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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 23. April 2018
Skoda setzt seine SUV-Offensive in China fort und will mit dem Kamiq die jungen chinesischen Autofahrer an die Marke binden. Der 4,39 Meter lange Einstiegs-Crossover ist Teil eines Expansionsplans, der die Skoda-Verkäufe bis 2020 in China auf 600.000 Einheiten steigen lassen soll.

Besser später als nie. Skoda springt auf den SUV-Trend auf, der in China immer die automobile Szene bestimmt. \"In den nächsten fünf Jahren wird der SUV-Anteil in China auf rund 60 Prozent wachsen\", stellt Skoda Sales und Marketing-Vorstand Alain Favey fest. Und die tschechische VW-Tochter will möglichst großes Stück von diesem Kuchen abhaben. Nachdem letztes Jahr der Kodiaq im Reich der Mitte auf den Markt kam, folgten mit dem Karoq im März dieses Jahrs und dem Kamiq, der ab Ende Juni nur in China zu haben sein wird das zweite und dritte SUV mit einem \"K\" im Namen. Damit soll der Skoda-Verkauf in China angekurbelt werden. Schließlich wollen die Tschechen bis zum Jahr 2020 rund 600.000 absetzen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, denn 2017 waren es gerade 325.000 Fahrzeuge. Der Start in die Verkaufs-Expansionsphase verläuft schon einmal gut: Im ersten Quartal dieses Jahres konnte Skoda schon eine Steigerung um zwölf Prozent verzeichnen. Mit dem Karoq und dem Kamiq sowie dem Kodiaq-Coupé, der Ende 2018 in China erscheint, soll sich dieses Wachstum noch weiter beschleunigen.

Während das sportliche Kodiaq-Derivat das neue Flaggschiff der Skoda China-SUV-Armada sein wird, stellt der Kamiq, der nach einer Insel nahe des Polarkreises benannt ist, das andere Ende des Crossover-Portfolios dar. Mit einer Länge von 4,39 Metern ist der Kamiq fünf Zentimeter kürzer als der chinesische Karoq, aber immer noch einen Zentimeter länger als die Europa-Version von Skodas jüngstem SUV. Zieht man dann noch den Radstand von 2,61 Metern (Europa-Karoq 2,63 Meter), die Breite von 1,78 Metern und die Höhe von 1,59 Metern in Betracht, wird klar, dass in China auch bei einem Kompaktwagen das Platzangebot eine wichtige Rolle spielt.

Raum ist im Kamiq genug vorhanden: Der Kofferraum ist opulent und ein erstes Probesitzen zeigte, dass man es sich auch in der zweiten Reihe gemütlich machen kann. Der Innenraum präsentiert sich im typischen Skoda-Outfit, auch wenn die Materialanmutung und -Auswahl mit dem recht hohen Hartplastikanteil nicht den europäischen Standard erreicht. Auch die Tatsache, dass die Lenksäule nicht in Längsrichtung verstellbar ist und die Rundinstrumente nicht digitalisiert sind, weist auf einen Kampfreis hin, zu dem sich Skoda noch nicht äußern will. Schließlich wachsen auch in China die Bäume nicht in den Himmel und das harte Ringen um das Portemonnaie der Kunden wird über das Preis-Leistung-Verhältnis gewonnen wird.

Neben dem Platzangebot spielt bei den jungen Chinesen die Konnektivität eine wichtige Rolle, da bietet der Kamiq mit der mit zentralen Touchscreen, mit den verschiedenen Applikationen ein entsprechendes Angebot. Der Skoda Kamiq wird lediglich mit dem 1.5 Liter Motor mit 81 kW / 110 PS und einem maximalen Drehmoment von 150 Newtonmetern erscheinen, was einen Durchschnittsverbrauch von 6,0 l/100 Kilometern ergeben soll. Als Getriebe stehen ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und vermutlich eine Fünfgang-Handschaltung zur Auswahl.
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Quelle: Autoplenum, 2018-04-23

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