch sportlich lässt es sich im neuen Audi S8 reisen. Der 111.600 Euro teure Ingolstädter verfügt über 382 kW/520 PS und ein Drehmoment von 650 Newtonmetern. In 4,2 Sekunden sprintet er auf 100 km/h. Die abgeregelten 250 km/h Spitze sind hingegen kaum noch erwähnenswert. Ganz im Gegensatz zum Spritverbrauch. Der liegt nämlich, für einen Luxus-V8 mit Sportlergenen, mit 10,2 Litern auf 100 Kilometern ziemlich niedrig. Auf unseren Straßen ist der S8 ab Frühjahr 2012 zu sehen.

Sehenswert ist schließlich noch der Lamborghini Gallardo LP 570-4 Super Trofeo Stradale. Nicht nur wegen seiner hübschen Models, die um ihn herumschlawenzeln, sondern auch wegen seiner technischen Daten: 570 PS, 540 Newtonmeter und 316 km/h Spitze sorgen schon vor dem ersten Einsteigen für ein zwanghaftes Grinsen. Seine zehn Zylinder toben sich in 5,2 Litern Hubraum aus. Zu haben ist der rassige Italiener ab 224.910 Euro. Fast schon untermotorisiert im Reigen der PS-Monster ist das Konzeptfahrzeug FT- 86 II von Toyota. Mit seinen ca. 200 PS, die er sich aus einem Vierzylinder-Boxer-Motor holt, schafft es der Hecktriebler bis ungefähr 230 Kilometer pro Stunde. Über den Preis wird sich noch in Schweigen gehüllt. Bleibt also nur zu hoffen, dass er sich genauso schön fahren lässt wie er ausschaut. Die fertige Serienversion der Studie wird wahrscheinlich endlich auf der Tokio Motor Show zu sehen sein.
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Quelle: Autoplenum, 2011-09-15

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