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Testbericht

Stefan Grundhoff, 19. Februar 2014
Mal schauen, wohin es Elon Musk mit seinen Elektroideen noch treibt. Ab Ende 2018 will Tesla 500.000 Elektroautos bauen.

Elon Musk will die mobile Welt revolutionieren. Der elektrische Roadster-Spielerei mit Lotus-Genen ist Vergangenheit. Seit 2013 ist das Model S auf dem Markt - die weltweit erste Luxuslimousine mit einem Elektromotor. Das Model S ist klasse aus, schafft bis zu 400 Kilometer Reichweite und hat im Gegensatz zu den anderen elektrischen Autos ordentlich Wumms unter der Haube. Keine rollende Verzichtserklärung, sondern eine coole Kiste, die besonders im grünen US-Ökostaat Kalifornien einschlug, wie eine Bombe. Über 21.000 verkaufte Fahrzeuge weltweit sprechen eine deutliche Sprache. Und in den asiatischen Massenmärkten ist das Model S noch nicht einmal auf dem Markt. Bei der internationalen Konkurrenz stehen die Elektroautos zumeist wie Blei in den Verkaufsräumen.

Musk machte zum Jahrtausendwechsel mit dem Verkauf von selbst gegründeten Firmen Milliarden und muss schon lange nicht mehr arbeiten. Doch Musk, nicht zuletzt durch den PayPal-Deal mit Ebay reich geworden, hat großes vor. In seinem Kopf spuken scheinbar tausende von verrückten Ideen herum. Einige sind zu abgefahren - andere real. Das merken spätestens seit einem Jahr auch die letzten der internationalen Autohersteller.

Bis Ende 2018 will Elon Musk 500.000 Elektroautos pro Jahr bauen und die etablierte Autoindustrie zwischen Detroit, Stuttgart und Tokio noch mehr schocken, als er es ohnehin schon getan hat. "Wenn es gut läuft, werden wir die ersten Model X Ende dieses Jahres produzieren", schaut Elon Musk in die nahe Zukunft, "die Volumenproduktion wird jedoch nicht vor dem zweiten Quartal 2015 starten." Die Technik des Crossover nach Vorbild des BMW 5er GT mit hinteren Flügeltüren ist weitgehend mit dem des Model S verwandt. Es gibt zwei Akkupakete mit 60 und 85 kWh, mehr Platz im Innern und einen optionalen Allradantrieb. Eine zweite Linie im Werk Fremont / Kalifornien soll die Produktionszahlen der Marke nach oben drücken. "Wir wollen pro Woche von jedem Modell 800 Fahrzeuge produzieren", erläutert Musk, "vielleicht auch ein paar mehr."

2016 soll eine Mittelklasse-Limousine nach Vorbild des BMW 3er das Elektroportfolio in ein bezahlbares Volumensegment tragen. "Es geht um ein großartiges Elektroauto, das sich die Leute auch leisten können. Die geplante Reichweite: mindestens 320 Kilometer. Der geplante Preis des vermeintlichen Model E: 35.000 Dollar. Und es geht noch weiter. 2017 soll der Crossover Model S einen kleinen SUV-Bruder bekommen, der Porsche Macan, BMW X3 und Audi Q5 angreift - natürlich mit Elektro- und Allradantrieb. Wenn alles klappt, würde die Fabrik in Fremont / Kalifornien pro Jahr 500.000 Teslas produzieren. Eine weitere Produktionsstätte an der Ostküste ist schon lange im Gespräch. Zum Ende des Jahrzehnts wäre ein Elektro-Pick-Up von Tesla denkbar. Die praktisch-urwüchsige Mischung auf Geländewagen und Transporter ist in den USA das beliebteste Autosegment. "Man muss sich hier auch etwas für die Aerodynamik überlegen", räumt Elon Musk ein, "eine offene Ladefläche ist furchtbar für den Luftwiderstand. Zudem eine variable Federung." Mal sehen, was Elon Musk und sein Team in den nächsten Jahren noch so einfallen lässt, um die automobile Welt zu elektrisieren. Die Kursschwankungen, die es nach Fahrzeugbränden von Model-S-Fahrzeugen gab, sind derweil fast vergessen. Firmengrüner und CEO Elon Musk hat die Autoprojekte seiner Marke Tesla scheinbar bereits in die dritte Reihe geschoben. Im Fokus stehen bei ihm mittlerweile Ideen wie Hyperloop oder Space X.
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Quelle: Autoplenum, 2014-02-19

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