Skoda steuert in Deutschland auf Rekordkurs zu

Testbericht
Skoda steuert in Deutschland einem neuen Rekord entgegen: Bis zum Jahresende dürfte die Zahl der Verkäufe auf 128.000 Einheiten steigen. Das wären gut 13 Prozent mehr als 2010 (113.323 Einheiten). Nur im Ausnahmejahr 2009, das durch die staatliche Abwrackprämie aus konjunkturellen Gründen künstlich stimuliert worden war, waren es mehr Fahrzeuge gewesen (162.328 Einheiten). Inzwischen sind in Deutschland über 1,2 Millionen Skoda Automobile zugelassen. „Besonders gefragt ist unsere Marke bei Privatkunden“, betont Hermann Schmitt, Sprecher der Geschäftsführung der Skoda Auto Deutschland GmbH. Auf der Beliebtheitsskala privater Kunden rangieren die Fahrzeuge des tschechischen Automobilherstellers inzwischen nach Volkswagen, Mercedes-Benz, Opel und BMW auf Rang fünf - Tendenz steigend. 65 Prozent aller Kunden, die einen neuen Skoda kaufen, bleiben der Marke mit dem geflügelten Pfeil im Logo treu. Ebenso hoch ist der Anteil derer, die von einer anderen Marke zu Skoda wechseln. Teilweise kommen sie sogar von Premiummarken. „Damit sind wir eine der stärksten Eroberungsmarken auf dem deutschen Markt. Auch bei der Loyalitätsrate zählen wir zu den Besten“, resümiert Hermann Schmitt. Mit einer Händlerrendite von 2,4 Prozent ist Skoda ebenfalls führend. Laut Schmitt ist das hohe Plus bei den Verkäufen umso bemerkenswerter, als Skoda seit fast zwei Jahren kein neues Modell auf den Markt gebracht hat. Eine deutlich steigende Nachfrage notiert die Gesellschaft im laufenden Jahr bei allen Modellreihen. Sie reicht von sieben Prozent beim Fabia über neun Prozent beim Roomster bis zu 40 Prozent beim Yeti. Beim Octavia waren es 13 und beim Superb acht Prozent. Skoda konnte seine Position als Importmarke Nummer eins in Deutschland im dritten Jahr hintereinander weiter ausbauen. Angesichts der bevorstehenden Modelloffensive, die im Frühjahr nächsten Jahres mit dem neuen Stadtauto Citigo eingeleitet und später mit einer neuen kompakten Limousine, die zwischen Fabia und Octavia angesiedelt ist, fortgeführt wird, hat sich Skoda auch in Deutschland ehrgeizige Ziele gesetzt. „Langfristig streben wir einen signifikanten Zuwachs bei unseren Verkäufen an“, gibt sich Schmitt optimistisch. Damit könnte der Bestand von Skoda Automobilen in einigen Jahren auf zwei Millionen Fahrzeuge anwachsen. „Für die erste Million haben wir noch fast 20 Jahre benötigt“, sagt Hermann Schmitt. Die neuen Modelle „MissionL“ und Citigo haben bereits vor ihrer bevorstehenden Markteinführung ausgezeichnete Noten erhalten. Mit einer Bestnote zeichnete das European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) den Citigo aus. Die renommierte Verbraucherorganisation würdigte den kleinen Skoda mit fünf Sternen für dessen Gesamtpaket aus Insassenschutz, Kindersicherheit, Fußgängerschutz und Sicherheitsassistenz-Systemen. „Damit haben unsere Entwickler bewiesen, dass bezahlbare Sicherheit ohne Kompromisse auch im Kleinwagen-Segment möglich ist“, stellt Schmitt fest. Skoda sieht eine zunehmende Nachfrage nach kleinen Automobilen mit günstigem Verbrauch, attraktivem Preis und günstigen Unterhaltskosten. Diesen Ansprüchen wird der Citigo in besonderer Weise gerecht. Die kompakte Limousine präsentiert sich in der neuen Skoda Designsprache: jung, frisch und dynamisch. Nach Abschluss ihrer aktuellen Modelloffensive wird die tschechische Marke in allen wichtigen Volumensegmenten vertreten sein. Nach den Worten von Hermann Schmitt ist der Handel eine wesentliche Stütze der Skoda Wachstumsstrategie. Während Skoda sein Wachstum in Deutschland in der Vergangenheit auch mit dem Ausbau seines Händlernetzes erreicht hat, ist der Markt mit 575 Partnern inzwischen sehr gut abgedeckt. Mit etwa 25 zusätzlichen Betrieben sollen die letzten Lücken in der Fläche so schnell wie möglich geschlossen werden. „Dann werden wir auch vertrieblich gut gerüstet sein, um unseren Marktanteil mit bestehenden und neuen Produkten weiter zu steigern“, sagt Schmitt. Strategisches Ziel sei es, dass die Händler ihren Neuwagen-Jahresabsatz deutlich erhöhen - im Durchschnitt um rund 50 Prozent. (Auto-Reporter.NET/pha)




























