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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 10. Mai 2011

Dass Hybrid nicht unbedingt etwas mit blutleerer Zehntelliter-Knauserei zu tun haben muss, hat bereits Lexus mit Modellen wie dem LS 600h oder dem RX 450h bewiesen. Mit dem Panamera S Hybrid, dem zweiten Hybrid-Porsche nach dem Cayenne, stellen auch die Stuttgarter die dynamischen Aspekte dieser Konfiguration in den Vordergrund.

Die Sportlimousine hat nicht nur eine satte Leistung von 279 kW/380 PS und ein ansehnliches Drehmoment von 580 Newtonmetern schon bei 1.000 Umdrehungen zu bieten, die daraus resultierende Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h macht den Panamera auch zum derzeit schnellsten Hybriden der Welt. So etwas hat natürlich seinen Preis, in diesem Fall exakt 106.185 Euro. Mindestens.

Für Porsche bedeutete der Panamera S Hybrid auch einen internen Rekord. Noch nie verbrauchte ein Fahrzeug aus Zuffenhausen weniger Sprit. 7,1 Liter sind es im Durchschnitt, werden die optionalen rollwiderstandsoptimierten Reifen aufgezogen (für rund 480 Euro), sind es sogar nur 6,8 Liter, was dann einem CO2-Ausstoß von 159 Gramm je Kilometer entspricht.

Technisch ist der Antrieb des Panamera mit dem Cayenne Hybrid weitgehend identisch. Der parallel geschaltete Vollhybrid kann den Viersitzer theoretisch bis zu 2 Kilometer rein elektrisch bewegen. Über eine Trennkupplung regelt das Antriebsmanagement, ob nur elektrisch, nur über den Benziner oder eben mit beiden Motoren gleichzeitig gefahren wird.

Nicht nur wegen des hohen Grundpreises ist der Panamera Hybrid weniger etwas für Sparfüchse. Dafür aber für Menschen mit Spaß am intelligenten Zusammenspiel zweiter unterschiedlicher Antriebe im Rahmen einer (immer noch) außergewöhnlichen, feinen Technik. Wer seinen Panamera dagegen im Alltag besonders günstig fahren will, sollte bis zur Einführung der Diesel-Version nach der Sommerpause warten. Der verspricht sogar einen Verbrauch von nur 6,3 Litern je 100 Kilometer (mit Leichtlaufreifen) und kostet in der Anschaffung 26.000 Euro weniger. Da ist dann im Budget sogar noch ein gut ausgestatteter Kompaktwagen drin, oder man bedient sich intensiv in der seitenlangen Panamera-Optionsliste mit den wie immer bei Porsche äußerst selbstbewussten Preisen.

Der ganz große Markterfolg wird der Hybrid sicher nicht werden. Selbst Porsche rechnet nur mit einem Gesamtanteil von sechs Prozent am Gesamtabsatz der Sportlimousine; in einzelnen Märkten sollen es aber bis zu 20 Prozent werden. In Deutschland dürfte der Hybrid-Anteil am Panamera kaum die fünf Prozent überschreiten.

Die Meister der Diversifikation haben wieder zugeschlagen. Mit dem Panamera Turbo S gibt es ab Juni auch die Hybrid-Version der Sportlimousine. Und eine weitere Variante folgt schon weniger Monate später.

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Fazit
Die Meister der Diversifikation haben wieder zugeschlagen. Mit dem Panamera Turbo S gibt es ab Juni auch die Hybrid-Version der Sportlimousine. Und eine weitere Variante folgt schon weniger Monate später.

Quelle: Autoplenum, 2011-05-10

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