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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 8. März 2020
SP-X/Köln/Mailand. Der neue 500 markiert bei Fiat den endgültigen Aufbruch in die E-Mobilität. Die Italiener rücken allerdings nicht ein Umwelt-, sondern das Lifestyle-Image des Cinquecento in den Mittelpunkt ihrer Vermarktungsstrategie. Ein E-Auto hätte Fiat sicherlich auch anders verpacken können, doch dem nach Meinung von Marken-Chef Olivier Francois  „Tesla im Taschenformat“ soll sein ikonisches Image helfen, als charismatisches Premium-Auto wahrgenommen zu werden. Fiat baut dem Kleinwagen eine 42 kWh große Batterie, diese soll für 320 Kilometer Reichweite nach WLPT sorgen, und einen 87 kW/118 PS starken E-Antrieb ein und verspricht eine eindrucksvolle Performance sowie modernste Technik.Die Marke Fiat steht vor allem für praktische und kompakte Familienautos, von denen sich der neue 500 nun abheben wird. Das wird zunächst auch preislich der Fall sein, denn wer sich kurzfristig für einen elektrischen 500 entscheidet, wird rund 38.000 Euro investieren müssen. Die werden zumindest für die umfangreich ausgestattete Launch-Edition „La Primera“ fällig, mit der Fiat laut Francois die ersten Kunden des elektrischen 500 „belohnen“ will. Für einen preislich derart hoch positionierten Kleinwagen sieht er durchaus Chancen, denn nicht wenige Kunden des alten 500 haben sich ebenfalls für die eher teuren Varianten und Ausstattungen entschieden. Bei Cinquecento-Fans sieht er jedenfalls eine Bereitschaft, auch mehr zu investieren. Die teure Launch Edition hat darüber hinaus die Funktion, das Publikum zu beeindrucken.Spätestens im Rahmen der Fahrpräsentation, die wie einst 1957 beim Ur-500 und 2007 beim aktuellen am 4. Juli starten soll, will man über weitere Varianten des elektrischen 500 informieren. Laut Francois sind auch Versionen mit einfachem Ausstattungsumfang geplant. Ebenso sind beim Antrieb Alternativen denkbar, etwa kleinere Batterien mit entsprechend weniger Reichweite oder schwächere Motoren, die dann naturgemäß auch weniger kosten. Neben weiteren Elektro-Modellen im B- und C-Segment deutet Francois auch Chancen für Modelle anderer Konzernmarken auf der neuen E-Plattform an. Mit dem Konzeptauto Centoventi haben die Italiener bereits 2019 eine Spielart vorgestellt, die möglicherweise Ausblick auf ein elektrisches Schwestermodell von 500L oder Panda gibt.2020 wird Fiat den elektrischen 500 in noch kleinen Stückzahlen produzieren und für die verschiedenen Märkte kontingentieren. Genaue Zahlen zum geplanten Produktionsvolumen nennt der Franzose  nicht. Laut Francois gibt es bereits eine Warteliste. Wer also frühzeitig vorbestellt, bekommt frei nach dem Motto „First come, first served“ seinen 500 auch am schnellsten. Ab kommendem Jahr soll der 500e dann in deutlich größeren Stückzahlen produziert werden, die Produktion sei beliebig skalierbar.Trotz der Premium-Strategie für den 500e soll die Marke Fiat im Kern weiterhin für bezahlbare Familienautos stehen. Dazu wird auch der alte 500 gehören, den Francois als „Classic 500“ bezeichnet. Dieser hat erst kürzlich einen neuen Mildhybridantrieb erhalten und wird entsprechend noch eine Weile parallel zum 500e und vor allem zu deutlich günstigeren Preisen (ab 14.000 Euro) verfügbar sein. Wie lange noch, wird vor allem von der Nachfrage abhängen.Fiat hat nun den neuen 500 vorgestellt und gleich noch den Preis verraten: Rund 38.000 Euro soll der Kleinwagen kosten. Eine stolze Ansage. Marken-Chef Olivier Francois erläutert gegenüber SP-X, was hinter der selbstbewussten Preispolitik steckt.
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Fazit
Fiat hat nun den neuen 500 vorgestellt und gleich noch den Preis verraten: Rund 38.000 Euro soll der Kleinwagen kosten. Eine stolze Ansage. Marken-Chef Olivier Francois erläutert gegenüber SP-X, was hinter der selbstbewussten Preispolitik steckt.

Quelle: Autoplenum, 2020-03-08

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