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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 23. Mai 2019

Skoda peppt sein Flaggschiff auf. Mit der Modellpflege bekommt der Superb ein Plug-in-Hybridmodul verpasst, das dem VW Passat Jäger eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometern spendiert.

Modellpflegen sind zumeist alles andere als aufregend. Ein bisschen Chrom hier, eine neue Frontschürze mit veränderten Scheinwerfern und etwas Make-up am Heck dort, dazu ein paar neue Applikationen im Interieur und schon ist das Facelift erledigt. Diese bekannte Vorgehensweise verfolgt auch Skoda beim Superb. Da der Passat-Gegner schon von Haus aus ein ansehnliches Auto ist, fallen die Änderungen übersichtlich aus. Durch die neue Front wächst die Limousine in der Länge um acht Millimeter auf 4,869 Meter, beim Kombi sind es sechs Millimeter auf 4,862 Meter. Im Innenraum laden veränderte Sitzbezüge zum Einsteigen ein; dazu gibt es andere Sitznähte und etwas mehr Chrom-Schmuck. Technisch tut sich bei der neuen Superb-Modellpflege aber auch etwas: Der Superb des Jahres 2019 bekommt als erster Skoda ein Matrix LED-Licht. Bei den Assistenzsystemen halten ein adaptiver Tempomat und ein Spurwechselassistent Einzug. Auch das Infotainment wird aktualisiert.

Die größte Neuerung gibt es bei dem Facelift beim Antriebsstrang. Denn der Superb bekommt als erster Skoda einen Plug-in-Hybrid implantiert. "Der Einstieg in die E Mobilität ist für KODA ein wichtiger Schritt in die Zukunft", sagt Skoda-Technikvorstand Christian Strube. Der elektrifizierte Antriebsstrang setzt sich zusammen aus einem 1,4 TSI Benziner mit 115 kW / 156 PS und einem Elektromotor mit 85 kW / 116 PS. Das ergibt eine Systemleistung von 160 kW / 218 PS. Mit der 13 kWh Batterie kommt der Skoda Superb PHEV rein elektrisch bis zu 55 Kilometern weit. Der Verbrauch soll weniger als 1,7 Liter pro 100 Kilometer betragen, was sich in einer Norm-Gesamtreichweite von 850 Kilometern manifestiert. Die Energierückgewinnung erfolgt per Rekuperation, geladen wird an einer Wallbox oder an einer haushaltsüblichen Schuko-Steckdose.

Die Freunde der traditionellen Triebwerke bekommen bei der Modellpflege drei Diesel und drei Benziner mit einem Leistungsspektrum von 88 kW / 120 PS bis 200 kW / 272 PS spendiert. Vermutlich wird Skoda die Superb-Baureihe auch zeitnah mit einer Crossover-Modellvariante im Stile eines VW Passat Alltrack oder des kleineren Skoda Octavia Scout erweitern.

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Quelle: Autoplenum, 2019-05-23

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