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Testbericht

7. November 2003
Eltville, 7. November 2003 - Der Justy ist seit jeher das Einstiegsmodell in Subarus Allradwelt und dazu der erfolgreichste allradgetriebene Kleinwagen in Deutschland. Im Zuge der neuerlichen Subaru-Modelloffensive geriet auch er in die Hände der Designer und Ingenieure.
Herausgekommen ist mehr als nur ein Facelift. Die Dimensionen der Karosserie haben sich entscheidend verändert: Der eigentlich als Kleinwagen deklarierte Justy ist in der G3X-Ausgabe ein für den Geländeeinsatz geeigneter Minivan. Darauf zielt auch die außergewöhnliche Modellbezeichnung: Das G steht für "Global Performance", die 3 für die Fuji Heavy Industries interne Benennung des B-Segments und das X symbolisiert das Einsatzgebiet des Justy – den Crossover-Bereich. Zum permanenten Allradantrieb ist zu diesem Zweck noch mehr Bodenfreiheit gekommen. Wir haben für Sie die Einstiegsversion, den Justy G3X 1.3, getestet.
Karosserie und Platzangebot Den Justy G3X gibt es nur noch als Fünftürer. Subaru hat die vorderen Kotflügel verbreitert. Muskulöser wirkt das Fahrzeug auch durch die ausgestellten hinteren Radkästen. Die Heckklappe schneidet die Stoßfänger tief aus, wodurch eine niedrige Ladekante entsteht. Die Größe des Gepäckraums hat sich gegenüber der des Vorgängers fast verdoppelt: Das Volumen variiert je nach Rückbankzustand zwischen 236 und 526 Liter und ist nun alltagstauglich.

Die hohe Bauweise des Kleinwagens kommt dem Innenraum und damit dem Komfort für die Passagiere zugute. Auch die Breite macht sich bei Fahrer und Beifahrer positiv bemerkbar. Das Platzangebot im Fond ist für bis zu 1,85 Meter große Insassen akzeptabel.
Innenraum Im Innenraum erwarten die Insassen schlichte, aber funktionale und sauber verarbeitete Armaturen aus Hartplastik. Alle Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Die zwei C-Säulen mit dem eingeschlossenen Fenster in Flugzeugluken-Größe sollen eigentlich die Rundumsicht verbessern, was nicht so ganz geglückt ist.
Die Sitze sind sehr straff gepolstert. Das könnte sensiblen Gesäßen unangenehm auffallen. Dafür stimmen Beinauflage und Seitenhalt. Für den Fahrer gewöhnungsbedürftig ist die fehlende Abstellmöglichkeit für den linken Fuß.
Motor
Erstmals wird der Justy in zwei Motorenvarianten angeboten: Neben dem von uns getesteten 1,3-Liter-Triebwerk mit 94 PS gibt es einen 99 PS starken 1,5-Liter-Motor. Beide Benziner erfüllen die Euro4-Abgasnorm, was dem Kunden bis Ende 2005 von der Kfz-Steuer befreit. Die schwächere Version verbraucht dabei knapp sieben Liter Superbenzin, der 1.5 nur unwesentlich mehr.

Das von uns getestete Einstiegsmodell kratzte auf der Autobahn an der 160 km/h-Marke. Die Leistungsentfaltung ist subjektiv besser als beim Vorgänger-Modell. Bis 120 Stundenkilometer sind die Motorengeräusche ok, wenngleich bei niedrigen Touren leicht brummig. Danach macht sich das Triebwerk stärker bemerkbar, kommt jedoch nie in einen unangenehmen Bereich. Deutlich wahrnehmbar hingegen sind die Abrollgeräusche und die Lüftung, wenn sie auf Stufe zwei oder drei steht.
Getriebe Der Justy G3X ist mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe ausgestattet. Der Schalthebel ist gut erreichbar und der Kraftaufwand akzeptabel. Als knackig kann man die Schaltung nicht bezeichnen, aber diesen Anspruch erhebt der Kleine von Subaru auch gar nicht. Dennoch will er oft geschalten werden, so entwickelt er eine ansprechende Leistung.
Trotz seiner stattlichen Höhe von 1,56 Meter liegt der Justy G3X erstaunlich stabil in auf der Straße und neigt nicht zum Schwanken. Bodenwellen steckt er trotz straffer Federung gut weg.

Ausstattung und Preis
Die Ausstattung ist Subaru gemäß umfangreich: Ein höhenverstellbarer Fahrersitz gehört ebenso dazu wie elektrische Fensterheber, beheizbare Außenspiegel, CD-Radio mit sechs Lautsprechern und eine fernbedienbare Zentralverriegelung. Wie immer ist die Liste der aufpreispflichtigen Details kurz gehalten: Neben der Metallic-Lackierung für 300 Euro und der 990 Euro teuren Klimaanlage werden in Zukunft noch Sitzheizung und Lederausstattung hinzukommen. Für die Sicherheit der Insassen ist gesorgt: ABS ist ab jetzt serienmäßig, ebenso vier Airbags und aktive Kopfstützen.
Den Justy G3X gibt es ab 14.500 Euro. Ein stolzer Preis für einen Kleinwagen. Bedenkt man allerdings, dass dieses Auto mit permanentem Allradantrieb und für diese Klasse nicht selbstverständlichem Zubehör ausgerüstet, relativiert sich dieser zunächst hoch erscheinende Wert. Zudem ist anzunehmen, dass auch bei dieser Justy-Generation wenig Kosten durch Werkstattbesuche entstehen. Schließlich hat sich gerade der Subaru-Kleinwagen in den vergangenen Jahren einen guten Ruf als TÜV-Mängelzwerg erarbeitet.
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Technische Daten
Motor Bauart:Vierzylinder-Reihenmotor
Hubraum:1.328
Leistung:69 kW (95 PS) bei UPM
Drehmoment:118 Nm bei 4.100 UPM
Preis
Neupreis: 14.500 € (Stand: November 2003)
Fazit
Mit dem Justy G3X hat Subaru seinen Kleinwagen nicht nur neu dimensioniert, sondern auch einige Schwächen des Vorgängermodells beseitigt. So wurde die Motorleistung deutlich verbessert, ohne den Verbrauch zu erhöhen. Die größte Steigerung wurde im beinahe verdoppelten Kofferraum-Volumen erzielt. Diesen Pluspunkt hat die Konkurrenz nun eingebüßt.

Bei der Allradkompetenz hatte Subaru hingegen schon immer die Nase vorn und büßt den Vorsprung auch diesmal nicht ein. Der Neue ist ein solider Kleinwagen, mit dem man getrost vom asphaltierten Wege abkommen kann.

Der Preis von 14.500 Euro für die Einstiegsversion ist gehoben, aber gerechtfertigt. Damit ist der Justy zwar mehr als 2.000 Euro teurer als bisher, hat aber in der Ausstattung deutlich zugelegt: ABS ist nun ebenso im Preis enthalten wie das CD-Radio. In diesem Punkt hebt er sich nicht nur vom Vorgänger, sondern auch von der Konkurrenz ab. (kd)

Quelle: auto-news, 2003-11-07

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